SSDs kaufen: Tests und Kauftipps für die Festplatten-Alternative

Sebastian Trepesch

Beim Kauf einer SSD muss man ein paar Dinge beachten. GIGA gibt Tipps und hat Testsieger für die schnelle Festplattenalternative gesucht. Die Grundlagen zu SSDs gibt es vorab im 50-Sekunden-Video:

Was sind SSDs?

SSDs sind in Laptops und Computern mittlerweile Standard, denn der Preis ist in den letzten Jahren stark gesunken. Im Vergleich zu klassischen Festplatten (HDD) sind Solid State Drives leise, robust und energiesparend, da keine mechanischen Teile eingesetzt werden. Zudem sind sie schnell: Viele alte Rechner könnte alleine der Tausch einer HDD in eine SSD einen ordentlichen Geschwindigkeitszuwachs bringen. Mein altes MacBook Pro, Baujahr 2009, erledigt Standardaufgaben dank Speicher-Upgrade auf SSD immer noch solide. Der Einbau war nicht schwer (siehe zum Beispiel die Hinweise zum SSD-Einbau im Mac oder im Windows-PC sowie die Videoanleitung für den Mac mini). Bei neueren Geräten ist der Einbau dagegen oft schwierig, wenn nicht sogar für den ungeübten Nutzer unmöglich.

Ausgebaute Festplatten können wir weiterhin nutzen: zum Beispiel in einem  oder sogar als zweite Festplatte im MacBook oder PC. Wer seinen Rechner umrüsten beziehungsweise mit mehr Speicherplatz versehen möchte oder wer sich einfach eine externe SSD kaufen will, sehe sich folgende Testsieger an und beachte die Kauftipps.

Inhalt

  1. Testsieger und Empfehlungen im Überblick
  2. SSDs: Die Testsieger im Einzelnen
    1. Samsung 860 EVO
    2. SanDisk Extreme Pro Portable SSD
    3. Mushkin Pilot-E
  3. Unsere Preis-Leistungs-Tipps
  4. Interne SSD: Was ihr wissen solltet
  5. Externe SSD: Was ihr wissen solltet

Die besten SSDs im Test: Testsieger und weitere Empfehlungen im Überblick


Testsieger: Die besten SSDs

Interne SSD 2,5 Zoll: Samsung 860 EVO 1 TB

Sie ist ideal, um die alte 2,5-Zoll-HDD in einem Laptop oder MacBook abzulösen: die Samsung 860 EVO. Laut Hersteller erreicht sie Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 550 MB/s beziehungsweise 520 MB/s. Reichen 1 TB Speicher nicht aus, kann man sogar auf eine 4-TB-Ausführung zurückgreifen. Computerbild bescheinigte der 860 EVO im SSD-Vergleich von Dezember 2019 ein sehr hohes Tempo beim Lesen, Schreiben und den Zugriffszeiten und hob sie auf das Siegerpodest der internen SSDs.

Vorteile:

  • Schnell

Nachteile:

  • -

Externe SSD: SanDisk Extreme Pro Portable SSD

Wer einen USB-C-Anschluss an seinem Rechner hat, fällt mit dieser externen SSD in einen Geschwindigkeitsrausch: Im Test der SanDisk Extreme Pro Portable SSD auf GIGA ermittelten wir Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 850 bis 890 MB/s. Wenn der interne Speicher nicht mehr ausreicht, kann man auf diese Weise schnellen NVMe-Speicher extern nachrüsten – und das noch in einem kompakten, wasserbeständigen Gehäuse.

Vorteile:

  • Sehr schnell
  • Hochwertiges und robustes Gehäuse
  • Zwei Kabel (USB C und USB Typ A) liegen bei

Nachteile:

  • Anschlusskabel kurz

M.2-SSD: Mushkin Pilot-E

Die Mushkin Pilot-E ist ein PCIe-NVMe-Speicher in der Baugröße M.2 (2280). Als „unauffällig, aber schnell“ bezeichnet sie die c’t 23/2019 im Vergleichstest und lobt den großen SLC-Cache. Ein Testsieger wird hier zwar nicht genannt, die Zeitschrift empfiehlt die Pilot-SSD aber vor allem denen, die häufig mit großen Daten arbeiten.

Vorteile:

  • Sehr schnell
  • Großer Cache

Nachteile:

  • -

SSD kaufen: Unsere Preis-Leistungs-Tipps

Wer nicht das Schnellste vom Schnellen benötigt, bekommt hier noch zwei Tipps:

Als reiner Datenspeicher, zum Beispiel für die Musikmediathek, reicht die SanDisk SSD Plus aus, die es mit 480 GB Speicher schon für unter 60 Euro gibt.

