DAU: Was bedeutet die Abkürzung? Einfach erklärt

Robert Schanze

In Foren oder Chats taucht manchmal das Wort „DAU“ auf, das für den „Dümmsten anzunehmenden Nutzer“ steht. Wir erklären, was das genau bedeutet.

DAU: Was ist das?

Die Abkürzung DAU steht für „Dümmster Anzunehmender User“ (Dümmster anzunehmender Benutzer) und ist angelehnt an den GAU (Größter Anzunehmender Unfall):

  1. Der Begriff DAU beschreibt – neutral beachtet – Computernutzer, die kaum bis gar keine Ahnung von Computern haben,
  2. aber sich aus bestimmten Gründen dennoch mit Software oder Hardware-Technik auseinandersetzen (müssen).

Wenn im Internet von DAUs gesprochen wird, ist der Begriff oft abfällig gemeint im Sinne von:

  • „Da hätte man aber drauf kommen können!“      oder
  • „Wie hat er das geschafft? Das war doch DAU-sicher (idiotensicher)!“

Ein Beispiel:

  1. Eine Software, die für die breite Masse gedacht ist, sollte meistens DAU-tauglich entworfen werden.
  2. Dadurch wird gewährleistet, dass die meisten Menschen damit ohne Probleme klar kommen und nicht erst eine ewig lange Anleitung lesen müssen.
  3. Software, die durch DAUs zum Absturz gebracht werden kann, ist schlecht programmiert.

Der Begriff DAU ist also auch ein Qualitätsmaßstab, an dem Software- und Hardware-Produkte gemessen werden können. Ein DAU-taugliches Programm ist ohne Hintergrundwissen des Anwenders intuitiv benutzbar (Stichwort: Usability-Test, Benutzerfreundlichkeit).

Synonyme für DAU (negativ):

  • Idiot
  • Noob/Boon
  • BDU (Brain Dead User)
  • Luser (aus dem Englischen: Loser (Verlierer) + user (Benutzer)
  • picnic (problem in chair not in computer)

Der Super-DAU ist geboren

Wenn man das ganze überspitzen möchte, kann man auch vom „Super-DAU“ sprechen:

  • Grammatikalisch ist das genauso falsch wie der „Super-GAU“, denn ein DAU ist ja schon der „Dümmste anzunehmende User“, genauso wie GAU der größte anzunehmende Unfall ist.
  • Eine Steigerungsform gibt es also nicht, weil das Maximum bereits erreicht ist.

Die 33 dümmsten Fragen, die von DAUs stammen könnten:

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Die 33 dümmsten Fragen aus dem Internet.

DAU-Beispiel in der IT-Hotline

Hotline: Guten Tag in der IT-Hotline, was kann ich für Sie tun?
DAU: Guten Tag, mein Name ist Kunzelt. Ich habe ein Problem mit meinem Computer.
Hotline: Welches?
DAU: Auf meiner Tastatur fehlt die Eniki-Taste! Ein Programm verlangt diese Taste.
Hotline: Was ist das denn für ein Programm?
DAU: Das kenne ich gar nicht. Aber es will, dass ich die Eniki-Taste drücke.
Hotline: Was steht denn auf Ihrem Monitor?
DAU: Eine Foto.
Hotline: Nein, ich meine, lesen Sie mal vor, was auf Ihrem Monitor steht.
DAU: Samsung!
Hotline: Nein, was steht auf Ihrem Schirm, meine ich.
DAU: Moment, der hängt an der Garderobe…
Hotline: …!
DAU: So, jetzt habe ich ihn aufgemacht … da steht aber nichts!
Hotline: Herr Kunzelt, bitte schauen Sie mal auf Ihren Bildschirm und lesen Sie genau vor, was da geschrieben steht.
DAU: Ach so, da steht: „Please press any key to continue!“
Hotline: Ach, Sie meinen die „any-key-Taste“. Das ist Englisch für „irgendeine Taste“.
DAU: …
Hotline: Drücken Sie mal die Enter-Taste.
DAU: Oh, jetzt geht’s auf einmal. Das ist also die Eniki-Taste! Das könnten die aber auch drauf schreiben! Vielen Dank und auf Wiedersehen!
Hotline:

Weißt du, wofür diese alltäglichen Dinge gedacht sind?

Die Funktionen von Alltagsgegenständen sind uns inzwischen allen wohlbekannt, oder? Doch wofür ist die blaue Seite eines Readiergummis gedacht? Testet euer Wissen!

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