Dell XPS 15 2-in-1 (9575) im Test: 4K-Notebook mit Intel-AMD-Kombiprozessor

Peter Hryciuk

Das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) möchte mehr sein als nur ein normales Windows-Laptop. Durch das 360-Grad-Scharnier kann es in ein Tablet verwandelt werden. Doch die echte Besonderheit dieses 2-in-1-Notebooks steckt im Inneren. Wir haben uns das Dell-Convertible mit dem Intel-AMD-Kombiprozessor im Test genauer angeschaut.

Dell XPS 15 2-in-1 (9575) im Test: 4K-Notebook mit Intel-AMD-Kombiprozessor

Dell XPS 15 2-in-1 (9575) im Test: Inhaltsverzeichnis

Dell XPS 15 2-in-1 (9575): Produktvideo

Dell XPS 15 2-in-1: Das High-End-Convertible.

Unser Testurteil zum Dell XPS 15 2-in-1 (9575)

Das Dell XPS 15 2-in-1 ist eines der ersten 2-in-1-Convertibles, das mit Intels „Kaby Lake G“-Prozessor ausgestattet ist. Konkret handelt es sich um den i7-8705G Quad-Core. Dieser vereint einen leistungsstarken Intel Core i7 mit einer AMD-Vega-Grafikkarte, die sich durchaus zum Spielen eignet. Leistungstechnisch arbeitet diese Kombination auf dem Niveau eines Core i7 mit Nvidia GeForce GTX 1050. Der große Vorteil des kombinierten Prozessors liegt aber in der Platzersparnis. Da die CPU und GPU vereint sind, wird viel weniger Platz auf dem Mainboard gebraucht und die Notebooks können kleiner gebaut werden.

Das merkt man beim Dell XPS 15 2-in-1. Das Notebook ist mit 9-16 mm für ein 15,6-Zoll-Gerät sehr dünn und bringt gerade einmal 2.000 Gramm auf die Waage. Durch das InfinityEdge-Display sind zudem die Außenmaße sehr kompakt. Wer viel Leistung, ein großes Display aber einen gewissen Mobilitätsfaktor sucht, ist hier genau richtig.

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Dell XPS 15 2-in-1 (9575): Leistung im Test

Die allgemeine Performance des Dell XPS 15 2-in-1 ist sehr hoch, das darf man bei der Ausstattung mit dem Core i7, der AMD-Vega-GPU, 16 GB RAM und einer NVMe-SSD auch erwarten. Doch wie schnell genau. Die SSD stammt von Toshiba und erreicht folgende Werte:

Das ist zwar ein gutes Ergebniss aber nicht die schnellsten Lese- und Schreibwerte, die wir bisher in einem Notebook oder Convertible gesehen haben. Immerhin ist die SSD mit 512 GB großzügig bemessen. Ab und zu ist uns jedoch aufgefallen, dass das Entpacken von ZIP-Dateien unnötig lange dauert. Woran das lag, konnten wir nicht genau identifizieren.

Um die Grafikkarte zu testen, haben wir nicht nur Battlefield 1 installiert und gespielt, sondern auch 3DMark und Cinebench R15 ausgeführt. In der nativen 4K-Auflösung ist Battlefield 1 auf dem Dell XPS 15 leider nicht spielbar. Man muss die Auflösung auf Full HD reduzieren und die Details senken. Dann läuft das Spiel einigermaßen flüssig, sieht aber nicht mehr so toll aus. Außerdem wird das Notebook dabei sehr warm – was aber normal ist bei so einer Belastung. Kritisch werden die Temperaturen nicht.

Wer mehr Leistung benötigt, kann eine externe Grafikkarte anschließen. Zwei der vier USB-C-Anschlüsse unterstützen nämlich Thunderbolt 3. Kommen wir nun zu den Benchmarks.

