Picasa ist eine kostenlose Lösung von Google zum Verwalten aller Bilder und Grafiken. Beim ersten Start durchsucht Picasa den Rechner nach Bildern; hierbei berücksichtigt das Programm auf Wunsch auch Bildmaterial, das sich auf externen Festplatten befindet. Dabei erweist sich das Programm als wahrer Spürhund; selbst längst vergessene Fotoschätze kommen bei der Suche zum Vorschein.
Bilder Scannen
Bereits beim Durchsuchen entwickelt Picasa eine neue Ordner-Struktur: Zuoberst befinden sich die Alben, darunter kommen die Personen, dann die Ordner. Dabei sortiert das Programm die gefundenen Ordner chronologisch und berücksichtigt – läuft es auf einem Mac – auch die Ordner der iPhoto-Bibliothek. Viel Zeit sollte man für diesen ersten Durchlauf jedoch einplanen: je nach Anzahl der Bilder kann das Scannen durchaus Stunden in Anspruch nehmen. Ebenfalls werden Bilder aus der Digitalkamera direkt von Picasa übernommen. Kommt ein neues Bild hinzu, integriert es Picasa automatisch in die Datenbank und bei erkanntem Gesicht in die entsprechende Sammlung.
Personen
Picasa untersucht alle Bilder nach Gesichtern. Dieser Vorgang dauert erheblich länger als das eigentliche Scannen, zeigt jedoch eine gute Trefferquote: Anders als beispielsweise bei Photoshop Elements erscheinen hier nur „echte“ Gesichter; Strukturen, die Ähnlichkeiten mit Gesichtern hatten, tauchten in unserem Test nicht auf. Die erkannten Gesichter liegen dann im Ordner “Personen” zum Benennen bereit. Möchte man ein Gesicht nicht benennen, kann es ignoriert werden; selbst diese Daten hält Picasa jedoch für alle Fälle bereit.
Erkannte Personen werden per Eingabetaste gespeichert; zeigt ein neu hinzugeladenes Gesicht Ähnlichkeit mit einer bereits gespeicherten Person, bietet Picasa deren Namen an. Je öfters eine Person zugeordnet wurde, desto schneller erkennt Picasa diese auf weiteren Bildern und ordnet sie der entsprechenden Gruppe zu.
Fotos optimieren
Zum Bearbeiten der Bilder stehen einige Filter und Effekte bereit. Dazu gehören Funktionen zum Zuschneiden und Ausrichten, automatische Verbesserungen von Farbe, Kontrast und Helligkeit, eine Korrektur von roten Augen und sogar ein Retusche-Pinsel für Staub und Kratzer. Eigene Justierungen von Schatten, Lichtern und der Farbtemperatur gelingen per Schieberegler. Weitere einstellbare Filter finden sich bei den Effekten.
Dia-Show
Per Movie Maker baut Picasa aus allen Bildern einer Person eine Slide-Show. Dabei richtet das Programm die Bilder so aus, dass die Kopfgröße auf allen Bildern gleich ist und die Augen übereinander liegen. Drei Übergänge stehen bereit. Bildunterschriften dazu lassen sich gestalten und einblenden, ebenfalls kann das Datum angezeigt werden. Die Show lässt sich dann direkt auf YouTube laden.