Überraschender Schritt: Microsoft stärkt Windows 7 – vor allem für Spieler

Peter Elstner

Damit hatte wahrscheinlich niemand mehr gerechnet. Obwohl die Tage von Windows 7 bereits gezählt sind, hat sich Microsoft dazu entschlossen, dem alten Betriebssystem eine neue Funktion zu spendieren. Das betagte OS kann nun auf ein Feature-Set zurückgreifen, was ursprünglich Windows-10-Nutzern vorbehalten war.

Überraschender Schritt: Microsoft stärkt Windows 7 – vor allem für Spieler
Bildquelle: Microsoft / Getty Images – gorodenkoff.

Microsoft hat ein Einsehen: Windows 7 bekommt Unterstützung für DirectX 12

Obwohl Microsoft zum Start von Windows 10 alle Nutzer mit einem kostenlosen Upgrade dazu bringen wollte, sich von ihrem alten Betriebssystem zu trennen, halten bis heute viele PC-Spieler Windows 7 die Treue. Hört man sich im Netz um, scheint das inzwischen fast 10 Jahre OS für viele der Höhepunkt von Microsofts Software-Schaffenskraft zu sein.

Umso bedauerlicher ist es, dass ab dem 14. Januar 2020 keine Softwareupdates mehr für Windows 7 bereitgestellt werden. Doch bevor Microsoft sein Betriebssystem zu Grabe trägt, stattet es das Unternehmen vorher noch einmal mit einem Feature aus, welches bislang nur unter Windows 10 genutzt werden konnte – DirectX 12. In einem offiziellen Blogpost gab Microsoft die Änderung bekannt und verlinkte die notwendigen Dateien und ein Beratungsdokument, welches es Entwicklern ermöglichen soll, ihre Spiele zukünftig auch unter Windows 7 mit DirectX 12 laufen zu lassen.

Schnell und Einfach: DirectX 12.

Die Programmierschnittstelle wurde Anfang 2014 vorgestellt, kommt vor allem bei Videospielen zum Einsatz und gehörte für Microsoft zu einem der großen Verkaufsargumente für Windows 10. Im Vergleich zum Vorgänger DirectX 12 sollte die neue Version vor allem die CPU-Last verringern. Das Feature wurde ursprünglich exklusiv für Windows 10 angeboten, im März 2019 machte Microsoft das erste Mal eine Ausnahme und portierte World of Warcraft Battle for Azeroth für DirectX 12.

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DirectX 12 für Windows 7: Nicht alle Nutzer können von der Neuerung Gebrauch machen

Doch nicht alle Windows-7-Nutzer erhalten DirectX-12-Unterstützung. Wer die neue Programmierschnittstelle in Zukunft nutzen will, muss das Service Pack 1 installiert haben und zudem eine 64-Bit-Version des Betriebssystems nutzen. Ältere Versionen und 32-Bit-Systeme werden nicht unterstützt. Trotzdem ist die Änderung ein netter Zug seitens Microsoft und dürfte bei vielen PC-Spieler gut ankommen, die ihr Upgrade auf das neue Betriebssystem nun noch etwas hinauszögern können.

Was haltet ihr davon, dass Microsoft Windows 7 noch mit DirectX-12-Unterstützung ausstattet? Nette Geste oder vergeudete Liebesmüh? Welches Betriebssystem habt ihr aktuell auf eurem PC installiert? Schreibt uns eure Meinungen zum Thema gerne in die Kommentare.

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