Apple steht unter Druck, seit letzter Woche wurde der US-Hersteller erpresst. Es wurde gedroht noch mehr Geheimnisse zu neuen Produkten wie dem MacBook Pro 2021 zu verraten, doch wo bleiben die Leaks? Was ist geschehen? Die aktuelle Entwicklung.

 

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Update vom 27. April 2021: Nahezu Unheimliches passiert gerade, denn auf rätselhafte Weise entfernte jetzt die kriminelle Hacker-Gruppe „REvil“ alle gestohlenen Apple-Konstruktionszeichnungen des MacBook Pro 2021 und die eigentliche Erpressungsdrohung aus dem Dark Web – die Kollegen von MacRumors berichten. Ursprünglich hatten die Kriminellen angekündigt, bis zum 1. Mai täglich neue Geheimnisse zu verraten, sollte Apple nicht zahlen.

Schon zu haben: MacBook Air mit M1-Chip bei Amazon

Zunächst hatte man sich an Quanta (Apples Auftragsfertiger und eigentliches Opfer des Datendiebstahls) gewendet, um sage und schreibe 50 Millionen US-Dollar zu erpressen. Dies verfing aber nicht, also ging man gleich zu Apple rüber und versuchte vom MacBook-Hersteller selbst Geld abzupressen. Was jetzt geschah bleibt unklar, denn die Gruppe machte bisher ihre Drohungen nicht war und versucht jetzt sogar noch Beweise zu verwischen. Hat Apple etwa heimlich gezahlt? So richtig glauben wir nicht daran, Apple dürfte sich in keinem Fall erpressbar machen für zukünftige Attacken dieser Art. Fest steht aber: Neue Leaks zum MacBook Pro 2021 gibt's erst mal nicht – es herrscht Funkstille.

Originalartikel:

Schon vor einigen Wochen gab es entsprechende Gerüchte, denen nach Apple beim Redesign des kommenden MacBook Pro 2021 (wahlweise mit 14- oder 16-Zoll-Display) erfreulicherweise liebgewonnene, aber einst verstoßene Anschlüsse zurückbringt. Im Gegenzug würde dann die Touch Bar ersatzlos gestrichen. Nur dumme Gerüchte? Wohl nicht, denn jetzt gibt's die Bestätigung und die findet sich in brisanten Unterlagen und technischen Zeichnungen, die ausgerechnet auf kriminellem Wege das Licht der Öffentlichkeit erreichten.

Gestohlene Daten beweisen: Apple plant MacBook Pro 2021 mit HDMI und MagSafe

So stahl die Ransomware-Gruppe namens REvil entsprechende Dokumente durch einen Cyberangriff auf Apples Auftragsfertiger Quanta, wie Bloomberg berichtet. Die bösen Buben befinden sich demnach aktuell im Besitz diverser Unterlagen, haben schon einige davon veröffentlicht und drohen noch mehr Details zu verraten, sollte Apple nicht entsprechende Zahlungen bis zum 1. Mai 2021 leisten. Kurzum: Apple wird knallhart erpresst.

Mal ganz genau hinschauen, zwischen 2012 und 2016 gab es beim MacBook Pro Anschlüsse (HDMI, MagSafe, SD-Kartenleser), die 2021 zurückkommen: 

13 Zoll Retina Macbook Pro Unboxing

Die Kollegen von MacRumors und 9to5Mac konnten schon einen Blick auf die bisher veröffentlichten Zeichnungen und Unterlagen erhaschen. Wir selbst haben uns aufgrund des eindeutig kriminellen Hintergrundes entschlossen, diese hier nicht explizit zu zeigen. Nur soviel: Erkennbar ist unter anderem das Logic Board, demnach ist auf der rechten Seite des Geräts ein HDMI-Anschluss sichtbar, daneben ein USB-C/Thunderbolt-Anschluss, gefolgt von einem SD-Kartenleser. Auf der linken Seite wiederum befinden sich zwei weitere USB-C/Thunderbolt-Anschlüsse und ein MagSafe-Ladeanschluss. Summa summarum also drei USB-C/Thunderbolt-Anschlüsse, aktuell sind es noch vier Ports. Dafür gibt's dann aber eben wieder HDMI und MagSafe, am Ende spart man sich also Anschlüsse beziehungsweise Adapter in der täglichen Nutzung.

Soweit geht Apple in diesem Jahr noch nicht:

Mögliche Release-Pläne der MacBooks

Noch ist nicht bekannt, wann Apple die neuen MacBooks veröffentlichen möchte und inwiefern der aktuelle Daten-GAU die Release-Pläne eventuell gefährdet oder ändert. Frühestens im Juni zur WWDC (Apples Entwicklerkonferenz) könnte es soweit sein, allerdings gehen Experten eher vom Herbst 2021 aus. Wohl doch kein verfrühtes Sommermärchen, für Apple sind hingegen die ungewünschten Veröffentlichungen schon jetzt ein Frühjahrsalbtraum.