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Hoffnung für Autokäufer? SPD will E-Autos über Umweg günstiger machen

Ein ID.3 von VW wird aufgeladen. (© IMAGO / imagebroker)
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Es ist nach wie vor das größte Problem für E-Autos: der hohe Preis. Viele Kunden schließt das schon von vornherein aus, eine Menge andere überlegen es sich mit dem Stromer angesichts der saftigen Anschaffungskosten ganz genau. Nur wenige können einfach zuschlagen. Das Problem wollen SPD-Abgeordnete angehen, doch der Plan steckt noch in den Kinderschuhen.

E-Auto-Plan: Steuervorteil für Elektro-Dienstwagen soll Preise senken

Umweltbonus, THG-Quote, Wallbox-Förderung, Steuervorteile – es gibt eine Menge Möglichkeiten, die effektiv den Preis von E-Autos senken. Trotzdem müssen Kunden meistens tief in die Tasche greifen und warten Jahre auf den Tag, an dem sich die Anschaffung eines Stromers statt eines Benziners oder Diesels lohnt.

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Obendrein schrumpft der Umweltbonus ab 1. Januar 2024, ein Jahr später wird gar keine Förderung mehr den Kaufpreis drücken. So kann es nicht weitergehen, finden Mitglieder der Bundestagsfraktion der SPD. Dort arbeitet man derzeit an einer anderen Stellschraube, um Autokäufern die E-Mobilität wieder schmackhafter zu machen.

Mittel der Wahl ist offenbar der Umweg über Dienstwagen: Mehr E-Autos auf dem kurzlebigen Dienstwagen-Markt, die vergleichsweise schnell wieder aus den Unternehmensfuhrparks ausgemustert werden, sollen günstig neuen Käufern zur Verfügung stehen. Problem: Die Förderung für batterieelektrische Dienstwagen ist zum September ausgelaufen. Viele Unternehmen haben zuvor noch schnell zugegriffen, in den nächsten Monaten wird das Interesse aber stark nachlassen, wie Experten prognostizieren.

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„Wir haben zwar in der jetzigen Dienstwagenbesteuerung schon eine Spreizung da, die eigentlich die Elektromobilität ziemlich stark auch bevorzugt im Vergleich zu Verbrennern, aber offensichtlich reicht das noch nicht aus“, so Isabel Cademartori, Verkehrsexpertin der SPD, bei einem Branchentreffen (Quelle: Golem). In der Fraktion arbeite man daher daran,
„wie wir das noch mal etwas attraktiver machen und Anreize setzen können, dass auch bei der Dienstwagenbesteuerung der CO₂-Ausstoß des Autos stärker eine Rolle spielt als bisher“.

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Bisher sind die Pläne noch am Anfang, Details sind noch keine bekannt. „Wir werden den Reformvorschlag erst in den nächsten Sitzungswochen in die Arbeitsgruppen einbringen“, erklärt Cademartori.

Dienstwagen-Effekt wirkt sich erst Jahre später aus

Die Stoßrichtung ist aber schon klar: Steuervorteile von Dienstwagen sollen verstärkt an den E-Antrieb gekoppelt werden. Werden die dann wenige Jahre später ersetzt, kommen die Vorgänger auf den Gebrauchtmarkt, wo Privatkäufer günstiger zuschlagen können als bei Neuwagen.

Bestenfalls wirkt dieser Plan aber erst in einigen Jahren. Eine schnelle Lösung ist weiter nicht in Sicht. Zuvor hatte auch Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) auf den wichtigen Dienstwagen-Effekt hingewiesen.

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