Google Chrome Adblock plus - ohne Werbung durchs Web

Marco Kratzenberg

Werbung prägt und trägt einen großen Teil des Internets. Ohne Werbung gäbe es die große Menge kostenloser Angebote nicht, denn von irgendetwas müssen die Betreiber ja leben. Andererseits übertreiben es manche Seiten auch und vor lauter Werbung sieht man den Inhalt nicht. Dann empfiehlt es sich, mit einem Werbeblocker zurückzuschlagen, denn Google Chrome bringt diese Möglichkeit im Auslieferungszustand leider nicht mit.

Zum Glück lässt sich der Browser spielend einfach mit Erweiterungen aufpeppen und eine der bekanntesten Erweiterungen dürfte Adblock plus sein, mit dem Google Chrome sich erfolgreich gegen Werbung wehren kann.

Wie funktioniert ein Google Chrome Adblock?

Adblocker sind keine intelligenten Programme, die zwischen Werbung und Content unterscheiden können. Vielmehr greifen sie auf Listen von Servern zurück, die normalerweise Werbung liefern. Wenn also die Seite geladen wird und mittendrin soll irgendwo etwas von beispiel-ad-server.com geladen werden, dann blockiert der Adblock das.

Aus diesem Grund sehen manche Seiten auch mit Adblocker ganz anders aus. Alles rückt zusammen, weil die Werbeblöcke fehlen.

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In Google Chrome Adblock plus installieren

Einer der bekannteste und besten Werbeblocker ist die Erweiterung Adblock plus. Es gibt sie für jeden Browser. In Google Chrome ist der Adblock in wenigen Augenblicken installiert und lauert dann im Hintergrund, um seine Arbeit zuverlässig zu verrichten.

Um Adblock plus zu Google Chrome hinzuzufügen, klicken Sie auf das Menü-Icon oben rechts im Browser. Danach auf „Tools“ und schließlich auf „Erweiterungen“.

Nun sehen Sie alle bereits installierten Erweiterungen und ganz unten auf der Seite einen Link “ Mehr Erweiterungen herunterladen“. Wenn Sie darauf klicken, wird der „Chrome Web Store“ geladen. Dort geben Sie in das Suchfenster „Adblock plus“ ein.

Ganz oben in der Liste steht der gewünschte Werbeblocker. Ein Klick auf das blaue Icon „Hinzufügen“ installiert ihn. Ab sofort sind Sie geschützt.

 

Google Chrome Adblock plus Screenshot

Ein kleines Stoppschild-Icon in der Adressleiste zeigt, wenn der Google Chrome Adblock aktiv ist. Mit einem Klick darauf kann man ihn auch auf einzelnen Seiten deaktivieren. Das ist immer dann nötig, wenn diese Seiten eine Erkennungssoftware nutzen und Ihnen gar nichts zeigen wollen, solange Adblock plus aktiv ist.

Den Adblock in Google Chrome fair einsetzen

In der Standardeinstellung zeigt der Werbeblocker immer noch einige Werbung an, die als „nicht so aufdringlich“ betrachtet wird. Tatsächlich sollte sich aber jeder vor dem Einsatz solcher Mittel mal Gedanken machen, wie die Medienwelt überhaupt funktioniert.

Zeitungen und TV-Sender leben nicht von Gebühren oder Kaufpreis. Das würde gar nicht ausreichen. Sie verkaufen Werbeflächen und können so rentabel arbeiten. Im Internet ist das genauso. Kommerzielle und private Seiten versorgen uns rund um die Uhr mit den Informationen und der Unterhaltung, die wir nicht mehr missen wollen. Riesenkonzerne wie Google bieten uns ein Rundumprogramm kostenloser Spitzenangebote – in der Hoffnung, dass jemand auch auf Werbung klickt.

Onlinezeitungen gehen aber mehr und mehr dazu über, ihre Seiten kostenpflichtig zu machen. Daran sind auch Werbeblocker schuld. Einige andere großartige Projekte wurden mittlerweile eingestellt, weil sie sich nicht finanzieren wollten. Eine Geiz ist geil-Gesellschaft nimmt sich das Recht, einfach zu nehmen und alles auszublenden, was nicht genehm ist. Die Konsequenz ist langfristig eine massive Ausdünnung der Angebote. Jede Werbung auszuschalten, ist also momentan eine Lösung. In der Zukunft kann sie bedeuten, dass die interessanten Angebote weniger werden. Das sollte man bedenken.

 

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