Das iPhone 12 ist ein voller Erfolg, mit Ausnahme eines einzigen Modells. Dessen geringe Nachfrage blieb bisher hinter den Erwartungen zurück. Doch jetzt wandelt sich auf einmal das Bild. Zumindest hierzulande lassen neue Belege ein Umdenken der Apple-Kundschaft vermuten. Schauen wir sie uns mal an.

 
iPhone 2020
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Irgendwie wollte bisher niemand das kleine iPhone 12 mini mit 5,4-Zoll-Display haben. Die Zahlen der Marktforscher sind da eindeutig, selbst das ältere iPhone 11 verkauft sich noch besser. Nicht zuletzt die schlechtere Akkulaufzeit im Vergleich zum großen Bruder mit 6,1-Zoll-Display dürfte da nicht ganz unschuldig sein. Doch nun kommt es wohl langsam zum Umdenken und Apple ist schon wieder voller Hoffnung.

Apple entzückt: iPhone 12 mini stärker nachgefragt

Grund dafür liefern die Zahlen und Erkenntnisse des bekannten deutschen Preisvergleichsportales „idealo.de“. Die attestierten dem iPhone 12 mini eine konstante Nachfragesteigerung seit dem November letzten Jahres – 80 Prozent Zuwachs, um genau zu sein. Das kleine Apple-Handy kämpfte sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten mittlerweile sogar auf den ersten Platz. So teilt idealo.de mit:

„In den ersten Wochen nach Release war das iPhone 12 zusammen mit dem 12 Pro am gefragtesten auf idealo.de. Das iPhone 12 mini lag weit abgeschlagen auf dem dritten Platz. Bloß das iPhone 12 Pro Max war noch weniger gefragt. In den Folgemonaten sank jedoch die Nachfrage nach dem 12 Pro, während das iPhone 12 mini von Monat zu Monat mehr Interesse wecken konnte. Im Januar gelang es dem 12 mini sogar am iPhone 12 vorbeizuziehen, womit es plötzlich das beliebteste Modell aus der iPhone 12-Familie war.“

Wird das kleine iPhone doch noch ein Erfolg? Davon überzeugt war Apple von Anfang an:

iPhone 12 mini: Die kleine Überraschung von Apple (Herstellervideo)

Der Grund dafür dürfte aber nicht zuletzt auch im gesunkenen Preis zu finden sein. Der fiel nämlich auffallend stark. Durchschnittlich bekommt man das kleinste iPhone 12 gegenwärtig schon ab circa 670 Euro. In Gänze bescheinigt idealo.de dem Modell einen Preisverfall von circa 14 Prozent. Einen deutlichen Ausrutscher in der Preiskurve gab es dabei zwischen Dezember und Januar, um ganze 60 Euro fiel der Preis auf einmal.

Bild: idealo.de.

Skepsis über Nachhaltigkeit der Nachfrage

Bei aller Freude über diese Zahlen, darf man aber einen Faktor nicht vergessen. Bei den Daten von idealo.de handelt es sich ausdrücklich nicht um Verkaufszahlen, gemessen wird allein die Nachfrage auf dem Preisvergleichsportal. Sprich, es wird festgehalten, für welche Modelle sich die Suchenden besonders stark interessieren. Dies mag ein mögliches Indiz für die Beliebtheit sein, ist für sich genommen aber nicht unbedingt repräsentativ.

Ebenso nicht ganz unwichtig: Ob die gestiegene Nachfrage nachhaltig ist, kann aktuell noch nicht gesagt werden. Wenn diese nämlich nur aufgrund des akuten und aktuellen Preisverfalls steigt, kann sie auch bald wieder einbrechen. Kurzum: Die Leute schauen mal kurz wie viel der „iPhone-Flop“ schon an Wert verloren hat und ziehen dann ohne Kaufabschluss weiter. Hoffnung seitens Apple mag vielleicht angebracht sein, blauäugig werden wird man darüber hinaus aber sicherlich nicht.