Das Kampfsystem

Das Kampfsystem von Dark Souls ist präzise und komplex. Ihr müsst es wirklich meistern, um hier Erfolg zu haben. Funktionen wie das Blocken und das Parieren sind nicht optionale Spielereien, die schick aussehen sollen, sondern schlichtweg überlebensnotwendig. Experimentiert, probiert alles aus und übt eurer Attacken und Defensivstrategien so lange, bis ihr sie verinnerlicht habt.

Gerade zu Beginn lässt sich das Training prima mit dem Prinzip der vorsichtigen Erkundung rund um eurer Leuchtfeuer verbinden. Sammelt Seelen indem ihr die Gegner um eurer Leuchtfeuer herum besiegt, ruht euch am Leuchtfeuer aus, lasst die Gegner respawnen und besiegt sie einfach noch einmal. Das verschafft euch nicht nur die nötigen Seelen für die zu Beginn sehr wichtigen Level-Aufstiege und Attributsteigerungen, sondern übt euch im Kampf. „Grinden in einem Action-Rollenspiel - wo gibt´s den das?“ werden viele jetzt sagen. Mit dem stupiden Abernten von XPs in MMORPGs hat das nicht viel zu tun. In Dark Souls ist jeder Kampf spannend und fordernd. Ihr müsst also immer hellwach sein. Außerdem werdet ihr bei der Erkundung sehr viel sicherer sein, wenn ihr genau wisst, wie ihr mit bestimmten Gegnern umzugehen habt. Wer seinen Charakter zu Beginn vorsichtig mit dem gezielten Ernten von Erfahrungspunkten ein, zwei Stufen aufsteigen lässt, wird sehr viel mehr Spaß in Dark Souls haben, als jemand, der sich zu schnell zu weit vorwagt und die erbeuteten Seelen immer wieder auf dem Schlachtfeld zurücklässt.

Die Gegner sollte man genau studieren

Gleichzeitig solltet ihr die Attacken der Gegner studieren und wissen, von welchen Passagen die größte Gefahr ausgeht. Die Standard-Gegner verfügen meist über 2-3 unterschiedliche Angriffsmanöver, lassen hin und wieder aber auch mal einen unvorhergesehenen Angriff einfließen, der sich zunächst nur schwer antizipieren lässt. Mit etwas Übung werdet ihr aber schon bald erkennen, welcher Angriff euch blüht und das zu eurem Vorteil nutzen. Hinzu kommt, dass viele der Standard-Gegner auch Gebrauch von Gegenständen wie Heiltränken oder Brandbomben machen.

Welche Attacken sind effektiv?

Im Kampf kommt es immer auch auf die von euch geführte Waffe an. Auch hier gilt: experimentieren! Dolche sind zum Beispiel gegen schwer gepanzerte Gegner fast wirkungslos, während sie das bessere Mittel für Gegner mit leichten Rüstungen sind. Agile aber schwach gerüstete Gegner würden auf der anderen Seite wiederum einem langsamen Schwertstreich mit einem Zweihänder durch ihre hohe Beweglichkeit ausweichen. Ein dickes Schild lässt sich dagegen mit einem fetten Schwert besser bearbeiten. Dark Souls ist in dieser Hinsicht also meist sehr logisch. Versucht das zu verinnerlichen und werdet schnell Erfolge haben.


Das gleiche Prinzip gilt auch für eure Attacken. (Fast) Jeder Gegner hat eine Schwachstelle. Selbst Monstren, die absolut übermächtig erscheinen. So trefft ihr zum Beispiel recht früh im Spiel auf die „Untoten Ritter“, die ein Schild tragen und dazu auch noch sehr schnell und häufig attackieren. Was zunächst als kaum zu bewältigende Aufgabe erscheint, lässt sich mit Hilfe von simplen Blocken und gut abgepassten Sprungattacken (Richtungstaste vor + R2) sehr leicht lösen. Es gibt für viele Gegner ein gutes Rezept - ihr müsst es nur finden.

Backstabbing, Parieren und Pullen sind essentiell!

Grundsätzlich gilt zudem, dass Attacken in den Rücken der Gegner ungemein effektiv sind und der Regel zum sofortigen Tod der Standard-Gegner führen. Wer also Anfangs auf die Attacken des Gegners wartet, diese blockt oder sie umkreist, um dann in ihrem Rücken zu landen - der hat schon so gut wie gewonnen. Die beste Methode: Lasst den Gegner kommen und seine Angriff an eurem Schild abprallen - jetzt ist er für einen Moment ungeschützt. Umkreist ihn und stellt euch NAH hinter ihn. Ein Druck auf die R1 Taste erledigt ihn mit einer speziellen Animation. Backstabing gibt zudem Extra-Seelenpunkte.

Ganz ähnlich funktioniert das Parieren. Es hat den klaren Vorteil, dass ihr dieses Spezial-Manöver frontal anwenden könnt und den krassen Nachteil, dass es verdammt viel Übung braucht, um den richtigen Moment abzupassen. Achtet am besten auf die Hand des Gegners. Das Zeitfenster für das Parieren ist sehr eng (unter einer halben Sekunde). Gelingt es euch aber den Angriff zu Parieren (L2) - dann könnt ihr dem Gegner mit R2 einfach den Rest geben. Leider gibt es hier kein Patentrezept. Habt ihr es einmal geschafft, werdet ihr es ein weiteres Mal schaffen und irgendwann genau wissen, wann man parieren muss. Übt es einfach an einem Leuchtfeuer. Wir empfehlen aber zu Beginn ausschließlich die Attacke in den Rücken zu verwenden.

Das Anlocken von Gegnern mit einem Bogen funktioniert in Dark Souls sehr gut und sollte schnell verinnerlicht werden. Ähnlich wie in MMORPGs könnt ihr euch einzelne Gegner aus Gruppen heraus picken und sie mit einem Pfeil pullen. Der Händler, den ihr zu Beginn in der „Untoten Stadt“ findet (sucht zwei Speerträger und zerstört die Kisten links neben ihnen), kann euch einen Bogen und Pfeile verkaufen. Eine Investition, die sich schnell bezahlt machen wird. Die Bosse in „Dark Souls“ sind dagegen eine ganz andere Nummer, die nur mit speziellen Strategien erfolgreich bekämpf werden können. Auch manche Zwischenbosse verlangen besonnenes Vorgehen.

 

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