Apple kommt seinem Ziel immer näher: In dieser Woche wurden nun auch die großen Versionen des MacBook Pro auf die eigenen Prozessoren umgestellt. Was sie leisten und was sonst noch in dieser Woche alles passiert ist, erfahrt ihr in dieser Ausgabe der GIGA Headlines.

Apples neue MacBooks

Als Apple im November 2020 die ersten Geräte mit M1 vorgestellt hatte, kamen die mit einem Versprechen: Es gibt einen Abschied von Intel, CPUs werden ab sofort selbst entwickelt und in zwei Jahren sind alle Produkte darauf umgestellt.

Ein sportliches Ziel, jetzt zur Halbzeit-Marke ist das Unternehmen dem ein wenig näher gekommen.

Am Montag hat Apple einige neue MacBook-Pro-Modelle in 14 und 16 Zoll vorgestellt. Die einige der neuen Features sind alte Bekannte: Ein SD-Kartenlesegerät, MagSafe um das MacBook einfach und sicher aufzuladen, sowie F-Tasten statt der Touch-Bar.

Apple verbaut also nach einigen Jahren wieder Ports neben USB Type-C, was viele freut, die sich in den letzten Jahren über Dongles beschwert haben. Und auch am Design hat sich etwas getan. Das Display ist etwas größer, die Displayränder sind geschrumpft, mit dem Ergebnis, dass man jetzt für die Webcam einen Einschnitt im Laptop-Display hat. Allerdings bietet dieser Einschnitt nicht die Vorteile, die man etwa beim iPhone durch Face-ID besitzt.

Außerdem: Das vom iPhone 13 Pro bekannte Feature ProMotion, mit dem sich die Bildwiederholrate an den Bildschirminhalt anpasst, kommt nun ebenfalls auf die neuen MacBook Pros.
Und unter der Haube: Angetrieben werden die MacBooks vom neuen M1 Pro und M1 Max, größeren Varianten des bislang verbauten M1-Chips, die nochmal ordentlich mehr Leistung durch die Unterstützung von mehr Kernen und Grafikeinheiten bringen sollen.

Erste Benchmarks vom M1 Max aufgetaucht

Erste Benchmarks sind auch bereits auf Geekbench aufgetaucht. So soll der M1 Max im Single-Core genauso schnell sein, wieder der M1 der vor einem Jahr vorgestellt wurde, dafür soll im Multi-Core die Performance zwischen 53 und 65 Prozent gestiegen sein.

M1 Max kann Turbo zünden

Das 16-Zoll-Modell mit M1 Max soll außerdem über einen „High Power Mode“ verfügen, bei dem man manuell in macOS den Turbo zünden kann, wenn man noch ein wenig mehr Leistung braucht.

Die Preise für die neuen MacBooks haben es in sich: 2.249 Euro für die Basisausstattung der 14-Zoll-Variante und 2.749 Euro für das 16-Zoll-Gerät.

14" MacBook Pro
14" MacBook Pro

Google-Event: Das neue Pixel 6 vorgestellt

Pixel 6 und 6 Pro sind die ersten Smartphones von Google, die auf den eigenen Tensor-Chip setzen. Damit verspricht Google nicht nur eine hohe Geschwindigkeit, sondern auch einen langen Software-Support. Fünf Jahre lang soll man auf dem Pixel 6 mit Android-Sicherherheitsupdates versorgt werden. 3 Jahre soll es Betriebssystem-Updates geben. Da dürfen sich andere Hersteller gerne eine Scheibe von abschneiden.

Das Pixel 6 besitzt ein 6,4 Zoll Full-HD+-Display mit einer Bildwiederholrate von 90 Hz, Dual-Kamera mit 50-MP-Weitwinkel und 12-MP-Ultraweitwinkel und 128 GB Speicher ab 649 Euro.

Das Pixel 6 Pro besitzt ein 6,7 Zoll QHD+-Display mit Bildwiederholrate von 120 Hz, Triple-Kamera mit zusätzlicher 48-MP-Teleoptik – die hier „gefaltete Optik“ statt „Periscope Zoom“ genannt wird – und Speichervarianten ab 128 GB ab 899 Euro.

Wir haben beide Geräte schon in der Redaktion, unser Kollege Peter testet sie gerade. Seinen Test könnt ihr dann in den kommenden Tagen bei uns auf GIGA.DE lesen.

Google Pixel 6
Google Pixel 6

Android 12 veröffentlicht

Parallel zum Event ist außerdem Android 12 gestartet, die neue Version von Googles Smartphone-Betriebssystem. Herzstück des neuen Designs ist die neue Designsprache “Material You“. Buttons sind nun größer, die Ecken abgerundet. Mit „Color Extraction“ kann das gesamte Farbschema des Betriebssystems auf die Farben des Wallpapers abgestimmt werden.

Übrigens: Android 12.1 soll sich auch bereits in der Vorbereitungsphase befinden. Wie XDA Developers herausgefunden hat, soll diese Version vor allem Verbesserungen für Foldables beinhalten.

Samsung-Event: Mehr Farben

Am Mittwoch hatte Samsung zum „Samsung Unpacked Part 2“ eingeladen.
Gestartet wurde mit dem Galaxy Z Flip 3 Bespoke Edition, einem Z Flip 3, nur das man jetzt mehrere Farben miteinander kombinieren kann.

Und auch die Galaxy Watch 4 bekommt ebenfalls eine Bespoke Edition.

Und das Galaxy S21 FE? Das kam nicht! Wie einige Leaks Ende letzter Woche besagt haben, hat auch Samsung gerade mit Lieferengpässen zu kämpfen, die verbesserte Version des S21 wird also offenbar erst zum Jahreswechsel kommen.

Xbox-Kühlschrank: Scalper greifen bedenkenlos zu

Microsoft hat den Xbox-Series-X-Mini-Kühlschrank offiziell veröffentlicht, hierzulande konnte man ihn für 99 Euro bei GameStop vorbestellen.
Einige haben das getan, vor allem Scalper, die jetzt den Kühlschrank für mehrere Hunderte Euro im Internet anbieten.

Wer dennoch einen haben möchte und noch ein paar Monate ohne Mini-Kühlschrank leben kann, muss nur bis ins nächste Jahr warten, dann gibt es Nachschub.

Der Schnelldurchlauf

Huawei veröffentlicht Nova 9 ohne HarmonyOS

Huawei hat in dieser Woche das Nova 9 und Nova 8i zwei Android-Smartphones vorgestellt. Richtig gehört, man setzt weiterhin auf Android, statt auf das hauseigene HarmonyOS. Wann das hierzulande offiziell auch auf Smartphones ankommt, ist also noch unklar.

Facebook sucht einen neuen Namen

Facebook will sich umbenennen. Also nicht die Plattform selbst, sondern die Firma hinter Facebook, der auch WhatsApp, Instagram und Oculus VR gehört. Nächste Woche soll laut Informationen von The Verge der neue Name vorgestellt werden. Und ich kann es kaum abwarten, wie wir diesen Namen in den nächsten Jahren genau wie bei Alphabet ignorieren werden.

Test gestartet: Android-Apps unter Windows 11

Ein Feature, das bei Windows 11 noch auf sich warten lässt, ist die native Unterstützung von Android-Apps. Nun ist eine erste Testversion des Android-Stores in der Insider-Preview für US-Nutzer aufgetaucht. Es wird also nicht mehr lange dauern, bis alle Windows 11 Nutzer darauf Zugriff haben werden.