Windows 10 Cloud: Was ist das? Einfach erklärt

Selim Baykara

Windows 10 Cloud nennt sich eine neue Version des Betriebssystems Windows 10. Bereits seit einiger Zeit machen entsprechende Gerüchte die Runde im Internet - jetzt sind auch die ersten Screenshots und ein ISO-Image aufgetaucht. Was hat es mit Windows 10 Cloud auf sich. Wann erscheint es? Und wo liegen die Unterschiede zum herkömmlichen Windows 10. Wir haben alle derzeit verfügbaren Infos für euch zusammengestellt.

Windows 10 Insider Program.

Update: Microsoft hat Windows 10 Cloud mittlerweile in Windows 10 S umbenannt.

Die ersten Gerüchte über die neue Windows-Version Windows-10-Cloud-tauchten bereits vor einiger Zeit auf, als Nutzer in der Insider Preview Build 15019 Hinweise darauf entdeckten. Bereits seit längerem wurde spekuliert, dass Microsoft an einem Cloud-basierten Betriebssystem arbeite, das über einen abgespeckten Funktionsumfang verfüge und Programme in der Cloud auslagere. Handelt es sich bei Windows 10 Cloud um dieses Betriebssystem?

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Windows 10 Cloud: Was ist das?

Wenn man es genau nimmt, ist der Name von Windows 10 Cloud irreführend, denn mit Cloud-Computing, also dem Bereitstellen von IT-Infrastruktur über das Netz hat das neue Betriebssystem nichts - oder nur sehr bedingt - zu tun. Stattdessen handelt es sich dabei eher um eine abgespeckte Version von Windows 10 mit reduziertem Funktionsumfang. Der Hauptunterschied: Windows 10 Cloud führt ausschließlich Apps aus, die man zuvor aus dem Windows Store herunterladen hat. Die Cloud ist also höchsten eine „Windows-Cloud“ bei der man sich alle benötigten Programme direkt aus dem Store von Microsoft herunterlädt. Damit ähnelt Windows 10 Cloud dem 2015 eingestellten Windows RT, das ebenfalls nur mit UWP-Apps (Universal-Windows-Platform) kompatibel war.

Im Unterschied zu Windows RT wird es in Zukunft wohl aber möglich sein, ein Upgrade durchzuführen. Wie das IT-Portal Petri berichtet, gibt es Hinweise darauf, dass Nutzer von Windows-10-Cloud auf Windows 10 Pro upgraden können. Bislang ist allerdings nicht bekannt, ob (und wenn: wieviel) das kosten wird. Unklar ist zudem, ob man durch das Upgrade zusätzliche Dateien herunterladen muss oder damit einfach die zunächst verschlossenen Features freischaltet.

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Windows 10: Die 10 besten Tuning-Tipps und Tricks.

Windows 10 Cloud: Nur für UWP-Apps

Auf den ersten Blick sieht Windows 10 Cloud identisch zu einer herkömmlichen Windows-10-Installation aus. Auch die Bedienung gestaltet sich wie gewohnt - wer allerdings versucht, eine App zu starten, die man nicht aus dem Windows-Store bezogen hat, bekommt die folgende Fehlermeldung angezeigt:

Einzige Ausnahme: Windows 10 Cloud startet einige Win32-Apps - allerdings nur solche, die mit Microsofts Projekt Centennial entsprechend angepasst wurden. Berichten zufolge scheint das aber nicht auf alle Apps zuzutreffen, so bereitet beispielsweise die Windows-32-Version von Evernote Probleme. Im Moment ist außerdem noch nicht ganz klar, auf welchen Rechnern Windows 10 Cloud zum Einsatz kommen soll. Denkbar sind preiswerte Laptops, mit denen Microsoft z.B. den von Google Konkurrenz machen könnte. Die bisher getesteten Builds liefen auf PCs mit dem Intel-Chipsatz - sollte Microsoft mit Windows 10 Cloud den Weg in den Niedrigpreis-Sektor einschlagen, liegt es aber nahe, dass auch ARM-Architektur unterstützt wird.

 

Wann erscheint Windows 10 Cloud?

Im Moment ist noch nicht klar, wann Windows 10 Cloud veröffentlicht wird. Die Tatsache, dass bereits Screenshots und ein ISO-Image in Umlauf sind, legt aber nahe, dass die neue Version in näherer Zukunft auf den Markt kommt. Denkbare Termine sind das Windows 10 Creators Update im April oder die Build-Konferenz im Mai. Wir halten euch an dieser Stelle natürlich auf dem Laufenden. Falls ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen wollt, zeigen wir euch hier, wie ihr Windows-10-Insider-Builds abrufen könnt.

Bildquellen: Petri, gHacks

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