Samsung Galaxy Note 9 vier Monate später – immer noch eine Empfehlung?

Peter Hryciuk 2

Samsung hat vor etwa vier Monaten das Galaxy Note 9 vorgestellt und in Deutschland auf den Markt gebracht. Im Test hat es überzeugt. So sehr, dass ich es mir kurze Zeit später privat gekauft habe. Das sind meine Erfahrungen mit dem aktuellen Top-Smartphone von Samsung.

Samsung Galaxy Note 9: Liebe auf den ersten Blick

Noch während ich den Test des Samsung Galaxy Note 9 vor einigen Monaten durchgeführt habe, wurde mir klar, dass ich hier das Smartphone in den Händen halte, das ich mir kaufen werde. Obwohl sich das Mate 20 Pro von Huawei damals schon in diversen Leaks angekündigt hat, habe ich zum Samsung gegriffen. Zu der Zeit gab es zudem eine Aktion mit einem kleinen Rabatt und einer kostenlosen Samsung Gear S3 dazu. Man gönnt sich ja sonst nichts. Handys mit Vertrag kaufe ich persönlich nicht, zu lange müsste ich mich an ein Gerät binden. Das Samsung Galaxy S8, das ich bis dahin genutzt habe, verkaufe ich ja sowieso – dachte ich. Hab ich bis heute nicht getan. So hab ich mir den Preis von fast 1.000 Euro schöngeredet.

Den Kauf hab ich bis heute aber trotzdem nicht bereut – und das wundert mich selbst. Das Samsung Galaxy S8 hat bei mir nämlich nur einen mäßigen Eindruck hinterlassen. Verwöhnt von Smartphones aus diversen Tests, die absolut flüssig liefen, war ich nach wenigen Monaten mit dem Galaxy S8 frustriert, weil die Verzögerungen der stark angepassten Oberfläche bei der Bedienung immer größer wurden. Um so überraschter war ich, als das Galaxy Note 9 im Test absolut flüssig lief. Ich ging also das Risiko ein – und wurde nicht enttäuscht. Auch nach Monaten im Einsatz läuft das Samsung Galaxy Note 9 flüssig. Ich habe es noch kein Mal zurückgesetzt. Zudem hab ich regelmäßig die Android-Updates installiert und mittlerweile sogar die Beta von Android 9 Pie drauf – dazu später mehr. Das größte Ärgernis eines Samsung-Smartphones, die Software, war also keins mehr.

Das Warten auf das Galaxy Note 9 hat sich gelohnt

Dabei hat Samsung beim Galaxy Note 9 nicht nur die Software optimiert, sondern auch viele weitere Verbesserungen eingeführt, die es im Vergleich zum Galaxy S9 Plus oder dem Galaxy Note 8 zur besten Wahl machen. Besonders der große 4.000-mAh-Akku ist ein Traum. Er bringt mich bei intensiver Nutzung locker über den Tag und auch am Abend hab ich noch kleine Reserven, um nicht komplett aufgeschmissen zu sein. Nur eine etwas schnellere Ladetechnologie würde ich mir wünschen. Lädt man das Smartphone auf, während man es benutzt, tut sich im Grunde nichts. Merkt man besonders während der Navigation. Da ist Huawei Samsung deutlich voraus.

Die Kamera ist im Vergleich zum Galaxy S9 Plus zudem um eine Szenenerkennung erweitert worden. Funktioniert zwar nicht so aggressiv wie bei Huawei, unterstreicht die Motive, die man fotografiert, aber sichtbar. Mehr dazu im Kamera-Test:

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Samsung Galaxy Note 9 im Kamera-Test: Smartphone-Fotografie 2.0

Ebenfalls sehr gut sind die Stereo-Lautsprecher. Ich möchte nie wieder ein Smartphone ohne solch gute Lautsprecher besitzen. Besonders wenn ich koche und dabei am Abend den Tech.täglich schaue, ist die Lautstärke hoch genug, um alles verstehen zu können. Als großer Fan von Fingerabdrucksensor auf der Rückseite hat es mich zudem sehr gefreut, dass dieser unter die Kamera gewandert ist. Genau da gehört der Sensor in meinen Augen hin.

Beim Samsung Galaxy Note 9 wird nicht gegeizt

Gekauft hab ich das kleine Modell mit 6 GB RAM und 128 GB internem Speicher. Für mich absolut ausreichend. Statt den internen Speicher zu erweitern nutze ich lieber die Dual-SIM-Funktion, die nun standardmäßig vorhanden ist. Optional kann man eine Version mit 8 GB RAM und 512 GB internem Speicher kaufen. Das ist aber zu viel für mich. So viel speichere ich nie auf meinen Smartphones. Mir würden auch 64 GB reichen. Ich habe mich für die blaue Version mit dem goldenen Stift entschieden.

