Der US-Bann hat Huawei hart getroffen. Obwohl die Ausnahmegenehmigung zur Zusammenarbeit mit US-Unternehmen um 90 Tage verlängert wurde, ist die Zukunft ungewiss. Der Huawei-Gründer wird nicht müde die Stärke des Unternehmens in den Fokus zu rücken und spricht davon die Welt zu beherrschen.

 
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Huawei befindet sich im Kampfmodus – so der Gründer

Der Huawei-Gründer Ren Zhengfei kann seinen militärischen Hintergrund nicht verbergen. In immer mehr Statements wird die Ausdrucksweise harscher und angriffslustiger. Kein Wunder, wird sein Unternehmen doch von US-Präsident Donald Trump angegriffen, als wären sie im Krieg. So bringt er seine Mitarbeiter mit einem internen Schreiben auf Kurs. Der Nachrichtenagentur Reuters liegt das Memo vor. Die Echtheit wurde von Huawei bestätigt. Nachfolgend einige Aussagen, die wir übersetzt haben:

Huawei befindet sich laut Ren im „Kampfmodus“, um diese Krise zu meistern. Die Mitarbeiter sollen aggressiv darauf hinarbeiten, um die Verkaufsziele zu erreichen. Es geht mittlerweile um „Leben und Tod“. Wer seine Arbeit nicht erledigen kann, soll Platz für „unsere Panzer“ machen. In 3–5 Jahren wird Huawei „mit neuem Blut fließen“. Sobald der kritischste Moment in der Geschichte des Unternehmens überstanden ist, wird eine neue Armee geboren, um die Welt zu beherrschen.

Klingt nach einer echten Kampfansage gegen die US-Regierung und die Sanktionen. Man muss aber dazu sagen, dass es kulturelle Unterschiede in Ansprachen zu Mitarbeitern gibt. Der militärische Ton soll den Zusammenhalt und die Entschlossenheit symbolisieren. Für europäische Verhältnisse klingt das natürlich sehr hart und befremdlich, für Huawei dürfte das ganz normal sein und wird als Zeichen der Stärke von den Mitarbeitern wahrgenommen.

So soll das nächste Smartphone von Huawei aussehen:

Huawei will unabhängiger werden

Huawei will in den nächsten Jahren die Abhängigkeit von US-Unternehmen reduzieren. Das Unternehmen hat kürzlich das HarmonyOS als Alternative zu Android von Google vorgestellt. Noch ist das Betriebssystem nicht reif für den Einsatz auf Smartphones. Das wird sich in den kommenden Jahren aber ändern. Auch die Entwicklung wichtiger Komponenten soll im eigenen Unternehmen forciert werden, um selbstständiger zu werden. Sollte Huawei diese Krise überleben, wird es stärker daraus hervorgehen.