Ghosten – was bedeutet das überhaupt?

Marco Kratzenberg

Ghosten beziehungsweise Ghosting sind typische Phänomene im Zusammenhang mit dem Internet und Smartphones. Zwar gab es ähnliche Verhaltensweisen schon immer, aber heutzutage werden sie durch die unpersönliche Kontaktaufnahme übers Internet begünstigt. Doch worum geht es eigentlich?

Wie man sich schon denken kann, kommen die Begriffe Ghosten und Ghosting vom englischen Wort „Ghost“, das so viel wie „Geist oder Gespenst“ bedeutet. Gemeint ist die Situation, dass sich eine Person plötzlich völlig zurückzieht und unsichtbar (wie ein Geist) macht. Bis dahin glaubte man noch, einen guten Kontakt zu ihr zu haben und plötzlich ist sie nicht mehr zu erreichen. In erster Linie bezieht man den Begriff auf die Internet-Dating-Szene.

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Wie zeigt sich ghosten?

Im normalen Umfeld ist ghosten eher selten und nur schwer durchzuziehen. Wenn man sich fast täglich irgendwo sieht, kann man sich nur noch aus dem Weg gehen. Nichts anderes ist Ghosten im Grunde – nur eben bezogen auf die üblichen Internet-Kontaktwege. Wenn jemand nicht mehr ans Telefon geht, auf Nachrichten über E-Mail, WhatsApp oder andere Messenger nicht mehr reagiert und die Lesebestätigung deaktiviert, dann spricht man vom Ghosting.

Erste Anzeichen können sein, wenn Nachrichten nicht mehr so schnell, so häufig, bereitwillig oder humorvoll wie vorher beantwortet werden. Wenn dann irgendwann gar keine Antworten mehr kommen und man möglicherweise sogar geblockt wird, dann seid ihr definitiv geghostet worden!

Im extremsten Fall kommen E-Mails als unzustellbar zurück, weil der Andere die Adresse gewechselt hat. Die Rufnummer stimmt auch nicht mehr und bei WhatsApp reagiert plötzlich eine ganz andere Person.

Welche Gründe gibt es fürs Ghosten?

Wie bei jeder Art von Beziehung hat Ghosten natürlich seine Ursachen. Möglichweise könnt ihr die vorangegangenen Nachrichten auf Hinweise für Unstimmigkeiten, Ablehnung und Rückzug untersuchen und werdet fündig.

Das muss aber nicht unbedingt sein. Manchmal verliert die oder der andere einfach das Interesse an dieser Art des Flirts. Vielleicht ist mittlerweile eine andere Person ins Leben getreten und es hat Klick gemacht?!

Das Hauptproblem beim Ghosten ist in den meisten Fällen, dass die andere Person sich nicht traut, Klartext zu reden. Probleme oder Streitpunkte werden nicht zur Sprache gebracht, was auch daran liegen kann, dass es eben doch nicht so wichtig ist. Da ist es leichter, einfach nicht mehr zu reagieren.

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Was tun, wenn man geghostet wird?

Wie heißt es in diesem lustigen Spruch? Wenn man hinfällt, soll man wieder aufstehen, die Krone gerade rücken und weiterstolzieren. Das ist es auch, was man jenen raten kann, die „Opfer“ eines Ghostings werden. Normalerweise würde man sich mit dem Anderen „aussprechen“, aber das geht ja nicht, wenn man ihn nicht mehr erreicht. Ihr seid, wie es im Volksmund heißt, „abgeblitzt“. Also schluckt euren Stolz runter und sucht nach jemandem, der besser zu euch passt.

Alle Versuche, sich wie ein Stalker doch noch durch die Nachrichtensperre zu drängeln, sind kindisch und Zeichen falschen Stolzes. An der Situation wird sich nichts ändern, aber ihr rutscht im Ansehen des Anderen vielleicht noch eine Stufe tiefer – das ist es nicht wert!

Dating-Apps boomen und sind auf immer mehr Smartphones zu finden. Was haltet ihr davon, euren Flirt oder die große Liebe per App zu suchen? Mit welcher App habt ihr die besten Erfahrungen gemacht? Teilt euer Wissen mit uns und unseren Lesern.

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