Der Akku eines Elektroautos ist in vielerlei Hinsicht das Herzstück eines jeden Stromers. Wie lange euch der Akku eures E-Autos von A nach B bringt, ob Schnelladen die Lebensdauer verkürzt und was ihr tun könnt, um die Batterie zu schonen, das erfahrt ihr hier.

 
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Wie viele Ladezyklen schafft der Akku meines E-Autos?

Die Reichweite und Leistung von E-Autos hängt maßgeblich mit der Größe ihrer Akkus zusammen. Moderne E-Autos speichern zwischen 40 und 100 kWh. Wie groß die Speicherkapazität des Autos ist, kommt auf den Fahrzeugtyp an. Am weitesten kommt laut der Auto Bild der Mercedes EQS mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 785 Kilometern. Bei einem leichteren Kleinwagen ist die Zahl deutlich kleiner. Als Standard haben sich in den letzten Jahren Reichweiten von rund 300 Kilometern eingependelt.

Hinweis: WLTP steht für den englischen Begriff „Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“ und beschreibt ein Messverfahren zur Bestimmung des Abgas-Ausstoßes sowie des Treibstoff- oder Stromverbrauchs von KFZ.

Auch wenn sich E-Autos hinsichtlich ihrer Kapazität unterscheiden, so haben sie eines gemeinsam: Ihre Akkus müssen hohe Belastungen aushalten und das ein ganzes Autoleben lang. Hersteller bieten dabei gesonderte Akku-Garantien von 120.000 Kilometern (Dacia) bis 240.000 Kilometern (Tesla) oder eine Dauer von 8 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass eurem E-Auto die Puste noch nicht so schnell ausgeht.

Bis etwa 2000 Ladezyklen halten moderne Batterien aus, ohne, dass die Ladekapazität merklich abnimmt. Manche Lithium-Ionen-Akkus halten sogar bis zu 3000 Ladungen aus. Verwenden wir den oben genannten Reichweiten-Standard von 300 Kilometer, kommen wir auf eine theoretische Distanz von 600.000 Kilometern.

Manche Tesla-Fahrzeuge haben mittlerweile schon über 800.000 Kilometer zurückgelegt. Stillgelegt wurden die Autos zwar, allerdings war nie die Batterie das Problem (Quelle: Automobilwoche).

Elektroauto-Batterie schonen: Das könnt ihr unternehmen!

Voll tanken oder leer fahren?

Bei unserer Beispielrechnung haben wir einen Faktor rausgelassen: Voll zu laden sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Besser ist es, die Batterie nur bis 80 Prozent und dafür öfter zu laden.

Gleichzeitig solltet ihr die Batterie nie komplett entladen. Wie bei eurem Smartphone fühlt sich das Auto bei einer Ladung von 50-70 Prozent am wohlsten. Solange ihr allerdings Tiefenentladung vermeidet, also einen Zustand unter 20 Prozent, tut ihr dem Akku schon einen großen Gefallen.

Schadet Schnellladen dem Akku?

Das Schnellladen ist zwar sehr praktisch, sollte aber ab und an von einer Schnarchladung unterbrochen werden. Gönnt eurem Akku gelegentlich eine Pause in Form einer langsamen Ladung und er wird es euch danken.

Mit der heimischen Wallbox wie von The Mobility House könnt ihr zudem das intelligente Batteriemanagementsystem eures E-Autos voll ausnutzen. Die automatische Steuerung sorgt dafür, dass euer Akku besonders schonend und gleichmäßig auf den Idealwert von 80 Prozent geladen wird. Das System kommt auch bei schwankenden Umgebungstemperaturen gelegen.

Spielt die Umgebungstemperatur eine Rolle?

Ja, auch die Außentemperatur hat Auswirkungen auf den Energietank. Wohnt ihr in besonders kalten Gefilden, empfehlen wir euch, das Auto direkt nach der Fahrt aufzuladen. Denn so ist der Akku noch leicht warm und tut sich beim Aufladen leichter. Anders verhält es sich bei Hitze. Welche Auswirkung heiße Umgebungstemperaturen auf E-Autos haben, lest ihr hier:

Kann ich meinen Tesla einmotten?

Längere Standzeiten können unter Umständen eurer E-Auto-Batterie schaden. Wisst ihr bereits, dass ihr das Auto für längere Zeit abstellen müsst, solltet ihr es an einem trockenen und geschützten Ort parken. Achtet dabei zusätzlich darauf, dass die Batterie rund 50 Prozent geladen ist. Steht das Auto mehrere Monate lang, solltet ihr gelegentlich nach dem Akku sehen und diesen gegebenenfalls auf einen Ladezustand von 60 Prozent auffüllen.