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iPhone auf Reisen: Nie war es einfacher als mit diesem Geheimtipp

Mit dem iPhone auf Reisen. (© IMAGO / Westend61)

Wer viel verreist, möchte auch gerne unterwegs im Ausland das Internet mit seinem Handy nutzen. Wer dabei bisher hohe Roaming-Gebühren vermeiden wollte, musste sich vor Ort eine passende SIM-Karte fürs iPhone beziehungsweise fürs Smartphone besorgen und diese dann wechseln. Heutzutage ist das viel einfacher, doch vielen Nutzern ist das gar nicht bewusst. Mehr zu meinem Geheimtipp und auch einen kleinen Erfahrungsbericht gibt es im Rahmen der Wochenendkolumne auf GIGA.

Zuletzt zog es mich in den Orient. Der Weg führte übers Mittelmeer nach Ägypten, anschließend durch den Suez-Kanal und dann weiter übers Rote Meer und den Golf von Aden in den Oman. Weiter ging es dann noch über die „Straße von Hormus“ in die Exklave Khasab und schließlich in die Vereinigten Arabischen Emirate. Leider musste aufgrund der Nähe zum aktuellen Krisenherd Ghaza der Stopp in Jordanien ausfallen.

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Ein GIGA-Redakteur auf Reisen. (Bildquelle: Sven Kaulfuss, GIGA)

In jedem Fall jede Menge Länder, in denen die EU-Roaming-Verordnung nicht gilt und man die eigene SIM im iPhone besser nicht verwenden sollte. Andernfalls würde es empfindlich teuer. Doch wirklich Zeit mir jeweils vor Ort eine SIM-Karte zu besorgen, hatte ich auch nicht.

eSIM in iPhone und Co: Bessere Alternative für die Reise

Doch da gibt es ein Feature, das diesbezüglich behilflich ist. Jedes neue iPhone ab dem Herbst 2018 unterstützt nämlich auch eine beziehungsweise mehrere eSIMs. Die könnt ihr euch schon vor der Reise besorgen und entsprechend mit Guthaben für Datenvolumen aufladen.

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Was ist eigentlich eine eSIM? Wir klären auf:

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Nicht jede oder jeder ist sich dem bewusst. Beispielsweise musste ich im Vorfeld der Reise meine bessere Hälfte entsprechen informieren, dass ihr iPhone 12 ebenfalls dazu im Stande ist.

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Anbieter gibt es eine Vielzahl. Recht populär, nicht zuletzt in Apples App Store ist die App von Airalo (im App Store ansehen). Die vermarkten eine Vielzahl passender eSIMs aller Herren Länder. Ebenso im Angebot befinden sich regionale und globale Pakete (bei Airalo ansehen). Da ich nicht für jedes einzelne Reiseland eine separate eSIM erwerben wollte, fiel die Wahl auf das globale Paket für 130 Länder – in meinem Fall mit 5 GB Datenvolumen (60 Tage gültig) für 35 US-Dollar. Wer nachladen muss, kann das mit entsprechenden Aufladepaketen tun.

Airalo ist dabei jedoch nicht allein am Markt. Alternative Anbieter sind zum Beispiel „Yesim“ (im App Store ansehen) oder auch „Nomad eSIM“ (im App Store ansehen). Persönliche Erfahrungen zu denen kann ich allerdings nicht mit euch teilen. Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu normalen SIMs müsst ihr bei all diesen eSIMs nicht eure Identität explizit beweisen, diese Prozedur fällt weg und macht alles viel einfacher.

In der App erhaltet ihr einen Überblick zum Verbrauch und weitere Angaben zur Gültigkeit. (Bildquelle: GIGA, Screenshot Airalo-App)

Telefonieren kann man mit diesem Paket aber nicht. Wer das will, muss eine andere, teuere eSIM mit entsprechenden Freiminuten wählen. Ich entschied mich aber dagegen, wollte ich doch Telefonie über VoIP erledigen. Also übers mobile Netz ins Fest- beziehungsweise Mobilfunknetz telefonieren und dafür dann das Datenvolumen verwenden.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Installation und gesammelte Erfahrungen

Die Installation ist recht selbsterklärend, wird aber über die App auch noch mal schrittweise erklärt – für mich kein Problem. Da ich mich fürs globale Paket entschied, konnte ich dieses auch gleich daheim aktivieren und testen, denn sobald sich das iPhone mit einem kompatiblen Netz vor Ort verbindet, wird die eSIM aktiviert und die Zeit läuft. All dies verlief im Vorfeld problemlos.

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Praktisch – für den Homescreen des iPhones existiert auch ein passendes Widget. (Bildquelle: GIGA, iPhone-Screenshot)

Noch vor der Ankunft in Ägypten deaktivierte ich derweil meine primäre Nano-SIM. Im Land dann angekommen schaltete ich die eSIM aktiv und wartete einen Moment, bis sich das iPhone ins lokale Netz einwählte.

Damit das mobile Internet dann auch funktioniert, sollte die Roaming-Option eingeschaltet sein. Voreingestellt ist dies nicht, müsst ihr also im Zweifel noch am iPhone vornehmen.

Während der gesamten Reise klappte all dies tatsächlich ohne Probleme. Meist hatte ich eine 4G-Verbindung, hin und wieder aber auch nur 3G oder gar EDGE. Kam immer auf das jeweilige Gebiet an. In den Vereinigten Arabischen Emiraten und auf der Rückreise über die Türkei hatte ich gar eine noch zügigere 5G-Verbindung.

Selbst in den beeindruckenden Bergen des Oman hatte ich eine wunderbare 4G-Verbindung. (Bildquelle: Sven Kaulfuss, GIGA)

Telefonieren über Sipgate (VoIP über die App Zoiper) funktionierte ebenfalls und war überraschend sparsam im Datenverbrauch. Selbst in den Emiraten, obwohl dort angeblich VoIP-Dienste gesperrt sind. Bei mir ging es aber problemlos.

Die Quintessenz: Wer auch im Ausland die Verbindung mit iPhone und Co. nicht verlieren will, muss sich nicht unbedingt vor Ort oder im Vorfeld eine oder mehrere physische SIM-Karten besorgen. Dank der eSIM-Funktionalität gelingt dies auch von daheim aus komfortabel ohne komplizierten Wechsel der SIM-Karte.

Nur viele wissen dies gar nicht, Zeit also daran zu erinnern. Es gibt nicht nur kompatible iPhones, auch eine Reihe von meist eher teueren Android-Smartphones unterstützen derartige Dienste. Eine Übersicht findet sich beispielsweise beim erwähnten Anbieter Airalo.

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