In 3DMark hat das Notebook folgenden Wert erreicht:

Bei Cinebench R15 haben wir folgende Werte erreicht:

Und zum Schluss noch PCMark 8:

Kurioserweise wurde die Vega-GPU in PCMark nicht erkannt. Gut möglich, dass der Kombiprozessor einfach noch zu neu ist.

Dell XPS 15 2-in-1 (9575) besitzt zwei große Nachteile

Die kompakte Bauform hat aber auch Nachteile. Die Kühlung kommt uns etwas unterdimensioniert vor. Das flache Gehäuse hat wohl nicht mehr zugelassen. Merkt man aktuell bei diesen hohen Außen-Temperaturen deutlich. Das Notebook wird auch bei mittlerer Belastung spürbar warm und gibt diese Wärme teilweise nach unten aus. Auf dem Schoß arbeiten und dabei eine kurze Hose tragen? Das funktioniert nicht. Das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) wird dabei zu warm.

Der zweite Nachteil betrifft die Tastatur. Dell hat für das XPS 15 2-in-1 ein neues „MagLev Keyboard“ entwickelt. Die Tasten schweben dabei wie bei einer Magnetschwebebahn in der Luft und werden von Magneten in Position gehalten. Dadurch konnte man den Hub nochmals verkleinern. Auch nach über zwei Wochen konnten wir uns nicht an die Tastatur gewöhnen. Es fehlt an Hub, zudem sind die Tasten viel zu flach und ohne fühlbares Profil ausgefallen. Man trifft sehr oft die falschen Tasten. Die Leertaste lässt sich zudem viel zu schwer eindrücken, wenn man nur die linke oder rechte Seite trifft und nicht genau die Mitte. Insgesamt ist die Lautstärke beim Tippen auch unnatürlich hoch. Das können andere Hersteller besser.

Dell XPS 15 2-in-1 (9575): Dongle-Life

Das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) setzt voll auf den neuen USB-Standard Type-C und hat direkt vier solcher Anschlüsse an Bord. Auf der linken Seite zwei normale USB-C-Ports, auf der rechten Seite mit Thunderbolt 3. Daran lassen sich beispielsweise ein oder mehrere Monitore betreiben oder eine externe Grafikkarte anschließen. Im Lieferumfang ist ein USB-C-auf-USB-A-Kabel vorhanden. Einen HDMI-Adapter muss man sich selbst besorgen – oder halt einen USB-C-Monitor kaufen. USB-C-Adapter gibt es mittlerweile .

Speicherkarten normaler Größe passen nicht rein. Man muss auf microSD-Karten setzen. Eine Entscheidung, die wir nicht nachvollziehen könnten bei einem Laptop für professionelle Nutzer, die in ihren Kameras doch eher normal große Speicherkarten verwenden.

Dell XPS 15 2-in-1 (9575) mit Traumdisplay

Unser Dell XPS 15 2-in-1 (9575) ist mit einem traumhaften 4K-Display ausgestattet. Das InfinityEdge-Display besitzt extrem dünne Ränder, die Darstellung bei einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel ist kristallklar und der spiegelnde Bildschirm kann durch die hohe Helligkeit auch im Freien gut abgelesen werden. Optional wird ein Stylus unterstützt. Den Stift konnten wir aber nicht testen, da er uns nicht zur Verfügung gestellt wurde. Damit wird das XPS 15 2-in-1 im umgeklappten Zustand zu einem Grafiktablet. Die Scharniere sind absolut solide. Generell tritt das Dell-Convertible sehr kompakt und hochwertig auf.

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Das dürfte auch an den Materialien liegen, die im Dell XPS 15 2-in-1 (9575) Verwendung finden. Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts getan. Da bleibt Dell seiner Designlinie treu. Wir haben uns die Optik und Materialwahl im Detail angeschaut:

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Dell XPS 15 2-in-1 in Bildern: Ein echter Notebook-Traum in 4K.

