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Technisch auf dem allerneuesten Stand

Technisch kann es das Galaxy Book 12 nicht nur beim Display locker mit der Konkurrenz aufnehmen, sondern auch bei der weiteren Ausstattung. Samsung hat sich dafür entschieden, nur den Intel-Prozessor Core i5-7200U mit zwei physischen Kernen zu verbauen. Man hat aber die Wahl zwischen verschiedenen Speicher- und RAM-Konfigurationen, die sich dann noch in Versionen mit und ohne LTE sowie Windows 10 Home oder Pro unterscheiden.

Uns wurde das Topmodell mit 8 GB RAM, 256 GB internem Speicher, LTE und Windows 10 Pro zur Verfügung gestellt. Dieses wird zum Preis von 1.629 Euro verkauft. Im Gegensatz zum Vorgänger kann der interne Speicher dieses Mal aber erweitert werden. Man kann sich also eine microSD-Speicherkarte besorgen und für etwas mehr Platz sorgen. 256 GB interner Speicher sind bei diesem Preis schon grenzwertig. Für den Nutzer bleiben 196 GB frei. Andere Hersteller verbauen oft 512 GB – teilweise sogar 1 TB große SSDs. Samsung produziert ja selbst SSDs und könnte also durchaus mehr Speicher zur Verfügung stellen.

Die verbaute Samsung-SSD gehört zudem nicht zu den schnellsten Flash-Speichern auf dem Markt. Es kommt das Modell „MZNLN256HMHQ“ zum Einsatz, das vom Werk aus „nur“ folgende Lese- und Schreibwerte erreicht:

  • Lesen: Bis zu 540 MB/s
  • Schreiben: Bis zu 520 MB/s
Samsung-Galaxy-Book-12-Test-SSD-Benchmark
Leider nicht die schnellste SSD

Die Konkurrenz setzt auf deutlich schnelleren NVMe-Speicher, der deutlich über 1.000 MB/s erreicht und damit auch schneller Daten kopieren, lesen und auch Berechnungen durchführen kann. Die SSDs, die bei der Konkurrenz zum Einsatz kommen, stammen meist auch von Samsung. Wieso spart das Unternehmen hier also? Am Preis kann es kaum liegen. Das Tablet ist ein absolutes Premium-Produkt.

Die Leistung des Samsung Galaxy Book 12 unter Windows 10 ist sehr gut. Es gibt keine spürbaren Verzögerungen bei normalen Tätigkeiten. Der Lüfter geht auch nur sehr selten an, wenn man das Tablet spürbar belastet. Im normalen Betrieb, wenn man im Internet surft, einen Film schaut oder arbeitet, ist das Gerät still.

Im Benchmark von PCMark 8 hat das Galaxy Book 12 mit dem Core i5 eine gute Leistung mit 3.369 Punkten erreicht:

Samsung-Galaxy-Book-12-Test-PCMark8
Mit dieser Leistung kann man schon einiges anfangen

Im Vergleich dazu, das Lenovo Yoga 910 mit Core i7-7500U war im Test mit 3.782 Punkten nur etwas schneller. Die Rechenleistung reicht also in jedem Fall aus – auch wenn man ab und zu ein Bild etwas professioneller bearbeiten oder ein Video schneiden möchte.

Samsung Galaxy Book 12: Technische Daten im Überblick

Display12 Zoll Super-AMOLED-Panel mit 2.160 x 1.440 Pixel (215 ppi)
ProzessorIntel Core i5, 7. Generation, Dual Core mit maximal 3,0 GHz
Arbeitsspeicher4/8 GB RAM
Interner Speicher128/256 GB, erweiterbar per microSD-Karte um maximal 256 GB
Hauptkamera13 MP mit Autofokus
Frontkamera5 MP
SoftwareWindows 10
Akku39,04 Wh
KonnektivitätWLAN 802.11 a/b/g/n/ac, 2X2 MIMO, Bluetooth 4.1 BLE, GPS, LTE Cat. 6 (optional)
FarbenTBA
Maße 291,3 x 199,8 x 7,4 mm
Gewicht754 Gramm
SonstigesTastatur-Cover, Stylus, Schnellladefunktion, Software-Features (Samsung Notes, Air Command, Samsung Flow)
Preisvergleich

Samsung Galaxy Book 12: Akkulaufzeit im Test

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Das Samsung Galaxy Book 12 ist ein Dauerläufer

Das Galaxy Book 12 ist prädestiniert dazu, mobil verwendet zu werden. Es ist dünn, relativ leicht und kompakt. Einem Transport steht also nichts im Wege. Samsung hat dem Windows-Tablet zudem ein LTE-Modem spendiert, sodass man unterwegs immer online sein kann. Offiziell soll eine Laufzeit von 11 Stunden möglich sein. Erreicht haben wir maximal 9 Stunden bei leichten Tätigkeiten wie beim Schauen eines Videos oder Arbeiten mit Office. Belastet man das Galaxy Book 12 etwas stärker, dann sinkt die Laufzeit auch spürbar um einige Stunden. Das ist aber auch bei jedem anderen Windows-Gerät der Fall.

Im normalen Betrieb, für den das Galaxy Book 12 vorgesehen ist, ist die Laufzeit ausreichend hoch, um einen Arbeitstag von acht Stunden durchstehen zu können. Möchte man es als Desktop-Ersatz nutzen, dann muss man es auf dem Schreibtisch halt mit Energie versorgen. Dann kann man es auch stärker belasten und Videos scheiden oder Bilder bearbeiten. Insgesamt ist die Akkulaufzeit etwas unter den Angaben von Samsung, aber trotzdem noch im Rahmen. Reguliert man die Helligkeit des Displays herunter, dann kann man einige Stunden mehr herausholen.

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