Wenn ihr Nintendo Switch Online zusammen mit dem Erweiterungspaket haben möchtet, müsst ihr ganz schön tief in die Tasche greifen. Eine Insiderin meint den Grund dafür zu kennen.

 
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Nintendo Switch Online: Fans sind skeptisch

Im Rahmen eines Livestreams gab Nintendo kürzlich die künftigen Preise für den Service Nintendo Switch Online bekannt. Zur Freude der Fans ändert sich an der Basismitgliedschaft nichts, bei dem zusätzlichen Erweiterungspaket sieht es allerdings ganz anders aus.

Dieses enthält zwar Spiele der Retro-Konsolen Nintendo 64 und Sega Mega Drive, doch schlägt auch gleich mit 39,99 Euro für die Einzelmitgliedschaft und 69,99 Euro für eine Familienmitgliedschaft zubuche. Das heißt, Nutzer zahlen gleich das Doppelte im Jahr. Obwohl das Paket den Happy Home Designer DLC für Animal Crossing: New Horizons enthält, sind Nintendo-Fans geschockt über den ihrer Meinung nach ungerechtfertigt hohen Preis.

Reddit-Nutzer DoodleBuggering zum Beispiel hat eine sehr umfangreiche Meinung dazu:

„Es gibt ein paar Probleme. 1) Die N64-Bibliothek ist die kleinste von allen Nintendo-Konsolen. Das bedeutet, dass es wahrscheinlich lange dauern wird, bis heute Spiele hinzukommen. 2) Man findet Genesis-Spiele fast überall. SEGA hat sie auf alles Mögliche portiert – es gibt genug Optionen, einschließlich der Genesis-Sammlung auf der Switch (die günstig ist). Wenn sie 32x, SEGA-CD, Saturn- oder Dreamcast-Spiele hinzufügen würden, wäre es verlockender.

Der Preis ist jetzt fast der Gleiche wie bei PS Plus. Vor allem der AC DLC schreit nach Last-Minute-Zusatz und ist nutzlos, wenn man AC gar nicht hat“, so DoodleBuggering.

(Quelle: Reddit)

Was bietet euch Nintendo Switch Online mit dem Erweiterungspaket? Eine Übersicht:

Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket – Übersichtstrailer

Das Erweiterungspaket ist nicht günstig. Warum?

Warum verlangt Nintendo so hohe Preise für die neue Erweiterung des Switch-Services? Laut NWR-Mitarbeiterin und bewährter Nintendo-Leakerin Emily Rogers ist der wahrscheinliche Grund ganz einfach: Die Kosten für die Lizenzen. Hier war Nintendo wohl sehr spendabel:

„Die Lizenzkosten sind wahrscheinlich der Hauptgrund für den hohen Preis der NSO-Erweiterung. Ich habe gehört, dass Sega sehr, sehr gut bezahlt wurde. Das ist bemerkenswert, weil Sega aufgrund geringer Verkaufszahlen, der Aufteilung der Einnahmen und des mangelnden Marketings kein Fan des Wii-VC-Services war. Deswegen hat Sega die Wii U nicht unterstützt.“

In einem weiteren Tweet weist Rogers darauf hin, dass für den gleichen Dienst auch Spiele anderer Unternehmen lizenziert werden müssten und das summiere sich. Und dann wäre da noch Nintendos Vereinbarung mit Rare und Microsoft für Banjo-Kazooie für die Nintendo-64-Bibliothek. Des Weiteren kämen Kosten für Spiele von Drittanbietern wie Konami und Capcom dazu.

(Quelle: nintendolife)

Kürzlich erschien die Switch OLED. Wie die ist? Das verraten wir euch: 

Einschätzung des Redakteurs

Natürlich ist der sehr hohe Preis erst einmal ein kleiner Schock, doch im Endeffekt vergisst man immer wieder, welche Arbeit und Namen dahinterstecken, um so ein Projekt auf die Beine zu stellen. Daher ist der Grund mit den Lizenzen nicht einmal unwahrscheinlich.

Ich persönlich mag es, wenn möglichst viel an einem Ort ist, deswegen bin ich Fan von den zusätzlichen und übersichtlichen Bibliotheken, die mir gleichzeitig ein Stück Kindheit zurückgeben. Im Endeffekt zahlt man für eine Einzelmitgliedschaft gerade einmal 4 Euro im Monat.

Natürlich hat man nicht so viel Auswahl wie bei Services wie PS Plus und Xbox Game Pass, doch bei NSO geht es ja auch in eine ganz andere Richtung.

Ihr möchtet trotzdem bei der Basismitgliedschaft bleiben? Das geht einfach über Amazon:

Nintendo Switch Online Mitgliedschaft - 12 Monate | Switch Download Code
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