Für jeden Geldbeutel und Einsatzzweck hat Apple das passende iPad im Programm. Wirklich? Also ich und nicht wenige andere Nutzerinnen und Nutzer sehen dies etwas anders. Was fehlt? Ein großes, aber dennoch günstiges iPad. Doch wird’s das von Apple jemals geben? Klären wir jetzt in der neuesten Ausgabe der Wochenendkolumne von GIGA.

 
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Auf den ersten Blick scheint Apples iPad-Portfolio recht komplett und lückenlos. Da sollte doch für jeden etwas zu finden sein. Ob groß oder klein, günstig oder teuer – als Kundin und Kunde hat man die Wahl. Ich fasse zum besseren Verständnis noch mal kurz zusammen:

  • iPad (10,2 Zoll) ab 379 Euro
  • iPad mini (8,9 Zoll) ab 549
  • iPad Air (10,9 Zoll) ab 649 Euro
  • iPad Pro (11 Zoll) ab 879 Euro
  • iPad Pro (12,9 Zoll) ab 1.199 Euro

Was Apple fehlt: Ein großes und günstiges iPad

Wo nur könnte sich denn da eine von Apple noch nicht besetzte Nische befinden? Ich verrate es euch: Es fehlt ein großes iPad im Bereich zwischen 12 und 13 Zoll für das man keinen fünfstelligen Betrag aufwenden muss. Auch Marketingstratege, Produktdesigner und 9to5Mac-Autor Parker Ortolani fiel diese Lücke auf. In seinem neuesten Beitrag füllt er diese mit einer 12,6-Zoll-Variante des günstigsten iPad. Es wird quasi das Design des ersten iPad Pros recycelt (Homebutton und Ränder inklusive), allerdings mit den günstigeren Komponenten des Einstiegmodells bestückt. Auf ProMotion und andere Spielereien müssten wir dann verzichten (Quelle: 9to5Mac).

So könnten beide iPads in 10,2 und 12,6 Zoll gegenüberstehen (Bildquelle: Parker Ortolani)

Et voilà: Schon bekommen wir ein iPad XL zu einem Preis von circa 500 Euro – auch wenn ich den eher etwas höher fassen und bei der Kalkulation noch mal einen Hunderter draufschlagen würde. Genau so ein Tablet fehlt Apple noch. Die Konkurrenz von Samsung ist da schon weiter und bietet mit dem Galaxy Tab S7 FE 5G genau so etwas schon an. Warum kann Apple so etwas nicht?

Ich habe da einen Verdacht: Man könnte schon, aber will man dies auch? Sicherlich wäre ein solches iPad reizvoll. Für viele Anwender, mich eingeschlossen, reicht die Leistung des günstigen iPads voll und ganz aus. Dennoch hätte man für Spiele und nicht zuletzt für Filme und digitale Zeitschriften gerne einen größeren Bildschirm. Beispiel Netflix und Co: Die Filme der Streaming-Anbieter kann ich nur über das iPad und iPhone runterladen, nicht aber auf mein MacBook. Ein iPad mit großem Display käme mir da auf Reisen gelegen.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Darum wird’s das iPad XL nicht geben

Doch Apple wird mir und vielen anderen Nutzerinnen und Nutzer diesen Wunsch wohl leider nicht erfüllen. Zwar ist ein solches Gerät für unsereins sinnvoll, durchkreuzt aber Apples Produktstrategie. Bei einem Preis von 500 bis 600 Euro überschlägt es sich einerseits mit dem iPad mini und auch dem iPad Air. Für die spricht das Vollformat-Display und die bessere Leistung, doch nicht wenige würden für ein gleichteures Modell mit großem Display wohl darauf pfeifen.

Der Formfaktor und das Design entsprächen dem iPad Pro aus dem Jahr 2015 (hier im Video), aber halt mit günstigerer Technik:

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Wer einen großen Bildschirm will, der muss nach Apples Gusto wohl auch zukünftig richtig tief in die Tasche greifen. Aus demselben Grund gibt’s halt auch kein MacBook Air mit 15- oder 16-Zoll-Display. Ein solches Produkt darf aus „politischen“ Gründen leider nicht existieren. Sehr bedauerlich, leider aber nicht zu ändern.

Aber träumen darf man ja – schönen Sonntag noch.