Persönlicher Hotspot mit iPhone & iPad: Datentarife geräteübergreifend nutzen

Sebastian Trepesch 13

Wer zwei iOS-Geräte besitzt, kann die Mobilfunkverbindung des einen Gerätes mit dem anderen nutzen („Persönlicher Hotspot“). Was gerne vergessen wird: Das iPhone kann auf die iPad-Verbindung zurückgreifen, nicht nur umgekehrt. Eine Warnung müssen wir aber aussprechen.

Persönlicher Hotspot mit iPhone & iPad: Datentarife geräteübergreifend nutzen

Die iOS-Funktion „Persönlicher Hotspot“ ist für unterwegs gedacht, und in erster Linie profitiert davon ein Mac oder ein iPad, das keine Mobilfunkanbindung besitzt. Per direkter Bluetooth- oder WLAN-Verbindung mit einem iPhone, beim Mac auch via USB, erhalten die Geräte ebenfalls unterwegs einen Internetzugang (Tethering).

Persönlicher Hotspot: iPhone nutzt das iPad-LTE

Doch auch das iPhone kann auf den Hotspot eines anderen Gerätes zurückgreifen. Kann man das brauchen? Durchaus, zum Beispiel ich: Ich nutze auf dem Smartphone einen recht günstigen O2-Telefontarif, er bietet nur sehr wenig Highspeed-Datenvolumen. Für das iPad verwende ich einen weiteren Tarif, der satte 3 Gigabyte liefert und trotzdem deutlich weniger als 10 Euro pro Monat kostet (aktuell ). Ist das Tablet in der Tasche, kann ich das iPhone damit verbinden – und muss es hierfür nicht einmal auspacken. Denn ist der Hotspot einmal eingerichtet, reicht es, auf dem iPhone in die Einstellungen -> WLAN zu gehen und es hier mit dem iPad zu verbinden.

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Hotspot zwischen iPhone und iPad einrichten (Tethering)

So erstellst du einen persönlichen Hotspot:

  1. Gehe auf dem Gerät mit Mobilfunkanbindung in die Einstellungen -> Persönlicher Hotspot und schalte die Funktion ein.
  2. Gehe auf dem zweiten Gerät in die Einstellungen -> WLAN und wähle das Netz des ersten Gerätes.
  3. Gib das WLAN-Kennwort ein, das auf dem ersten Gerät angezeigt wird.

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Warnung zur Nutzung des persönlichen Hotspots
Das iOS-Gerät, das über Hotspot statt direkt über Mobilfunk mit dem Internet verbunden ist, verbraucht Daten wie bei WLAN-Verbindung. Beispiel: Sind auf iPhone und iPad die mobilen Daten für den App Store ausgeschaltet sind, lädt das per Hotspot verbundene Gerät trotzdem automatische App-Updates. Völlig unverständlich, warum Apple hier keine Sicherung eingebaut hat, schließlich wissen iPhone und iPad um ihre Hotspot-Verbindung. Siehe auch Kostenfalle Tethering mit OS X Mavericks.

Geschwindigkeitsvergleich

Nicht nur das Datenvolumen kann als Kriterium für die Verbindung vom iPad zum iPhone entscheidend sein, sondern auch die Geschwindigkeit. Wer auf dem Smartphone kein LTE nutzen kann (sei es wegen eines veralteten Mobilfunktarifs oder in die Jahre gekommenen iPhones), auf dem iPad dagegen schon, profitiert vom eigenem Hotspot auf dem Smartphone.

Vor zwei Jahren haben wir einen derartigen exemplarischen Versuchsaufbau nachgemessen:

  1. ein iPhone 5s mit Mobilfunktarif ohne LTE und
  2. ein iPad mini Retina mit LTE-Mobilfunktarif 

Das Surfen im Internet war auf unserem iPhone wegen der unterschiedlichen Tarife (je nach Region) deutlich langsamer. Doch über einen „Persönlichen Hotspot“ konnten wir die Datenrate auch auf dem iPhone mehr als verdoppeln.

iPhone und iPad mit LTE

Folgende Apple-Geräte unterstützen das LTE-Netz von Telekom, Vodafone und o2:

  • iPhone 5s/5c oder neuer
  • iPad Air 1. Gen oder neuer (Cellular-Version)
  • iPad mini Retina oder neuer (Cellular-Version)

Folgende Apple-Geräte unterstützen nur das LTE-Netz der Telekom:

  • iPhone 5
  • iPad 4. Gen (Cellular-Version)
  • iPad mini 1. Gen (Cellular-Version)

Zum Thema:

iPhone SE im Test.

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