Gaming-PC selbst zusammenbauen: Günstiger kommt ihr an keinen High-End-PC

Marco Di Lorenzo
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Mehr Power fürs Zocken! Wir haben uns einen Gaming-PC zusammengestellt, um für euch auch weiterhin die aktuellsten Games und VR-Titel testen zu können. Anlässlich dessen zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie ihr einen Computer selbst zusammenbaut und gehen näher auf die benötigten, aber auch speziell von uns gewählten Komponenten ein – zusätzlich geben wir Alternativen für jedes Budget.

Inhaltsverzeichnis: PC selbst zusammenbauen

Vor- und Nachteile vom PC-Eigenbau

Einen PC selbst zusammenzubauen hat viele Vorteile – nicht nur wenn man damit zocken möchte. So ist es praktisch immer günstiger, sich einzelne Komponenten online zu bestellen und diese in einem Gehäuse zu verschrauben, als einen bereits vormontierten Rechner von der Stange zu erwerben. Außerdem kann man genau die Komponenten bestellen, die man auch tatsächlich braucht. Als dritter Punkt kommt hinzu, dass der Zusammenbau eines PCs durchaus Spaß machen kann – also nicht unbedingt in die Kategorie Arbeit fällt, wenn man sich für derlei Bastelarbeit begeistern kann.

Als Nachteil kann man werten,. dass der Zusammenbau eines PCs durchaus Zeit benötigen kann. Schon bei der Auswahl der Komponenten wälzt man Testberichte, Performancetabellen und Preisvergleiche. Der eigentliche Einbau geht mit ein wenig Erfahrung schnell vonstatten, kann für einen Anfänger aber durchaus auch einige Stunden in Anspruch nehmen. Vor allem dann, wenn irgendetwas nicht funktioniert und man sich auf die Fehlersuche machen muss. Schließlich besteht auch immer die Gefahr, dass irgendetwas kaputt geht und die sündhaft teuren Komponenten für die Katz sind. Das sollte aber die Ausnahme sein.

PC selbst zusammenbauen: Diese Komponenten benötigt ihr

Grundausstattung

Mainboard, Gehäuse, CPU: Bestimmte PC-Komponenten braucht ihr auf jeden Fall, wenn ihr euch einen neuen Rechner zusammenstellt. Wir listen euch auf, was wir in unseren aktuellen Gaming-PC verbaut haben und geben euch jeweils eine Alternative für den kleineren Geldbeutel.

Komponente Foto GIGA Gaming-PC Ausstattung und günstigere Alternative
Gehäuse:Das Gehäuse beherbergt all eure Komponenten. Vom Mini-ITX-Barebone über Mini-, Midi- und Big-Tower sind unterschiedliche Größen verfügbar. Das Gehäuse sollte genug Möglichkeiten bieten, Lüfter und Laufwerke zu montieren und die Kabel im Idealfall hinter der Rückwand zu verstecken.
Gehäuse
(ca. 55 Euro) (ca. 30 Euro)
Mainboard: Das Motherboard ist die Hauptplatine, mit der alle Komponenten verbunden werden. Wichtig: Der Sockel/Socket entscheidet darüber, welche CPU ihr dort verbauen könnt. Die größten Unterschiede gibt es ansonsten in der Ausstattung des Boards.
Mainboard
(ca. 150 Euro) (ca. 100 Euro)
Netzteil: Achtet beim Kauf auf Modularität (nicht benötigte Kabel lassen sich abnehmen), Wirkungsgrad (mindestes 80-Plus-Siegel) und Leistung (Watt). Mehr dazu: Das richtige Netzteil wählen. Wir empfehlen: Immer zum Markenprodukt greifen.  
Netzteil
(ca. 93 Euro) (ca. 60 Euro)
Prozessor (CPU): Das Herzstück des PCs. Bei den meisten stellt sich hier die Frage: Intel oder AMD? Wichtig ist, dass der Sockel zu dem des Mainboards passt. Außerdem solltet ihr vorher wissen, ob ihr übertakten wollt, um ggf. eine CPU mit freiem Multiplikator zu wählen.
CPU
(ca. 328 Euro) (ca. 233 Euro)
Grafikkarte (GPU): Tatsächlich haben einigeCPUs bereits eine Grafikeinheit integriert, die für normale Office-Arbeit ausreicht. Gamer sollten zu einer dedizierten Grafikkarte greifen. Hier muss die Grundsatzentscheidung zwischen Nvidia oder AMD getroffen werden. Von jedem Modell gibt es verschiedene Versionen von Drittherstellern, die sich in Kühllösung und oft auch Taktraten unterscheiden.  
Grafikkarte
KFA² GeForce GTX 1080 EX OC (ca. 600 Euro)Nvidia GTX 1060 (ab 260 Euro) oder AMD Radeon RX 480 (ab 225 Euro)
Arbeitsspeicher (RAM): Beachtet, welche RAM-Riegel auf euer Mainboards passen – die aktuellste Generation ist DDR4. Heute sollten mindestens 8 GB verbaut werden. Kauft euch immer ein Kit (bestehend aus zwei Riegeln), damit ihr Dual Channel und somit eine schnellere Datenübertragung nutzen könnt.  
RAM
(ca. 93 Euro)8GB-Version
Festplatten: Unser System- und Datenspeicher. Betriebssystem und Programm sollten wegen des enormen Geschwindigkeitsvorteils auf eine Solid State Drive (SSD). Wer große Mengen an Bildern, Foto- und Videodateien besitzt, sollte sich hierfür noch eine große mechanische Platte holen.  
SSD
(ca. 172 Euro), (ca. 45 Euro) und (ca. 1250 Euro) (ca. 93 Euro) in Kombination mit einer großen HDD

Optionale Komponenten

Neben den Basis-Komponenten, die bei jedem PC zwingend erforderlich sind, gibt es auch weitere Elemente, die man je nach Bedarf/Geldbeutel ebenfalls in Betracht ziehen sollte

  • Kühler
    Optisches Laufwerk: Schaut ihr häufig Filme auf DVD oder Blu-ray? Dann solltet ihr auf ein optisches Laufwerk nicht verzichten.
  • Soundkarte: Darf es ein bisschen mehr als Onboard-Sound sein? Wem die Audio-Qualität wichtig ist, der sollte auf eine dedizierte Soundkarte nicht verzichten.
  • Prozessor-Lüfter: Bei manchen CPUs wird der passende Kühler bereits mitgeliefert, bei anderen wiederum nicht. Selbst wenn ein Lüfter im Lieferumfang dabei ist, zahlt es sich aus, ein leiseres und performanteres Modell anzuschaffen. Wir haben in unserem Gaming-PC den (ca. 30 Euro) verbaut.
  • Wasserkühlung: Eine Wasserkühlung zu installieren, ist heutzutage kein Hexenwerk mehr. Im besten Fall ist das System dann leiser und lässt sich gut übertakten. Wasserkühlungen gibt es im Komplettset oder lassen sich, fast ein PC selbst, Komponente für Komponente selbst zusammenstellen.
  • (Bessere) Gehäuselüfter: Sorgen für den nötigen Luftstrom um die Abwärme der Komponenten aus dem Gehäuse zu transportieren.

Peripherie

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Weitere Themen: Microsoft Windows, 4K-Gaming, Ratgeber, Netzteil, CPU, arbeitsspeicher

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