Dell XPS 15 2-in-1 (9575) mit Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung

Das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) besitzt im Powerbutton einen Fingerabdrucksensor. Dieser arbeitet wie in einem Smartphone und lässt die Anmeldung per Windows Hello zu. Zusätzlich ist eine Infrarot-Kamera verbaut, mit der man sich mit seinem Gesicht anmelden kann. Funktioniert beides problemlos.

Die Position der Kamera unter dem Display ist aber nicht optimal. Das ist halt den dünnen Rahmen um das Display geschuldet.

Akkulaufzeit des Dell XPS 15 2-in-1 (9575) im Test

Unser Testgerät besitzt ein 4K-Display und die Top-Ausstattung. Das hat Nachteile bei der Akkulaufzeit. Während das Full-HD-Modell bei der Wiedergabe eines Videos bis zu über 15 Stunden durchhalten soll, werden beim 4K-Modell von Dell nur 9,5 Stunden angegeben. Doch auch die haben wir mit dem 75-Wh-Akku nicht erreicht. Mit voller Helligkeit sind wir auf 5,5 Stunden gekommen. Da das Display wirklich sehr hell ist, kann man die Helligkeit ohne Einbußen bei der Darstellung herunterregeln. Bei etwa 60% sind wir auf knapp über 8 Stunden gekommen. Wird das System belastest, sei es beim Schneiden eines Videos oder Spielen, dann sinkt die Akkulaufzeit natürlich rapide.

Fazit zum Dell XPS 15 2-in-1 (9575): Sind 2.500 Euro gerechtfertigt?

Das Dell XPS 15 2-in-1 ist ein  Premium-Laptop, das aus Aluminium und Carbonfaser gefertigt ist. Es wirkt unverwüstlich, ist aber recht schmutzempfindlich. Das 4K-Display ist ein Traum, senkt die Akkulaufzeit aber spürbar. Wer viel mobil arbeiten möchte, sollte auf das Modell mit Full-HD-Auflösung zurückgreifen. Netter Nebeneffekt: Man spart viel Geld. Technisch gesehen ist unsere Konfiguration auf einem sehr hohen Niveau. Besonders der Kombi-Prozessor von Intel mit AMDs Vega-Grafikkarte hinterließ einen guten Eindruck, wurde aber auch recht warm unter Last. Nicht kritisch, aber man spürt schon, dass hier ordentlich Leistung vorhanden ist. Dazu gibt es viel schnellen SSD-Speicher, genug RAM und dadurch eine sehr hohe Arbeitsleistung unter Windows 10. Ein Gaming-Notebook ist das XPS 15 2-in-1 aber nicht, dafür gehört es zu den leistungsstärksten Convertibles auf dem Markt.

Doch es gibt auch Punkte, die uns nicht gefallen. Selbst nach über zwei Wochen kamen wir mit der Tastatur nicht klar. Zu flach, zu laut und mit einem viel zu kurzen Hub ausgestattet. Auch wenn Dell das Notebook dadurch etwas dünner bauen konnte, rechtfertigt das nicht eine solche Tastatur. Die Position der Frontkamera unter dem Display ist unglücklich. Beim Videotelefonieren schaut man einem schön in die Nase oder auf die Finger beim Tippen, wenn man Notizen machen möchte. Und das Design? Kann man das kritisieren, wenn es sich nicht verändert aber trotzdem gut aussieht? Vermutlich nicht. Was wir uns für die nächste Generation wünschen würden? Lautsprecher neben der Tastatur. Damit würde der Klang noch besser herauskommen.

Ist der Preis unserer Konfiguration von 2.500 Euro nun also gerechtfertigt? Jein. Man bekommt mit dem Modell zwar fast die bestmögliche Ausstattung, könnte aber mit einem Core i5 und Full-HD-Display einige Hundert Euro sparen und hätte dann sogar noch eine längere Akkulaufzeit. Das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) ist also eine Empfehlung aber nicht in dieser doch sehr teuren Konfiguration. Dann lieber kleine Brötchen backen, eine günstigere Konfiguration wählen und trotzdem die gewohnte Qualität bekommen. Insgesamt konnte das Dell-Convertible im Test aber überzeugen.

