Sie sind eine Geißel der Großstädte: Falschparker. Wo Parkplätze knapp sind, gehen Fahrer beim Abstellen ihres Autos Risiken ein. Damit gefährden sie nicht nur den Inhalt ihres Geldbeutels, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Was ihr bei der Meldung von Falschparkern beachten solltet und wie ihr das auch per App erledigen könnt, erfahrt ihr hier.

 
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So meldet ihr Falschparker richtig

Eigentlich ist das Anzeigen von Verkehrssündern ganz einfach. Ruft bei der nächstgelegenen Polizeistation an – in akuten Fällen kommt sogar der Notruf infrage – und gebt die erforderlichen Daten an. Dazu gehören:

- Tatort und Tatzeit
- Amtliches Kennzeichen des falsch geparkten Wagens
- eure Daten bzw. die des Anzeigenden

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Eure persönlichen Daten müsst ihr angeben, damit ihr gegebenenfalls als Zeuge im Ordnungswidrigkeitsverfahren angeführt werden könnt. Anonyme Meldungen werden nämlich nicht verfolgt. Solltet ihr eingeparkt sein oder anderweitig behindert werden, besteht sogenanntes „berechtigtes Interesse“. In diesem Fall dürft ihr auch ein Foto der Situation machen. Ist das nicht der Fall, solltet ihr bei Fotos Vorsicht walten lassen. Warum das so ist, lest ihr weiter unten.

Falschparker-App: Die schnelle Lösung gegen Parksünder?

Noch simpler wird die Meldung mit Apps wie falschparkermelden.de oder Wegeheld – zudem vermeidet ihr damit die Wahl des Notrufs und erleichtert die Priorisierung bei der Polizei. Beide Apps sind kostenlos für Android und iOS verfügbar. Software wie diese wird von zahlreichen Ordnungsämtern in Deutschland gefördert und ist legal. Hat jemand euch euren privaten oder gewerblichen Stellplatz geklaut, ist falschparkermelden.de die richtige Wahl. Einen anderweitigen Verstoß könnt ihr mit der App nicht melden, dafür eignet sich Wegeheld.

Wegeheld

Wegeheld

Entwickler: Martin Wilhelmi

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App-Tipp: falschparkermelden.de

Nach der Registrierung könnt ihr bei falschparkermelden.de euren Parkplatz sowie eure Bankdaten hinterlegen. Je nach Schwere des Verstoßes erhaltet ihr nämlich bis zu 40 Euro pro erfolgreich gemeldetem Falschparker aus den Schadensersatzzahlungen.

falschparkermelden.de

So meldet ihr einen Falschparker über die App: Gebt zunächst alle erforderlichen Daten ein. Dazu gehören Bilder vom Kennzeichen, der Vorderseite und Rückseite sowie eines, das die ganze Situation übersichtlich darstellt. Tragt das Kennzeichen des Parkplatzdiebes ein und teilt mit, welchen eurer hinterlegten Parkplätze er blockiert.

Nachdem ihr den genauen Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) gemeldet habt, könnt ihr den Grund für die Anzeige nennen und die Schwere des Verstoßes schätzen. Abschließend informiert ihr noch über Marke, Modell und Farbe des falsch geparkten Fahrzeugs. Falls ihr noch Anmerkungen habt, könnt ihr auch diese vor dem Absenden der Meldung in dem entsprechenden Kästchen hinterlegen. Um alles Weitere kümmert sich die App.

App-Tipp: Wegeheld.de

Mit Wegeheld könnt ihr Falschparker fotografieren, anschließend auf der Karte markieren und mit allen weiteren, notwendigen Daten versehen. Sind Hersteller, Farbe und Kennzeichen eingetragen, ergänzt ihr die Meldung mit dem genauen Zeitpunkt und der Schilderung des Verstoßes sowie der Information ob eine Behinderung vorlag.

Anschließend ermittelt die App für euch das zuständige Ordnungsamt. Sobald ihr eure persönlichen Daten eingetragen habt, könnt ihr die Meldung an das Ordnungsamt übermitteln.

Falschparker melden: Das solltet ihr keinesfalls tun!

Eine Sache ist dabei sehr wichtig. Unter keinen Umständen solltet ihr Bilder von dem falsch parkenden Auto mit sichtbarem Kennzeichen auf Social Media hochladen. Da amtliche Kennzeichen personenbezogene Daten im Sinne der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind, kann euch die Veröffentlichung in echte Schwierigkeiten bringen. So könnt ihr vom Landesamt für Datenschutzaufsicht verwarnt werden und 100 Euro Strafe aufgebrummt bekommen. (Quelle: BR) Damit kann der Verstoß gegen die DSGVO fast so teuer werden wie das Falschparken selbst.