Grundsätzlich sollte man seinen Mac ausschalten und vom Stromnetz trennen: So gelangt man einfacher an die Hardware, ohne allzu viele Kabel im Weg zu haben, und geht in Sachen Kurzschluss auf Nummer sicher.

Verwendet man Wasser, sollte man damit sehr sparsam umgehen. Ein nur leicht angefeuchtetes Tuch erzielt in den meisten Fällen die besten Ergebnisse. Auch chemische Reinigungsmittel können getrost im Schrank bleiben. Schließlich soll das Plastikgehäuse eines MacBooks, Maus und Tastatur sowie Bildschirme keinen Schaden nehmen. „Sprühen Sie Reinigungsmittel nicht direkt auf das Gerät“, schreibt der Hersteller auf seiner Webseite.

Bildschirme: Um einen guten Gesamteindruck erwecken zu können, sollte vor allem das Display sauber sein. Apple  empfiehlt simples, fusselfreies Tuch – beispielsweise aus Mikrofaser. Leicht angefeuchtet und auf keinen Fall tropfend lässt es den Bildschirm nach kurzer Zeit in neuem Glanz erstrahlen.

Auch hier gilt: Wenn man auf Reinigungsmittel nicht verzichten kann, sollte man spezielle Display-Reiniger verwenden. Damit keine Flüssigkeit in das Innere des Bildschirms gelangt, sollte das Mittel nicht direkt aufgesprüht werden. Gerade bei weißen MacBooks, die zwischen Display und Plastikrahmen einen Spalt aufweisen, ist dies wichtig.

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Die Geschichte des MacBook: 10 Jahre Innovation (Überblick)

Kunststoff-Gehäuse: Gerade bei MacBooks aus weißen Kunststoff  sammeln sich mit der Zeit Verunreinigungen an. Die glatten Plastik-Oberflächen sollte man sorgsam mit einem feuchten Tuch abwischen. Genügt dies nicht, um hartnäckigeren Schmutz oder Verfärbungen zu entfernen, wird des öfteren die Verwendung von Isopropylalkohol oder schleifmittelfreien (!) Brillenputztüchern empfohlen.

Für die Reinigung der Plastik-MacBooks in Unibody-Bauweise, die erstmals Ende 2009 erschienen und Mitte 2010 aktualisiert wurden, gibt Apple einen zusätzlichen Hinweis: Die rutschfeste, gummiähnliche Unterseite sollte man entweder mit einem 3M Gray-Microfasertuch oder einem farbstoff- und fusselfreien Tuch reinigen.

Aluminium-Gehäuse: Aluminium nimmt Schmutz nicht so hartnäckig an wie Kunststoff. Es genügt hier oft ein (leicht) angefeuchtetes Tuch, um das Gerät zu reinigen. Auch hier gilt: Man sollte auf die direkt im Gehäuse eingebetteten Anschlüsse achten und das Gerät nach der Reinigung etwas ruhen lassen, damit etwaige Restfeuchtigkeit entweichen kann.

Tastatur und Maus: Ja, es gibt sie noch, die Mäuse mit Scroll-Ball. Gerade bei älteren iMacs, die man verkaufen möchte, befindet sich die Mighty Mouse im Lieferumfang. Wer sie beilegen möchte, sollte darauf achten, dass diese funktionstüchtig ist. Will der Scrollball nicht mehr so, wie er soll, lässt sich nachhelfen.

Die Maus umdrehen und mit etwas druck auf einen Blatt (Lösch-)Papier oder Radiergummi kreisen. Schmutz, der ins Innere gelangte, wird so über kurz oder lang herausgetrieben. Die Sensorik arbeitet danach wieder spürbar besser.

Tastaturen sind das reinste Auffangbecken: Krümel, Haare, Staub und auch Pollen, die durch offene Fenster und Kleidung ins Zimmer gelangen, lagern sich unter den Tasten ab. Ab und zu hilft es, die Tastatur umzudrehen und kräftig zu schütteln - das gilt natürlich nur für externe Tastaturen.

Für eine gezieltere Reinigung kann man einzelne Tasten vorsichtig abnehmen. Das Wegpusten von Verunreinigungen ist nicht immer ohne Risiko: Der Atem enthält einen nicht zu unterschätzenden Anteil an Feuchtigkeit und die Elektronik unter der Tastatur, gerade bei Notebooks, freut das nicht im Geringsten. Druckluft ohne Feuchtigkeit aus der Sprühdose eignet sich dafür eher. Ebenfalls zu empfehlen ist ein Handstaubsauger, mit dem man sachte und auf die kleinste Stufe eingestellt die Tastatur überfliegt. Zu intensiv rubbeln sollte man auf den Tasten nicht. Sie sind nur bedruckt und könnten durch Reinigungsmittel ihre Identität verlieren.

Macs innen reinigen: Vorsicht ist geboten!

Luft und mit ihr Staub gelangt durch Lüftungsschlitze hinein und ist für den Anwender in der Regel nur mit einem gewissen Aufwand erreichbar. Mit einem Handstaubsauger kann man aber zumindest auf kleiner Stufe die Lüftungsschlitze vom Staub befreien. Steht der Rechner allerdings in einer extrem staubigen Umgebung, die auf Dauer die Funktion des Geräts bedroht, bietet iFixit.com Anleitungen, wie man im äußerten Notfall an das Innenleben eines Macs herankommt. Hier beispielsweise, wie man an den Lüfter eines Unibody-Plastik-Macbooks gelangt, um ihn behutsam (!) von übermäßigem Staub zu befreien. In der Regel sind Eingriffe in das Innenleben allerdings nicht nötig.

Wichtig: Hier gilt es, Ruhe zu bewahren, sehr bedacht und nur im Notfall ans Werk zu gehen und sich im Vorfeld zusätzliche Informationen über das Werkeln am offenen Mac einzuholen. Die Garantie geht dabei verloren, auch wenn dies bei einem Mac, der verkauft werden soll und seine Garantiezeit bereits überschritten hat, nicht zentral ist.

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