Als Zubehör habe ich nur drei Dinge im Einsatz:

  • Ein dünnes schwarzes Cover, bei dem die Tasten ausgeschnitten sind .
  • Eine Magnethalterung fürs Auto . Das Metallplättchen verstecke ich unter dem schwarzen Cover. Man sieht es also nicht.
  • Displayglas von Dome Glass. Das in meinen Augen das einzig wahre Schutzglas für ein Samsung-Smartphone. .

Die ersten beide Zubehörartikel habe ich schon beim Galaxy S8 verwendet, das Dome Glass erst jetzt beim Note 9. Ich hatte davor zwei „Panzerglas“-Lösungen ausprobiert, die einfach unterirdisch waren. Sie passten nie richtig auf das Dual-Edge-Display. Beim Dome Glass klebt man das abgerundete Glas auf das Smartphone. Ein spezieller Rahmen sorgt dafür, dass es richtig sitzt. Die Darstellung durch das Glas ist perfekt – wie beim Original. Zum Anbringen und Aushärten benötigt man aber ein UV-Licht. Das ist je nach Bundle des Dome Glass dabei.

Das Displayglas hat sich zudem schon bewährt. Mir ist das Samsung Galaxy Note 9 nämlich kürzlich von der Couch auf die Fliesen gefallen. Direkt aufs Display. Ich dachte sofort, das war es nun mit dem Smartphone. Tatsächlich ist nur die linke untere Ecke des Dome Glass gesprungen. Ich hatte das Schutzglas erst zwei Tage vorher aufgetragen. Was für ein Glück. Also neues Glas bestellt, das alte abgezogen, was rückstandslos funktioniert, und das neu Glas aufgetragen. Hat wieder perfekt funktioniert. Der Kleber sorgt für einen zusätzlichen Puffer bei Stürzen. Ich möchte zwar nicht, dass mir das Note 9 noch einmal auf den Boden fällt – aber mit dem Dome Glass fühle ich mich zumindest etwas sicher.

Samsung Galaxy Note 9: Es bleibt bei mir

Oft verspüre ich nach einigen Monaten mit einem Gerät das Gefühl, mir ein neues Smartphone kaufen zu müssen. Besonders in meinem Beruf, wo ich immer wieder die neuesten, teuersten und besten Smartphones der Welt testen darf, lässt man sich leicht von dem Hype anstecken. Nach den Tests des Huawei Mate 20 Pro oder Google Pixel 3 XL ist dieses Gefühl aber nicht aufgetreten.

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Mittlerweile nutze ich zudem die Beta von Android 9 Pie mit der neuen „One UI“ von Samsung auf dem Galaxy Note 9. Die Oberfläche ist wirklich komplett überarbeitet worden. Die Bedienung ist nun für Smartphones mit großen Displays optimiert. Sie läuft zwar noch nicht komplett sauber – aber das wird noch bis zum finalen Release im Januar 2019. Jetzt verstehe ich auch, wieso Samsung so lange für das Update benötigt. Man bekommt eine komplett neue Software auf die Smartphones.

Was euch mit der „One UI“ erwartet, zeigen wir euch im nachfolgenden Video:

Samsung „One UI“ mit Android 9 Pie auf dem Galaxy S9 ausprobiert.

Die Zukunft: Samsung Galaxy S10 Plus mit Loch im Display

Im kommenden Jahr wird Samsung mit dem Galaxy S10 und S10 Plus Smartphones mit Loch an der rechten oberen Seite im Display vorstellen. Schon beim Betrachten der nachfolgenden Renderbilder ist mir klar, dass mich das nerven wird – mehr als ein Notch. Andererseits wird Samsung bei der Kamera noch einen Sprung nach vorne machen. So sehr mir die Dual-Kamera des Note 9 auch gefällt, so sehr vermisse ich nach dem Test des Mate 20 Pro ein Weitwinkelobjektiv. Das wird es beim Galaxy S10 wohl geben.

Bilderstrecke starten(9 Bilder)
Samsung Galaxy S10: So umwerfend könnte das nächste Flaggschiff-Smartphone aussehen

Und trotzdem: Bisher bin ich mir meinem Samsung Galaxy Note 9 absolut zufrieden. Es könnte ein wenig leichter sein. Doch wenn ich dafür einen größeren Akku und höhere Laufzeiten erhalte, kann ich mit diesem einen kleinen Nachteil sehr gut leben. Und der Stylus? Den benutze ich nicht. Genau so wenig wie den Iris-Scanner oder Wireless Charging. Dafür aber den 3,5-mm-Klinkenstecker bei jeder Fahrt im Zug. Hätte ich auf den Preisverfall warten sollen? Vermutlich. Durch das Angebot mit der Smartwatch und dem kleinen Rabatt war es für mich trotzdem ein guter Deal. Mittlerweile ist der .

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