Bildbearbeitung auf dem Mac: Tipps für die Fotos-App von OS X

Sebastian Trepesch 2

In Sachen Bildbearbeitung bietet die Fotos-App von OS X Yosemite mehr, als sie sich auf den ersten Blick ansehen lässt. Wir geben Tipps, um Fotos auf dem Mac schnell und unkompliziert zu verbessern.

Bildbearbeitung auf dem Mac: Tipps für die Fotos-App von OS X

Manch Mac-Besitzer ist über die neue Fotos-App recht verärgert – zum Teil zu Recht. Schließlich wird sie uns von OS X Yosemite aufgezwungen, anstelle der bisherigen Tools: Mit der Fotos-App ersetzt Apple iPhoto und Aperture (Letztere können aber freilich noch weiterverwendet werden). Die Anwendung wird automatisch mit dem Update auf OS X 10.10.3 installiert.

Vorbereitungen für die Bildbearbeitung

Das Programm verwendet die iPhoto-Bibliothek, siehe auch Welche Daten bleiben (nicht) erhalten?

Ist das gewünschte Bild für die Bearbeitung noch nicht in der App, müssen wir es erst in diese Mediathek importieren – unpraktisch für den, der (wie ich) ein anderes Verwaltungssystem nutzt – zum Beispiel Lightroom. Doch der Import geht zügig, wir können das gewünschte Bild einfach vom Desktop in die Fotos-App ziehen (sofern nicht gerade ein Bild geöffnet ist). Für schnelle Bildkorrekturen eignet sich Fotos folglich trotzdem.

In den Einstellungen geben wir an, ob die Software unsere Bilder beim Import in den Mediatheksspeicher kopieren oder an der ursprünglichen Stelle gespeichert lassen soll. Genaueres siehe: Importieren von Bildern in die Fotos-App von OS X.

Tipp: Der Export muss nicht über den Weiterleiten-Pfeil laufen. Wir können auch für den Export das veränderte Bild einfach auf den Schreibtisch ziehen.

Bildbearbeitung auf dem Mac mit der Fotos-App

Mit den Bearbeitungs-Tools der Fotos-App können wir unsere Bilder verbessern. Das Programm behält immer die Originaldateien, das heißt: Unsere Bildkorrekturen können wir rückgängig machen, sollten uns die Einstellungen mal doch nicht mehr gefallen.

So, los geht es:
Haben wir ein Bild ausgewählt, öffnen wir den Bearbeiten-Modus ganz einfach mit der Enter-Taste (siehe auch Tastenkürzel für die Fotos-App). Hier finden wir rechts die Reiter:

  • Verbessern: Automatische Verbesserung – manchmal recht hilfreich, manchmal nicht.
  • Drehen: 90-Grad-Schritte.
  • Beschneiden: Zuschneiden und feines Drehen.
  • Filter: Voreinstellungen von Schwarz-Weiß bis Farbcharakteristika.
  • Anpassen: viele wichtigen Korrektur-Tools, siehe unten.
  • Retuschieren: Pinsel-Werkzeug, um störende Elemente zu Entfernen.

Die automatische Verbesserung wird sofort angewendet. Dagegen öffnen bei den Filtern einige Vorschauen, bei Anpassen diverse Tools. Mit cmd + z können wir die letzte Aktion rückgängig machen. Zudem bietet die App oben den Button Zurück zum Original, hier werden aber alle Anpassungen verworfen. 

fotos-app-mac-bilder-duplizieren

Tipp: Über den Befehl Duplizieren (per rechter Maustaste) können wir zwei verschiedene Versionen eines Fotos erstellen und gleichzeitig in der Bibliothek behalten (Screenshot oben).

Bilder bearbeiten: Anpassungen in der Fotos-App detailliert einstellen

Apple hat es meiner Ansicht nach geschafft, die Bearbeitungsmöglichkeiten simpel genug für Einsteiger zu halten. Fortgeschrittene Anwender können sich dagegen genauere Werkzeuge herauskramen.

bildbearbeitung-mac-fotos-app-buttons

Zunächst finden wir hinter dem Anpassen-Regler die drei Tools Licht, Farbe (Sättigung) und Schwarzweiß (inklusive Farbtonfilter). Gehen wir mit der Maus auf einen der Parameter (Bild oben), erscheinen die Buttons:

  • Blauer Haken: Bereits getätigte Änderungen ein-/ausblenden.
  • Tool-Name: Mit Klick hierauf können wir die Einstellungen zurücksetzen. Anpassung entfernen blendet das Werkzeug aus.
  • Auto: Automatische Korrektur.
  • Pfeil nach unten: Detaileinstellungen für das jeweilige Werkzeug.

Der Regler Licht beeinflusst mehrere Parameter. Tipp: Zunächst treffen wir hier eine Voreinstellung und wechseln dann in die Detaileinstellungen per Klick auf den rechten Pfeil. Hier erledigen wir feine Nachkorrekturen.

mac-fotos-app-licht

Ähnliches gilt für andere Werkzeuge.

Kommen wir nun, auf der zweiten Seite, zu den versteckten Werkzeugen und weiteren Möglichkeiten.

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