iPhone-Speicher voll? Platz schaffen durch Löschen von Apps, aufrüsten, auslagern und mehr

Sebastian Trepesch 14

Wer ein iPhone mit 256 GB Speicher besitzt, der kann über folgende Tipps nur müde lächeln. Wer aber mit 32 GB oder gar nur 16 GB iPhone-Speicher klarkommen muss, der wird öfter mal Platz schaffen müssen. Das kann man tun, wenn der iPhone-Speicher voll ist:

iPhone-Speicher voll? Platz schaffen durch Löschen von Apps, aufrüsten, auslagern und mehr

Überprüfe zuerst, welche Datentypen und Apps den größten Speicherplatz belegen. Gehe hierfür in die Einstellungen von iOS -> Allgemein -> iPhone-Speicher. Nach wenigen Sekunden zeigt das iPhone die größten Platzfresser an.

An dieser Stelle bietet das iPhone (ab iOS 11) zudem Empfehlungen an, wie man für freien Speicher sorgt:

iCloud-Fotomediathek: Die Fotos werden in einen Cloud-Speicher verlegt. Nachteil: Der kostenlose iCloud-Speicher ist nur 5 GB groß. Mit einem Backup und ein paar Fotos läuft er also schnell über. Wer kein kostenpflichtiges Abo abschließen möchte, sehe sich unsere weiteren Tipps an.

Apps auslagern: Eine praktische Funktion, bei der nur unbenutzte Apps bei geringem Speicherplatz ausgelagert werden. Nachteil: Eventuell hat man mal die benötigte App nicht zur Hand und muss sie über das Mobilfunknetz laden.

Automatisch löschen: Hierbei werden ältere Nachrichten (iMessage) und Anhänge gelöscht. Nachteil: Nicht jedermanns Sache, und räumt bei vielen iPhone-Besitzern nicht allzu viel Platz frei.

Album „Zuletzt gelöscht“: Hier kann man den Papierkorb mit gelöschten Bildern leeren – sinnvoll! Nachteil: Bringt in der Regel nicht allzu viel.

Persönliche Videos überprüfen: Hier sieht man, welche eigenen Videoaufnahmen besonders viel Platz benötigen. Clips, die man nicht mehr braucht, wischt man nach links und löscht sie. Nachteil: Was weg ist, ist weg.

Welche weiteren Möglichkeiten gibt es, Platz auf einem vollen iPhone-Speicher zu schaffen?

iPhone-Apps löschen versus Apps auslagern

Tippe in den Einstellungen -> Allgemein -> iPhone-Speicher auf eine App. Zwei Optionen stehen zur Wahl: Beim Auslagern einer App bleiben die App-Daten auf dem iPhone. Im Beispielbild schafft man also 688 MB Platz. Die App selbst kann man später wieder aus dem App Store laden (sofern es sie noch gibt).

Beim Löschen einer App werden die zugehörigen persönlichen Daten – also bei iMovie die Filmprojekte mit dem Videomaterial – gelöscht. Dadurch schafft man zwar viel mehr Platz (im Beispiel 7,7 GB), aber die persönlichen Daten sind weg. Man sollte alles Wichtige also vorher auf dem Rechner abspeichern.

Einzelne App-Daten löschen

In manchen Fällen lohnt es sich, in die App zu gehen und dort aufzuräumen. Zum Beispiel einen heruntergeladenen Film in Amazon Prime löschen, Dokumente in einem Dateispeicher oder Anhänge in WhatsApp beseitigen. Denn in den iOS–Einstellungen lassen sich diese Daten nicht einzeln löschen, sondern nur komplett.

Ausnahme: Bei manchen Apple-Apps kann man einzelne Dateien schon in den Speichereinstellungen von iOS löschen. Zum Beispiel sieht man hier die größten Anhänge von iMessage und kann sie löschen.

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24 iPhone-Funktionen: Diese Anfänger-Tricks sollte jeder kennen.

Podcasts und Musik löschen

Von Podcasts und Musik – zumindest, wenn sie über ein Apple-Music-Abo geladen wurden – kann man sich in der Regel problemlos trennen. Auf dem iPhone erledigt man das am besten auch wieder in den Einstellungen -> iPhone-Speicher. In der Liste der Apps werden Podcasts und Musik gelistet, nur dass man nicht eben die gesamten Daten der jeweiligen App löschen muss, sondern einzelne Podcasts, Interpreten etc. heraussuchen kann.

