Bislang erhielten unsere französischen Nachbarn beim Kauf eines iPhone 13 immer noch die Apple EarPods mit dazu, anders als bei uns und im Rest der Welt. Doch dieser Großmut endet jetzt – aus gutem Grund.

 
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Update vom 24. Januar 2022: Bisher musste Apple französischen Kunden beim iPhone 13 und allen anderen Handy-Modellen noch nach wie vor Kopfhörer beilegen, diese Großzügigkeit war also nach Gesetz bei unseren Nachbarn angeordnet. Doch dies ändert sich nun.

Ab sofort gilt ein neues Gesetz zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks bei Digitaltechnik. Dieses hebt die vorherige Verpflichtung zur Beilegung der Kopfhörer auf, Apple muss diese also nicht mehr kostenlos mitgeben (Quelle: Consomac). Auch wenn der Hersteller diesen Umstand noch nicht auf der eigenen Webseite erwähnt, so wurden die Händler wiederum schon darüber in Kenntnis gesetzt. Dementsprechend informiert beispielsweise die Kette Fnac in den eigenen Geschäften, dass die Kopfhörer ab der Woche des 24. Januar (also heute) dem iPhone nicht mehr beiliegen.

Originalartikel:

Schon letztes Jahr machte Apple kurzen Prozess. Wer ein neues iPhone kauft, der erhält weder ein Netzteil, noch die sonst bisher üblichen Kopfhörer mitgeliefert. Einzig und allein ein USB‑C auf Lightning Kabel findet sich jetzt noch in der Verpackung. Auch mit dem iPhone 13 ändert sich dies nicht, allerdings gibt's eine Ausnahme.

Nur in Frankreich: iPhone 13 mit kostenlosen Kopfhörern

Wer nämlich in Frankreich ein iPhone 13 käuflich erwirbt, der bekommt nach wie vor die originalen, kabelgebundenen EarPods (Lightning-Variante) im Wert von 19 Euro kostenfrei beigelegt (Quelle: MacRumors). Schon beim iPhone 12 war Apple gezwungen, den Lieferumfang seiner Handys entsprechend aufzuwerten. Freiwillig tut dies der Hersteller jedoch nicht, denn laut Gesetzt ist er dazu verpflichtet.

Der Hintergrund: Der französische Staat möchte Kinder unter 14 Jahren vor möglicher elektromagnetischer Strahlung zu schützen. Deshalb muss die Option einer beiliegenden „Freisprecheinrichtung“ gewahrt bleiben. Die kabelgebundenen EarPods erfüllen diese gesetzliche Norm.

Lieber ein iPhone 13 mini oder doch das große iPhone 13 Pro Max nehmen? Im Video findet sich eine Entscheidungshilfe:

iPhone 13: So unterscheiden sich die Modelle Abonniere uns
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Was gut gemeint für die Kinder ist, ist anderseits schädlich für die Umwelt. Nicht nur werden Kopfhörer in Umlauf gebracht, die vielleicht gar nicht genutzt werden, Apple produziert nämlich auch wieder mehr Verpackungsmüll. Es ist schon ein wenig bizarr, da zelebriert Apple beim iPhone 13 die besonders platz- und ressourcensparende Umverpackung, nur um diese dann in eine größere Box zu stecken, die zusätzlich noch die EarPods enthält. Kurzum: In Frankreich wird das iPhone 13 jetzt quasi zweimal verpackt, da die originale Schachtel keinen Platz mehr für die Kopfhörer lässt.

Rechts im Bild die zusätzliche Box mit den Kopfhörern (Bildquelle: MacRumors, Forenmitglied Recklessss)

Allerdings gilt: Nur geringer Preisvorteil

Wer jetzt übrigens plant, ein iPhone 13 in Frankreich zu kaufen, sollte folgenden Punkt beachten. Wohl auch aufgrund der höheren Mehrwertsteuer verlangt Apple dort etwas mehr fürs Handy – 10 Euro, um genau zu sein. Auf dem Papier würde man also einen Preisvorteil von 9 Euro erzielen. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die EarPods im Handel nicht viel mehr als 13 Euro kosten (bei Amazon ansehen), dann schrumpft der Vorteil gegenwärtig auf circa 3 Euro zusammen.