Fotos in OS X Yosemite: Der iPhoto- und Aperture-Nachfolger im Überblick

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Im Zuge des Updates auf OS X 10.10 Yosemite führt Apple auch eine neue Software ein – „Fotos in OS X“ so der lapidare Name der App. Sie ersetzt zukünftig iPhoto und Aperture, wird allerdings erst Anfang 2015 veröffentlicht. Unser aktueller Wissensstand…

Am Wochenende erreichte uns eine beunruhigende Meldung. Aperture – Apples professionelle Software für Fotografen – wird eingestellt. Auch iPhoto ereilt demnächst dasselbe Schicksal. Das Erbe tritt künftig „Fotos in OS X“ an. Derzeit befindet sich die Anwendung noch in einer frühen Entwicklungsphase, Apple zeigte sie dennoch kurz auf der WWDC am 02.06.2014 in San Francisco. Noch bleiben viele Funktionen der App im Dunklen, dennoch können wir schon einige Aussagen zu „Fotos in OS X“ treffen.

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Fotos in OS X: iOS 8 steht Pate

In Form und Funktion gleicht sie dem Pendant aus iOS 8. „Fotos in OS X“ wird demnach mehr ein adäquater Nachfolger für iPhoto, denn für Aperture. Deren Anwender sollten sich schon mal nach Ersatz umschauen – wir berichteten über mögliche Alternativen.

Bilder werden auf unterschiedliche Weise in „Fotos in OS X“ angezeigt – Ereignisse, Sammlungen, Jahresübersichten… Zudem erhalten wir innerhalb einer solchen Miniaturübersicht immer eine herausgehobene Vorschau eines jeden einzelnen Bildes und können so ganz einfach in die Vollansicht wechseln.

„Fotos in OS X“ bietet natürlich auch einige Bearbeitungsfunktionen für Bilder. Wir können diese beschneiden, diverse Filter anwenden, Belichtung und weitere Werte anpassen, Bereiche retuschieren und „Rote Augen“ entfernen. Die Effekte werden jeweils in Echtzeit auf das Bild angewendet. Bilder können ferner geteilt werden, äquivalent zum Pendant in iOS 8 über Nachrichten, Mail, Twitter, Facebook und Flickr. Selbstverständlich lassen sich Fotos auch importieren.

iCloud-Fotomediathek: Gemeinsamer Bilderkatalog von iOS und OS X

Ein zentrales Element von „Fotos in OS X“ wird die iCloud-Fotomediathek sein. Wie auch bei iOS 8, landen alle Bilder im Original auf Wunsch kostenfrei in der iCloud und stehen so auf allen Geräten jederzeit zur Verfügung. Dies gilt übrigens auch für Videos, nicht allein für Bilder. Einzige Beschränkung: Bis zu 5 GB Speicherplatz sind kostenfrei. Wer mehr Platz benötigt, muss bei Apple einen zusätzlichen Speichertarif buchen.

Fotos in OS X: Offene Fragen

Zu weiteren Funktionen hat sich Apple bisher leider noch nicht geäußert. So bleiben eine Vielzahl Fragen gegenwärtig noch unbeantwortet. Zum Beispiel:

  • Welche RAW-Dateien von welchen Kameras werden konkret unterstützt?
  • Besteht nach wie vor die Möglichkeit, Karten, Kalender und Fotobücher zu erstellen?
  • Wie erfolgt die Datenmigrierung von iPhoto und Aperture?
  • Wird „Fotos in OS X“ äquivalent auf allen Rechnern laufen, die auch OS X 10.10 Yosemite unterstützen?

Update vom 02.07.2014: Laut Apple wird „Fotos in OS X“ doch einige Funktionen für „Pro-User“ beinhalten. Neben den bereits erwähnten Bearbeitungsfunktionen, gehören dazu eine Bildersuche, Effekte und – ganz wichtig – die Unterstützung von Erweiterungen von Drittanbietern (Plug-ins). Wenngleich man wohl dafür ausgehen kann, dass diese nicht direkt von Apterure übernommen werden können – wir berichteten.

Release und Systemvoraussetzung für „Fotos in OS X“

Als Systemvoraussetzung von „Fotos in OS X“ gilt mit Sicherheit OS X 10.10 Yosemite, Nutzer älterer Systeme müssen somit aktualisieren. Ein zeitgleicher Release zusammen mit Yosemite im Herbst 2014 ist aber nicht vorgesehen. Wir müssen uns demnach bis Anfang 2015 gedulden. Kostenpflichtig dürfte „Fotos in OS X“ allerdings nicht sein – dies widerspräche der gegenwärtigen Unternehmenspolitik.

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