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Dell XPS 15 2-in-1 (9575) im Test: Bewertung

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 5/5
  • Display: 5/5
  • Software: 4/5
  • Performance: 4/5
  • Video und Audio: 4/5
  • Konnektivität und Speicher: 4/5
  • Akku und Alltag: 3/5

Gesamtwertung: 83 %

Hinweis: Das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) wurde uns freundlicherweise von Dell zur Verfügung gestellt. Alle Details zum neuen 2-in-1 findet ihr auf der Dell-Produktseite.

Das hat uns am Dell XPS 15 2-in-1 (9575) gefallen

  • Herausragendes 4K-Display mit stabilem 360-Grad-Scharnier.
  • Tolles Design, das sich aber seit einigen Jahren nicht verändert hat.
  • Extrem hochwertige Materialwahl und Verarbeitungsqualität.
  • Infrarot-Kamera und Fingerabdrucksensor arbeiten in Verbindung mit Windows Hello sehr schnell und zuverlässig.
  • Hohe Performance unter Windows 10 und Programmen.
  • Zum Spielen brauchbar, wenn man die Grafikeinstellungen herunterschraubt.
  • Trotz 15,6-Zoll-Display kompakt und dünn gebaut.

Das fanden wir am Dell XPS 15 2-in-1 (9575) nicht so gut

  • Akkulaufzeit gut aber nicht herausragend. Liegt am 4K-Display, das sehr viel mehr Strom benötigt, als das Full-HD-Display.
  • Das „MagLev Keyboard“ kann nicht überzeugen. Vielleicht benötigt es noch mehr Eingewöhnungszeit.
  • Das Convertible wird unter Last spürbar warm. Die Lautstärke der Lüfter hält sich aber in Grenzen.
  • Nur ein microSD-Slot vorhanden.
  • Nur USB-C-Anschlüsse vorhanden. Ein USB-C-auf-USB-A-Adapter wird mitgeliefert.

Gut zu wissen

  • Alle Komponenten wie Speicher, Prozessor, RAM und selbst das WLAN-Modul sind auf der Hauptplatine verlötet. Nur die SSD nicht.
  • Das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) kann über alle USB-C-Anschlüsse mit dem mitgelieferten USB-C-Netzteil aufgeladen werden.
  • Im Notfall kann das Dell XPS 15 2-in-1 (9575) auch mit einem leistungsstarken Akku-Pack aufgeladen werden. Es sollte dabei aber nicht genutzt werden.
  • Die Beleuchtung der Tastatur kann in zwei Stufen in der Intensität verstellt und komplett ausgeschaltet werden.
  • Der optional erhältliche „Dell Premium Active Pen“ unterstützt 4.096 Druckstufen und kann somit präzise handschriftliche Eingaben umsetzen.

Dell XPS 15 2-in-1 (9575): Technische Daten unseres Testgeräts

Display  15,6 Zoll, 3.840 x 2.160 Pixel, IPS-Panel, InfinityEdge, Anti-Reflective
Prozessor Intel Core i7-8705G
Grafikkarte AMD Radeon RX Vega 870 mit 4 GB Videospeicher
Arbeitsspeicher  16 GB
Speicher 512 GB SSD
Frontkamera  HD-Webcam + Infratot-Kamera für Windows Hello
Betriebssystem Windows 10 Home
Akku 75 Wh
Konnektivität Killer-Wi-Fi 802.11ac 2×2, Bluetooth 4.1, 4x USB Typ C (2x Thunderbolt 3), Kopfhöreranschluss
Maße  354 x 235 x 9-16 mm
Gewicht  2.000 Gramm
Besonderheiten  Stereo-Lautsprecher, Fingerabdruckscanner, Infratot-Kamera, beleuchtete Tastatur, microSD-Slot
Preis (UVP) 2.499 Euro

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