Die Samsung Portable SSD T5 ist eine sehr hochwertige externe SSD. In der Geschwindigkeit kommt sie zwar nicht an die oben genannte SanDisk Extreme Pro Portable SSD heran, ist aber für die meisten Anwendungen völlig ausreichend.


Interne SSD kaufen: Was ihr dazu wissen solltet

Damit die SSD mit dem eigenen Rechner kompatibel ist, sollte man beim Kauf folgende Punkte beachten:

2,5 Zoll: Darauf muss man achten

Zwei Bauhöhen gibt es für SSDs im 2,5-Zoll-Gehäuse: 7 Millimeter und 9,5 Millimeter. Manchmal liegt einer flachen SSD ein kleiner Plastikrahmen bei, um sie im Bedarfsfall auf 9 Millimeter andicken zu können.

M.2: Darauf muss man achten

M.2-SSDs ersetzen zunehmend die 2,5-Zoll-SSDs in Laptops, weil sie kleiner sind. Beim Kauf kann man schon etwas mehr falsch machen. Hier muss man einerseits die richtige Länge wählen (üblich sind aber fast nur 2280er Module), andererseits die Schnittstelle. In der Dokumentation des Rechners (beziehungsweise Mainboards) halte man nach den Begriffen SATA beziehungsweise NVMe/PCIe Ausschau, um die richtige M.2 zu wählen. Außerdem müssen die Keys passen.

Externe SSD kaufen: Was ihr dazu wissen solltet

Wer extern eine SSD nutzen möchte, kann sich einen Speicher wie die SanDisk Extreme Portable SSD kaufen, oder holt sich eine interne SSD plus ein Gehäuse.

Externe SSD: Die Spezialisten

Speziell konzipierte Produkte sind klein, in einem hochwertigen Gehäuse verpackt und teilweise sogar wassergeschützt. Im Gegensatz zur Kombination von einer günstigen SSD mit einem günstigen Gehäuse bieten sie teilweise einen schnelleren Speicher und eine schnellere Schnittstelle.

Beim Kauf einer externen SSD (oder eines SSD-Gehäuses) beachte man: Über welche Schnittstelle wird die Festplatte mit dem Rechner verbunden? Bei guten Produkten liegt ein USB-Adapter oder zweites Kabel bei, so dass man den Speicher sowohl an Ports USB Typ A, als auch USB C anstecken kann.

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Internen Speicher plus Gehäuse

Wer sich eine interne 2,5-Zoll-SSD plus externem Gehäuse kauft, kann oft günstiger wegkommen. Auch hier achte man auf die passende Schnittstelle. Entscheidend ist der USB-Standard nicht nur aus Kompatibilitäts-, sondern auch Geschwindigkeitsgründen: Wer eine interne SSD im USB-2.0-Gehäuse nutzt, verschenkt Potential. Das muss nicht schlimm sein (ich benutze zum Beispiel ein altes vorhandenes Gehäuse für die SSD mit meiner Musikmediathek). Beim Neukauf sollte man aber mindestens .

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Externe SSD kaufen: NVMe oder SATA?

Günstige SSDs sind SATA-Laufwerke. Für anspruchsvolle Aufgaben – zum Beispiel der Videobearbeitung – setze man lieber auf NVMe, das bietet eine deutlich höhere Performance und ist bei guten Rechnern als interner Speicher Standard. Bei externen Speichern findet man die NVMe-Technologie zum Beispiel in der oben genannten SanDisk Extreme Pro Portable SSD. Genaueres zu diesem Produkt inklusive unseren Messergebnissen siehe im Artikel: SanDisk Extreme oder Extreme Pro Portable SSD nehmen?

Reicht mir vielleicht eine noch billigere HDD?

HDDs sind für viele Einsätze heute einfach zu langsam. Selbst wenn nur Musik gespeichert ist, muss man zum Beispiel beim Starten einer Playlist recht lange warten, bis die Festplatte läuft und den Lesekopf an die richtige Stelle gefahren hat. Keine Frage, im Einsatz nutzt man am besten nur SSDs. Anders verhält es sich mit Daten, die man sehr selten benötigt oder Speicher für Backups. Hier kann man von der Preis- und Platzersparnis von HDDs profitieren. Daten, die jahrelang auf einer Platte im Schrank liegen, liegen auf diesen Festplatten zudem sicherer: SSDs wollen, um funktionstüchtig zu bleiben, immer mal wieder eingesetzt werden.

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Übrigens gilt: Regelmäßiges Backup durchführen ist Pflicht! Denn die Datenherstellung von einer defekten SSD ist nicht (bezahlbar) möglich. Wie zuverlässig die Hersteller ihre SSDs halten, dafür kann man die Länge der Garantiezeit als Maßstab heranziehen.

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