Wer sich ein E-Auto zulegt, kann dank Umweltbonus‘ ordentlich die Preise drücken. Bis zu 9.570 Euro lassen sich vom Listenpreis eines Elektroautos abziehen. Wer sich geschickt anstellt, kann daran sogar verdienen – im Sinne des Erfinders ist das aber nicht.

6 Monaten umsonst fahren durch Verkauf des neuen E-Autos

Der Preis ist für viele Käufer eines Elektroautos ein entscheidender Faktor, denn noch sind die Stromer in Produktion und Anschaffung deutlich teuerer als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Dank Umweltbonus‘ kann man bei manchen Modellen sogar günstiger kaufen als bei Benziner oder Diesel. Wer sich geschickt anstellt, fährt nach dem Kauf eines neuen E-Autos sogar ganz umsonst, der Trick heißt: weiterverkaufen.

Während die Höhe des Umweltbonus vom Listenpreis der Elektroautos abhängt, ist die Auszahlung an die Haltedauer gekoppelt: Erst nach 6 Monaten darf der Wagen den Besitzer wechseln, sonst sehen Käufer kein Geld vom Staat. Wer in dieser Zeit wenig fährt und anschließend das gebrauchte E-Auto verkaufen will, darf davon ausgehen, dass er oder sie einen guten Preis erzielen kann.

Wer nah am originalen Kaufpreis wieder verkaufen kann und den Umweltbonus kassiert, kann so 6 Monate faktisch umsonst mit dem neuen E-Auto fahren – und stellt man sich besonders geschickt beim Verkauf an, ist sogar noch ein Plus drin.

Gängige Mythen über Elektroautos findet ihr im Video:

5 Irrtümer über Elektroautos

Umweltbonus macht Verkauf von E-Autos ins Ausland lukrativ

Die Praktik, den Umweltbonus zu kassieren und dann zu verkaufen, ist nicht unüblich, wie Business Insider schreibt. Dabei bezieht man sich auf einen Bericht der Bild. Immer mehr Käufer würden so vorgehen und verstoßen demnach auch nicht gegen Vorschriften. Beim Weiterverkauf sollen auch Autohäuser ein Geschäft machen, indem sie die Gebrauchten fast zum Neupreis abkaufen und dann ins Ausland, etwa nach Skandinavien verkaufen, heißt es. Dort sind die Preise dann in der Regel höher.

Im Sinne des Gesetzgebers ist diese Masche nicht. Sie sei laut Business Insider aber eben auch nicht explizit verboten. So nutzen die Wiederverkäufer und Autohäuser eine Gesetzeslücke gewinnbringend für sich aus. Um das zu verhindern, könnte künftig etwa eine längere Haltedauer vorgesehen werden, die den Weiterverkauf weniger attraktiv machen würde.