Nutzer von Apple Music können in den iOS-Einstellungen -> Musik -> Speicher optimieren festlegen, dass bei knapp werdendem Speicherplatz automatisch die Musiktitel gelöscht werden, die man lange nicht angehört hat.

Für Podcasts gibt es in den Einstellungen -> Podcasts die Möglichkeit, gespielte Folgen automatisch löschen zu lassen.

Fotos auf den Rechner übertragen

Wer viel filmt und fotografiert, wird schnell einen Großteil des iPhone-Speichers mit eigenen Medien belegen. Am besten überträgt man die iPhone-Fotos auf einen Mac oder PC wie von einer Digitalkamera – sprich mit Kabel und einem Foto-Import-Programm. Hierbei kann man gleichzeitig die Medien vom iPhone löschen.

Wer sich nicht scheut, seine Fotos an Google zu übertragen, kann sie in einer leicht verkleinerten Version kostenlos über diese App auf einen Cloud-Speicher sichern:

Google Fotos
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Externen Speicher nutzen

Unterwegs kann oder mag man aber nicht seine Fotos auf einen Rechner übertragen. Dank Speichersticks mit USB und Lightning-Stecker, , lagert man sie bei Speicherplatzmangel aus. Die Speicher lohnen sich zudem für Filme, die man sich für eine Reise mitnehmen möchte.

iPhone-Speichersticks bei Amazon *

Doch Achtung: Gewöhnliche App-Daten (auch Filme aus Amazon Prime) kann man hier nicht abspeichern.

Andere Dateien löschen

Und noch einen Speicherfresser gibt es: „Andere Dateien“ beziehungsweise „Sonstiges“. Darunter zu verstehen sind zum Beispiel weitere App-Daten, Mails, aber selten auch unvollständig geladene Anwendungen. Wer Gigabytes an anderen Dateien besitzt, der sollte sie löschen.

Dieser Weg funktioniert wohl nur manchmal: Öffne iTunes auf einem Rechner und schließe das iOS-Gerät mit einem Kabel an. Entsperre das Gerät und bestätige die „Vertrauen“-Meldungen. Warte einfach einige Minuten – das soll oft schon reichen.

Funktioniert das nicht, muss man ein Backup (am besten verschlüsselt, in iTunes) anfertigen, Wiederherstellen klicken, den Dialogen folgen und abschließend das Backup wieder aufspielen. Das dauert aber.

iPhone-Speicherplatz aufrüsten per Cloud

Speicherplatz kann man auf dem iPhone zwar nicht über eine Speicherkarte aufrüsten, aber immerhin über Cloud-Dienste. Am einfachsten bucht man in den Einstellungen von iOS -> Benutzername -> iCloud -> Speicher verwalten -> Speicherplan ändern zusätzliche Gigabyte an Online-Speicher bei Apple. Da die Dateien-App von iOS auch andere Cloud-Dienste unterstützt, kann man mit Einschränkungen auch Dropbox, Google Drive und weitere Anbieter verwenden. 

Weitere Tipps für iOS im Video:

12 iOS-Tipps, die du kennen solltest.

iPhone-Speicher voll? Fazit

Leider lässt sich das iPhone nicht einfach mit einer Micro-Sim-Karte aufrüsten – wie das bei einigen Android-Geräten möglich ist. Weise ist, wer beim Smartphone-Kauf gleich eine ausreichende Größe wählt. Ansonsten muss man eben aufräumen, wobei die Speicherverbraucher vor allem bei den Filmen und eigenen Fotos sowie Videos zu finden sein dürften. Eine akzeptable Option sind zudem die 50 Gigabyte iCloud-Speicher für verschmerzbare 99 Cent pro Monat.

Das iPhone-Feature-Quiz: Ab wann gab es eigentlich…?

Du hast den Überblick über alle jemals vorgestellten Features von iOS fürs iPhone und iPad? Tatsächlich? Wow! Aber so ganz glauben können wir dies noch nicht. Bevor wir in den Staub fallen und vor dir niederknien, musst du uns deine geistige Überlegenheit zunächst in diesem Quiz beweisen.

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