Windows XP aufräumen und optimieren und schneller machen

Marco Kratzenberg

In Windows XP gibt es einige Punkte, denen man regelmäßig seine Aufmerksamkeit schenken muss, damit der PC nicht zusehends langsamer wird. Viele Programme legen temporäre Dateien an, ohne diese wieder zu beseitigen. Browser speichern Monate der Benutzung in Form einer kompletten Chronik. Und zwischendurch werden Programme installiert und nie wieder gebraucht. Wenn der Computer dann anfängt zu kriechen, muss man sein Windows XP aufräumen!

Windows XP aufräumen: Unbenutzte Programme deinstallieren

Das Internet hat uns allen die Softwareszene direkt ins Haus gebracht und auf einmal merken wir, dass es von jeder Anwendung Dutzende gibt – und viele sind kostenlos. Da probiert man doch gerne mal etwas neues aus. Als Ergebnis haben wir ein überfrachtetes Startmenü, einen vollen Desktop und eine überfüllte Festplatte. Bevor so ein Zustand unsere PC-Arbeit erschwert und vielleicht sogar den PC langsamer werden lässt, wird es Zeit, mit einem kräftigen Besen durch die Softwaresammlung zu gehen.

Klicken wir auf den Startbutton und dann auf Einstellungen / Systemsteuerung / Software, dann öffnet sich das Fenster, in dem wir alle installierten Programme sehen und auch deinstallieren können. Durch diese Liste sollten wir uns regelmäßig klicken und alles beseitigen, das wir nicht wirklich benötigen. Bei vielen Programmen steht in der Information auch dabei, wann sie zuletzt verwendet wurden. Wenn das lange her ist – weg damit! Will man Windows XP aufräumen, dann ist hier die beste Stelle um anzufangen.

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25 Situationen, in denen Windows vollkommen versagt hat.

Windows XP aufräumen: Autostart entrümpeln

Jeder kennt es, man installiert ein kleines Tool und schon will es sich auch gleich in die Autostartgruppe eintragen. Dabei ist das oft gar nicht nötig und es würde völlig ausreichen, das Programm bei Bedarf manuell zu starten. Doch das Ergebnis ist eine Verlangsamung des Bootvorgangs, weil so viele Programme geladen werden müssen und eine Verlangsamung des ganzen Systems, weil Tools Hauptspeicher fressen, der ihnen eigentlich nicht zusteht. Wenn wir Windows XP hier aufräumen, dann können wir es damit auch gleich etwas beschleunigen.

Windows XP bringt zwar von sich aus ein Programm mit, um die Autostartgruppe zu bearbeiten, doch auf den Freewaresektor gibt es eine viel umfangreichere und praktischere Alternative. Das Tools Sysinternals Autoruns zeigt uns alle Programme und Dienste an, die beim Windowsstart geladen werden. Mit einem einfachen Klick können wir die jeweiligen Programme aktivieren bzw. deaktivieren. An dieser Stelle sollte man konsequent sein und alles abschalten, das nur selten benötigt wird. Wenn sich dadurch Störungen im normalen Betrieb ergeben, kann man das durch einen erneuten Start von Autoruns wieder rückgängig machen.

Windows XP aufräumen: Datenmüll gleich vermeiden!

„Wenn man vorher Ordnung hält, kann man sich das Aufräumen sparen“, hat meine Mama immer gesagt. Recht hatte sie! Viele überflüssige Dateien kann man sich ersparen, wenn man beispielsweise seinen Browser richtig einstellt. Während des Internetsurfens legen Browser nämlich jede Menge Daten im sogenannten Cache ab. Im Grunde sind das nur mehrere Ordner auf der Festplatte, in denen der Browser alles speichert, was er bislang geladen hat. Dann kann er das nämlich beim nächsten Besuch von der Platte holen und spart so Ladezeiten. Das war der Grundgedanke. Der ist aber alt und stammt noch aus Zeiten, zu denen die Internetverbindung langsam war und sich Seite nur alle paar Wochen änderten. Heute muss ein Browser sowieso alles neu laden und das geht blitzschnell.

Was spricht also dagegen, dem Browser das Festplattenlager gleich zu verbieten? Wenn wir später Windows XP aufräumen, brauchen wir uns um etliche Megabyte an Dateileichen keine Gedanken zu machen.

Die nötigen Einstellungen verbergen sich bei Firefox hinter Extras / Einstellungen / Datenschutz. Je nach Browserversion (die immer aktuell sein sollte!), können wir hier verschieden Einstellungen vornehmen. Im „Privaten Modus“ wird beispielsweise gar nichts auf der Festplatte gespeichert. Wir können hier aber auch ein Finetuning vornehmen, indem wir von Hand angeben, welchen Platz Firefox belegen darf. Und immer eine gute Idee ist, die Chronik und alle gespeicherten Daten beim Beenden des Browsers zu löschen.

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