ExifTool

Download Ver. 10.38 - für Windows

Das Freewareprogramm ExifTool von Phil Harvey zeigt extrem ausführlich alle Exif-Informationen zu Fotos an. Ihr könnt mit dem ExifTool diese Daten aber auch bearbeiten und neu schreiben.

Leider handelt es sich beim ExifTool Download um ein Kommandozeilenprogramm. Um es wirklich nutzen zu können, müsst ihr alle Programmparameter lernen und eintippen – oder ihr nutzt das ebenfalls kostenlose Hilfsprogramm ExifTool GUI. Benötigt ihr immer die gleichen Befehlsketten, nur mit anderen Datei- oder Pfadnamen, so könnt ihr diese auch in Batch-Dateien einsetzen und sie in Batch-Befehlen nutzen.

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Die wichtigsten ExifTool-Funktionen

Fotoprofis schätzen ExifTool wegen seiner vollständigen Analyse. Hier werden nicht bloß einige grundlegenden Exif-Informationen wie Kameramodell, Ausrichtung, Blende und Belichtungszeit sowie das Aufnahmedatum genannt. Nein, das ExifTool holt auch noch das letzte Bit an Informationen aus jedem Foto. Natürlich könnt ihr damit auch Exif-Daten ändern.

Das Programm unterstützt eine riesige Zahl an Dateiformaten. Außerdem kennt es die Angaben der verschiedenen Exif-Profile von EXIF, GPS, IPTC, XMP, JFIF, MakerNotes, GeoTIFF, ICC Profile, Photoshop IRB, FlashPix, AFCP und ID3. Die meisten dieser Formate unterstützt ExifTool auch schreibend. Es ist beispielsweise auch möglich, damit auf einen Schlag in großen Bildermengen die Exif-Daten zu löschen.

Was das ExifTool alles kann und welche Befehle bzw. Parameter unterstützt werden, seht ihr in dem Programmfenster. Ruft dazu die Programmdatei einfach mit einem Doppelklick auf. Aber Vorsicht: Das ist eine lange Liste in 81(!) Fenstern.

Beispiel: Orientierung ändern mit ExifTool -n

Auch wenn es die zusätzliche Programmoberfläche ExifTool GUI für ExifTool gibt, ist manchmal die einfache Befehlszeile deutlich schneller. Ein gutes Beispiel dafür ist die Bildorientierung. Je nach Exif-Modell gibt es dafür verschiedene Angaben. Während es bei einem Modell Worte sind, nutzen andere Zahlen. Der Befehl exiftool –n weist das Programm an, die Orientierung des Bildes nicht in lesbaren Text wie Horizontal (normal) zu übersetzen.

Nachfolgend seht ihr eine Befehlszeile, die diesen Befehl mit einer Kontrollabfrage kombiniert. Ihr prüft damit, ob die Angabe für den Wert Orientation der Zahl 1 entspricht. Falls nicht – und nur dann – wird der Wert auf 1 geändert.

exiftool -n -r -overwrite_original -if ‘$Orientation ne 1′ -Orientation=1 /fotos/stadtaufnahmen

-overwrite_original sorgt dafür, dass die Originaldatei überschrieben wird.

-if ‘$Orientation ne 1′ bedeutet etwa wenn Orientation nicht gleich 1 ist... (ne heißt hier not equal)

-Orientation=1 ist, was exiftool –n machen soll, wenn die Prüfung stimmt.

Unterm Strich passiert also folgendes:

exiftool –n überprüft alle Dateien im Ordner /fotos/stadtaufnahmen daraufhin, ob ihr Wert im Feld Orientation gleich 1 ist. Ist das so, lässt das Programm die Datei unangetastet. Andernfalls überschreibt es den Wert in dem Feld mit einer 1.

ExifTool mit ExifTool GUI verbinden

ExifTool GUI verpasst dem ExifTool eine grafische, mausbedienbare Oberfläche. Ihr bekommt eine Bildvorschau, Filterfunktionen und vor allem eine sehr einfache Möglichkeit der Datenänderung. Doch vorher müsst ihr ExifTool und ExifTool GUI zusammenbringen.

Das ist zum Glück relativ einfach. ExifTool besteht aus einer einzelnen Programmdatei. In der aktuellen Version heißt sie exiftool(-k).exe.

  • exiftool(-k).exe muss in den Ordner bewegt werden, in dem Ihr ExifTool GUI entpackt habt.
  • Dort muss die Datei exiftool(-k).exe umbenannt werden in exiftool.exe

Dann könnt Ihr ExifTool GUI starten und damit arbeiten. Mit dem Programm ist es möglich, direkt ExifTool Befehle einzugeben. Es gibt sogar schon vorbereitete Befehle, die z.B. in alle Bilder mit einem Klick eure Copyright-Informationen einfügen.

Vorteile
  • Die ausführlichste Ausgabe und Änderungsmöglichkeit für Exif-Angaben!
Nachteile
  • ExifTool ist als Kommandozeilenprogramm ohne ExifTool GUI oder Batch-Dateien kaum vernünftig zu nutzen.

von

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