Wer E-Auto fährt, muss vorbereitet sein. Mal eben durch halb Deutschland fahren und einfach nach Lust und Laune zum Ladestopp anhalten – so weit sind wir noch lange nicht. Jetzt kommen gleich aus zwei Richtungen gute Nachrichten für E-Auto-Fahrer und alle, die es werden wollen.

Wer mit dem E-Auto unterwegs ist, muss sich zumindest auf längerer Strecke gut überlegen, wo der nächste Ladestopp möglich ist. Denn bisher sind die Maschen im Ladenetz Europas groß. Dass das nicht so bleiben soll, ist erklärter politischer Wille – zwei große Schritte vorwärts kommen jetzt aber aus anderer Richtung.

Neuer Schwung für Ladenetz-Ausbau: E-Auto-Fahrer kriegen ein Geschenk

Die weltgrößte Investmentgesellschaft BlackRock will offenbar ordentlich Geld in den Ladenetzausbau in Europa stecken. Die US-Firma soll rund 500 Millionen Euro in das Joint Venture Ionity investieren (Quelle: Manager Magazin via Electrive). An dem gemeinschaftlichen Unternehmen sind unter anderem VW, Daimler und BMW beteiligt, auch Hyundai ist mit dabei. Die Schnellladestationen von Ionity stehen meist in Autobahnnähe. Insgesamt sollen 750 Millionen Euro in den weiteren Ausbau gesteckt werden.

Wo genau und wie viele neue Ladestationen und -parks von Ionity entstehen sollen, ist nicht bekannt. Das Joint Venture ist europaweit aktiv und legt bisher den Fokus auf Deutschland. Die restlichen 250 Millionen Euro wollen zu großen Teilen die bisherigen Anteilseigner, also die Autobauer, selbst aufbringen.

Stellantis will Infrastruktur für E-Autos aller Hersteller öffnen

Ein weiterer Automobilhersteller hat große Pläne, mit denen die E-Mobilität voran gebracht werden soll: Der neu gegründete Konzern Stellantis, zu dem unter anderem Fiat, Peugeot und Opel gehören, will 15.000 neue Ladestationen in Europa aufbauen (Quelle: Stellantis). Dafür hat man sich mit dem TheF Charging zusammengeschlossen, einem italienischen Ladenetz-Spezialisten.

Die 15.000 neuen Stationen sollen insgesamt auf mehr als 2 Millionen Ladeplätze kommen und bis 2025 entstehen. Das Ladenetz wird Elektroautos aller Marken offen stehen, in erster Linie will man Schnelllader bauen. Kunden der eigenen Marken sollen allerdings zu besseren Konditionen ihre E-Autos aufladen können.

Die Reichweite von E-Autos wird besser, das Ladenetz allmählich auch, trotzdem gibt es noch viele Unklarheiten rund ums Thema Elektroauto – einige findet ihr im Video:

5 Irrtümer über Elektroautos Abonniere uns
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Zwei Wermutstropfen bringt der Plan von Stellantis aus Sicht deutscher E-Auto-Fahrer mit sich: Begonnen wird mit dem Ausbau in Italien. Außerdem plant man einen ordentlichen Teil der neuen Ladeplätze rund um die Konzernsitze zu bauen. Die Zentrale steht in Amsterdam.