Wie lange die Batterie eines Elektroautos hält, hat viel mit dem Umgang des Fahrers mit dem Akku zu tun. Schnellladungen sind zwar sehr praktisch, aber sind diese auf Dauer schädlich? Was ist überhaupt eine sogenannte „Schnarchladung“?

 
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E-Auto mit „Schnarchladung“ laden

Eine „Schnarchladung“ beschreibt im Prinzip das genaue Gegenteil des Schnellladens bei Elektroautos oder Plug-In-Hybriden. Anstatt auf Tempo, setzt man bei diesem Vorgang auf vergleichsweise langsames Laden. Eine genaue Definition gibt es nicht unbedingt, gemeint sind aber AC-Ladungen, also Wechselstrom, bis zu 22 kW. Zum Vergleich: Schnellladen beschreibt das Laden an öffentlichen Gleichstrom-Stationen (DC) ab 50 kW. Handelsübliche Wallboxen für die heimische Garage sind für „Schnarchladungen“ ideal.

Holt euch für die Installation einer solchen Wallbox (bei Süwag ansehen) unbedingt einen Installateur, da die die betroffenen Stromleitungen in eurem Hausnetz auf ihre Belastbarkeit geprüft werden müssen. An einer normalen Steckdose solltet ihr euer E-Auto keinesfalls anstecken, da ihr damit viel kaputt machen könnt. Zu den Folgen können rausgeflogene Sicherungen oder sogar Kabelbrände gehören. Dank extra Fehlerstrom- und Schutzschalter schützt eine Wallbox vor solchen Worst-Case-Szenarien. Informiert euch zudem ausreichend zu Auto-Strom-Tarifen, denn damit könnt ihr euch viel Geld sparen.

Weitere Informationen zu Wallboxen und Co. findet ihr hier:

Auf Schnellladungen verzichten: Was ist der Sinn dahinter?

Je mehr Strom auf einmal in den Akku strömt, desto stärker wird dieser belastet. Mit der Zeit reduziert das Schnellladen also die Lebensdauer der Batterie. Mit der „Schnarchladung“ soll der Akku geschont und damit die Lebensdauer verlängert werden, schließlich ist er das wichtigste Bauteil des E-Autos.

Wenn ihr ausschließlich mit voller Power ladet und damit regelmäßig Überhitzungen in Kauf nehmt, verändern sich mit der Zeit die Materialeigenschaften innerhalb des Akkus. Aufgrund dieser sogenannten „Degradation“ sinkt die Ladekapazität sowie die Beschleunigungsleistung. Das Phänomen geschieht natürlich, die Schnellladungen beschleunigen den Prozess allerdings maßgeblich.

Was ihr sonst noch hinsichtlich eures E-Auto-Akkus beachten müsst und wie ihr ihn richtig schont, das lest ihr hier:

Wie lädt man sein E-Auto richtig?

Das richtige Laden des Herzstücks eures Stromers will also gelernt sein. Das soll nicht bedeuten, dass ihr unterwegs komplett auf Schnellladestationen verzichten sollt. Schließlich will man nicht den ganzen Nachmittag an der Autobahn-Raststätte verbringen. Viel eher ist es das ständige Versorgen mit starkem Gleichstrom an öffentlichen Ladesäulen, die den Lithium-Ionen-Akku nach und nach abnutzen.

Plant daher regelmäßig Schnarchladungen, ladet euren Akku über Nacht gemächlich auf den Zielwert von 80 Prozent auf und gönnt damit der Batterie etwas Erholung. Entsprechende Apps, mit denen ihr eure Wallbox steuern könnt, Ladetimer sowie das intelligente Batteriemanagementsystem eures Autos greifen euch hierbei unter die Arme.

Weitere Tipps zum Laden eures E-Autos findet ihr in diesem Ratgeber: