Lebt Letho noch? Natürlich tut er das, wenn ihr ihn in The Witcher 2: Assassins of Kings verschont habt. Und CD Projekt Red lassen es sich nicht nehmen, den Königsmörder mit in den dritten Teil der Saga zu schleifen, wo er nicht etwa in Kaer Morhen, aber in einer verlassenen Scheune mitten im Nirgendwo auf euch wartet.

„Werden wir Letho wiedersehen?“, mag sich der ein oder andere nach The Witcher 2: Assassins of Kings gefragt haben. Andere, die sich einzig an The Witcher 3: Wild Hunt halten, könnten sich dagegen wundern, wer in Foltests Namen Letho überhaupt ist. Für euch ein kleiner Rückblick: Letho ist ein Hexer, der unter dem Titel „Königsmörder“ in die Geschichte der Spiele einging – er ist außerdem der zentrale Antagonist in The Witcher 2. Solltet ihr das Spiel noch nachholen wollen, ist es jetzt an der Zeit für euch, den Artikel zu schließen und euch nicht weiter spoilern zu lassen.

Oder ihr schaut euch vorher noch unseren Spoiler-freien Einblick in Geralts Geschichte an:

The Witcher: Das müsst ihr wissen, bevor ihr in die Welt eintaucht.

Gen Ende von The Witcher 2: Assassins of Kings könnt ihr darüber entscheiden, ob ihr Letho entweder tötet oder leben lasst. Tötet ihr ihn, wird er in The Witcher 3: Wild Hunt nicht auftauchen. Lasst ihr Letho dagegen leben, könnt ihr ihn tatsächlich wiedersehen – denn eine ganze Quest ist ihm gewidmet. Und falls ihr euch die Frage stellt: Ja, ihr könnt eure Spielstände von The Witcher 2 nach The Witcher 3 importieren, allerdings nur auf dem PC. Für PS4-, Xbox One- und Switch-Nutzer gibt’s in The Witcher 3 eine Sequenz am Anfang, die eure wichtigsten Entscheidungen aus dem zweiten Teil abfragt. Die könnt ihr direkt zu Beginn eures Spieldurchlaufs einschalten (empfohlen).

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The Witcher 3: Letho finden – „Der Fall des Hauses Rücker“ und „Geister der Vergangenheit“

Folgt ihr nur der Hauptstory in The Witcher 3: Wild Hunt, werdet ihr nicht auf Letho treffen. Er ist nämlich Teil jener berüchtigten Nebenquests, die sich im dritten Teil durch die Bank weg lohnen: CD Projekt Red hat großen Wert darauf gelegt, die Welt im Spiel lebendig und Nebenquests interessant zu gestalten. Um Letho nun im Spiel zu finden, müsst ihr als erstes Der Fall des Hauses Rücker aktivieren. Im folgenden Leitfaden führe ich euch durch die Quests.

Der Fall des Hauses Rücker

Questtyp Nebenquest
Startpunkt Lindental – Velen
Empfohlene Stufe 6
Belohnung / Kronen 100
Erfahrungspunkte 25-155
Nächste Quests Geister der Vergangenheit

Als aller erstes müsst ihr nach Velen reiten, in das kleine Dorf Lindental. Geht direkt zum Quest-Anschlag in der Siedlung und nehmt den Auftrag Monster in meinem Anwesen! an. Die Quest beginnt damit und führt euch zu einer ältere Damen mit Namen Dolores Rücker. Falls ihr sie nicht findet: Sie dürfte nicht weit ab des Anschlags nahe der Taverne in Lindental stehen. Im Gespräch mit ihr findet ihr heraus, dass sie momentan kein Zuhause hat – ihr aber eigentlich ein altes Herrenhaus gehört, das scheinbar von einem Monster übernommen wurde. Auch ihr Bruder Humbert sei verschwunden.

Damit sie zurück in ihr Anwesen kann, muss sich jemand um das Ungetüm kümmern – wäre käme da besser in Frage, als ein Hexer? Sie gibt euch außerdem einen Schlüssel zu einer Truhe im Haus, in der sich ein kostbaren Schatz befinden soll. Das ist eure Quest-Belohnung.

Wichtig: Diese Quest variiert wie oben beschrieben je nachdem, ob Letho noch lebt. Damit ihr auch wirklich auf Letho trefft, müsst ihr ihn entweder in The Witcher 2: Assassins of Kings leben lassen und den Speicherstand dann importieren (nur PC) – oder ihr habt am Anfang eures Spiels jene Sequenz eingeschaltet, bei der ihr manuell Entscheidungen aus den letzten Teilen der Serie eingeben konntet. Lebt Letho nicht, ist das Haus tatsächlich voller Geister – ist Letho am Leben, warten jedoch Fallen auf euch.

Folgt eurem Map-Marker bis zum Rücker Anwesen, das sich südöstlich von Lindental befindet.

Hier gibt’s entweder Fallen (Letho lebt) oder Geister (Letho ist tot) – bezwingt die Geister oder entgeht alle Fallen mit euren Hexersinnen, um in das Haus zu gelangen. So verläuft die Quest weiterhin, wenn Letho lebt: Durchforstet das Anwesen gründlich, geht aber nicht durch das Haupttor der Scheune. Um zur Truhe zu gelangen, müsst ihr durch den rechten Eingang im nordwestlichen Gebäude laufen und dort den Scheunenschlüssel an euch nehmen. Dieser öffnet dann einen kleinen Extra-Raum der großen Scheune. Geht noch immer nicht durch das Haupttor der Scheune!

Der kleine Raum stellt sich als Dolores Zimmer heraus. Hier findet ihr jene ominöse Truhe, in der ihr eure 100 Kronen als Belohnung erhaltet (den Schlüssel hattet ihr von Dolores bekommen). Als nächstes könnt ihr um die Scheune herumlaufen, wobei ihr eine Treppe zum Keller entdeckt. Dort drin findet ihr eine markierte Wand, die ihr mit Aard durchbrecht: Im versteckten Raum befindet sich der Leichnam von Dolores Bruder, zusätzlich zu einigen Dokumenten.

Jetzt geht’s zu Letho: Durchquert endlich das Haupttor der Scheune und findet darin Letho, womit auch die Folgequest Geister der Vergangenheit startet.

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Geister der Vergangenheit

Questtyp Nebenquest
Startpunkt Velen – Rücker Anwesen
Empfohlene Stufe 6
Belohnung / Kronen -
Erfahrungspunkte 75
Vorangegangene Quests Der Fall des Hauses Rücker

Durchschreitet das Haupttor der großen Scheune auf dem Rücker Anwesen in Velen, und findet Letho vor. Falls er nicht dort ist, lest euch weiter oben durch, was ihr tun müsst, damit er in eurer Welt lebendig und nicht tot ist.

Ihr sprecht eine Weile mit eurem alten Freund Letho, aber seid gewarnt: Ihr beide seid keineswegs so sicher, wie es der Anschein verspricht. Im Herrenhaus Rücker sammeln sich bereits Kopfgeldjäger, die es auf Letho abgesehen haben – denn wie es scheint, wurde er von Luis, seinem Freund, verraten. Gemeinsam bezwingt ihr die Angreifer, als sie euch attackieren. Damit ist es aber noch nicht getan. Letho möchte jetzt Luis besuchen, immerhin ist wohl er daran Schuld, dass der alte Hexer gefunden wurde.

Bei Luis wartet ein weiterer Kampf auf euch, den ihr allerdings gemeinsam mit Letho schaffen solltet. Kurz vor seinem Tod verrät euch Luis außerdem den Aufenthaltsort von Vester, dem Auftraggeber der Kopfgeldjäger. Ihr reitet zurück nach Lindental, wo die vorangegangen Quest Der Fall des Hauses Rücker startete.

Wie ihr herausfindet, versteckt sich Vester in der Hütte des Schmieds. Verfolgt das Geschehen und beobachtet, wie sich Letho den Kopfgeldjägern allein stellt. Als er dann zu Boden geht, sprechen euch die Jäger an, und ihr habt zwei Antwortmöglichkeiten:

  • „Ihr seid so gut wie tot.“
    • Ihr müsst alle Kopfgeldjäger allein besiegen.
  • „Ich will keinen Ärger.“
    • Ihr kämpft nicht. Überzeugt die Kopfgeldjäger aber unbedingt, dass sie Letho nicht den Kopf abtrennen.

Spoiler: Tatsächlich ist hier die Option „Ich will keinen Ärger“ die bessere. Das könnt ihr jedoch nicht wissen, denn Letho hat euch dummerweise nicht verraten, was er eigentlich plant: Euer Hexer-Freund ist nicht tot, sondern hat nur ein Gift eingenommen, damit es so aussieht. Denn halten ihn alle für tot, werden sie keine Jagd mehr auf ihn machen. Guter Plan, der besser funktioniert hätte, wärt ihr eingeweiht gewesen. So oder so empfiehlt sich Letho nach dem Szenario und möchte untertauchen. Im Gespräch könnt ihr ihm vorschlagen, nach Kaer Morhen zu ziehen. Tut ihr das, wird er euch optional bei der Quest Waffenbrüder: Velen zur Seite stehen. Die schließt an Val Fail, Elaine an und findet erst sehr viel später im Spiel statt.

Nach dem Abschluss der Nebenaufgabe solltet ihr natürlich zu Dolores zurückkehren und ihr davon berichten, dass ihr Haus gereinigt ist und sie wieder einziehen kann.

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Wollt ihr mehr zu Letho und seiner Beziehung zu Geralt von Riva wissen, erklären wir euch im Folgenden die Vorgeschichte des Königsmörders.

Letho retten: Das ist der Könsigsmörder durch die The-Witcher-Teile

Letho von Guleta war einer der Assassins of Kings, denen das zweite Witcher-Spiel seinen Namen verdankt. Doch wer ist der bullige Hexer, was hat er mit Geralt zu tun und spielt er auch in The Witcher 3: Wild Hunt mit?

Vorsicht, werte Hexer: Die folgenden Zeilen verraten einiges über die Handlung von The Witcher 2: Assassins of Kings.

Vorgeschichte: Letho und Geralt

Letho von Guleta, der bullige Krieger, ist ebenfalls ein Hexer, doch anders als unser Held Geralt gehört er der Schule der Schlange an, welche schon vor einiger Zeit unterging. Letho ist also einer der letzten Schlangen-Hexer.

Daher versucht Letho schon lange, die Hexerschule der Schlange wiederaufzubauen – mit düsteren Folgen für den Rest der Welt. Letho und Geralt kämpften einst gegen Monster, die Letho schwer verwundeten, und nur dank Geralts Hilfe konnte der andere Hexer überleben.

Letho und die Wilde Jagd

Letho revanchierte sich, als Geralt seine geliebte Yennefer aus den Fängern der Wilden Jagd zu befreien suchte. Wie Spieler von The Witcher 3: Wild Hunt wissen, ist die Wilde Jagd eine Horde von geisterhaften, äußerst mächtigen Reitern, die Gefangene nicht ebenso freilässt. Geralt und Letho mussten schließlich ihre Waffen strecken – und einen gemeinen Handel mit der Wilden Jagd eingehen.

Der Herr der Wilden Jagd Eredin bot an, Yennefer mit Geralt auszutauschen: Yen sollte mit Letho gehen, wenn Geralt sich der Wilden Jagd anschließe. Der Hexer stimmte zu und musste Eredin in die Wilde Jagd folgen, während Letho Yennefer in Sicherheit brachte.

Letho und der Kaiser

Leider gerieten Letho und Yennefer bald darauf in die Hände des kaiserlichen Geheimdienstes von Nilfgaard. Sie nahmen beide gefangen und Kaiser Emhyr var Emreis unterbreitete Letho ein Angebot: Der Hexer sollte sich der Loge der Magierinnen anschließen, und in deren Auftrag den schwachen König Demawend von Aedirn töten.

Die Magierinnen wollten nämlich dessen Land für sich selbst, um darauf einen freien Magierstaat zu gründen. Damit der Anschlag auch glückte, stellte die Loge Letho und seinen Gefährten magische Artefakte und die Hilfe der mit ihnen verbündeten Elfenrebellen unter ihrem Anführer Iorveth zur Verfügung.

The Witcher 2: Letho, der Königsmörder

Letho hatte vom Kaiser den Auftrag, nach dem Mord an Demawend noch weitere Könige zu töten, denn die weitläufigen Verbindungen der Magierinnen erlaubten es Letho, überall schnell zuzuschlagen. Daher wurde bald auch König Foltest von Temerien ein Opfer des Königsmörders. Tatsächlich war es aber Geralt, der am Ende des Mordes beschuldigt wurde und zusammen mit dem königlichen Hauptmann Vernon Roche nach dem wahren Königsmörder in The Witcher 2: Assassins of Kings suchte.

Daher jagte Geralt Letho, doch da unser Held seit seinen Erlebnissen mit der Wilden Jagd sein Gedächtnis verloren hatte, erkannte er seinen alten Kameraden nicht mehr. Zu Geralts Glück erinnerte sich Letho allerdings an Geralt – und verschonte ihn deshalb beim ersten Zusammentreffen.

Ein Ende mit Wodka

Am Ende von The Witcher 2 treffen Geralt und Letho ein weiteres – womögliches letztes Mal – aufeinander: Letho hat sein Ziel erreicht und nicht nur Könige getötet, sondern auch für totales Chaos im Norden gesorgt. Da die Verschwörung der Magier ans Tageslicht gekommen ist, sind die verbliebenen Könige hinter den Magiern her und Nilfgaard kann ungestört in den Norden einmarschieren

Geralt hat nun die Wahl, ob er den Königsmörder tötet oder gehen lässt. Vorher jedoch erklärt er unserem Helden bei einer Flasche Wodka haargenau, was alles vor seiner Amnesie passiert ist. Danach entscheidet ihr im Spiel, ob Letho sterben soll. Lasst ihr ihn leben, könnt ihr euch auf ein Wiedersehen in The Witcher 3: Wild Hunt freuen. Oben im Artikel führe ich euch durch die Quest.