Immer wieder hört oder liest man den Ausdruck „Guilty Pleasure“. Der Begriff kann in verschiedenen Zusammenhängen vorkommen, etwa bei Musik, Filmen und Serien. Worum handelt es sich dabei und was bedeutet „Guilty Pleasure“ auf Deutsch?

 
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Der Begriff stammt aus der englischen Sprache und kann auf viele Alltagshandlungen angewandt werden.

Was bedeutet „Guilty Pleasure“ auf Deutsch?

Auf Deutsch übersetzt bedeutet es so viel wie „schuldiges Vergnügen“, „peinliches Vergnügen“, „Spaß mit Gewissensbissen“ oder auch „Vergnügen mit Reue“.

Im Hinblick auf Filme, Serien, Musik oder auch Games versteht man unter einer „Guilty Pleasure“ also einen Titel, der eigentlich schlecht und peinlich ist, den man aber heimlich sehr mag und verschlingt. Auch wenn ein Inhalt eigentlich nicht zum spezifischen Geschmack einer bestimmten Person passt, handelt es sich dabei um seine „Guilty Pleasure“. Einige Beispiele dafür:

  • Ein Musikliebhaber, der ausschließlich dem Black-Metal verfallen ist, hört heimlich Alben von Britney Spears.
  • Ein Filmliebhaber, der seine Zeit nur tiefgründigen „Arthouse“-Filmen widmet, lacht sich beim neuesten Jackass-Film schlapp.
  • Ein „Connaisseur“ der Musikgeschichte mischt immer wieder Schlager- und Ballermann-Hits in seine Spotify-Playlist mit den Lieblingssongs.
  • Ein „Arte“-Ultra schaut gespannt beim Wrestling-Entertainment der WWE zu.
  • Ein Hardcore-Gamer, der sonst nur „Dark Souls“-ähnliche Spiele spielt, verbringt viel Zeit mit der „Candy Crush Saga“.

Weitere Beispiele für „Guilty Pleasures“ von Twitter-Nutzern:

Guilty Pleasure: Beispiele & Bedeutung

Ein „Guilty Pleasure“ kann also ein Film oder anderer Medieninhalt sein, den man eigentlich gar nicht mag und trotzdem sehr davon angezogen wird. Der Begriff ist aber nicht auf Medieninhalte beschränkt. Stattdessen kann man peinliche Laster aus jedem Lebensbereich dazu zählen. So gehört auch das heimliche Futtern von einer Tafel Schokolade auf einmal oder der Konsum von sechs Dosen Bier alleine vor dem eigenem Schreibtisch zu den Sachen, die man eigentlich verschweigen möchte, aber trotzdem voller Vergnügen durchführen kann. Das „heimliche Vergnügen“ steht völlig im Kontrast zu den eigenen Interessen. Eindeutig lässt sich natürlich nichts dem Gebiet der „Guilty Pleasure“ zuordnen, da jeder Geschmack anders ist und man in vielen Bereichen nicht lediglich auf ein Format oder Genre festgelegt ist.

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Daher kann man den Ausdruck auch nicht allgemein erklären und definieren. In der Regel handelt es sich dabei einfach um Vorlieben, die man nicht nach außen hin kommuniziert, sondern im Verborgenen hält. Besonders beliebte „Guilty Pleasures“ sind Trash-TV-Sendungen oder auch „Bad Taste“-Partys, bei denen man sich absichtlich schlecht kostümiert, sich beim Zuschauen aber gleichzeitig auch irgendwo wohlfühlt.

Weißt du, wofür diese alltäglichen Dinge gedacht sind?

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