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Keine Einschränkungen bei der Software dank Windows 10

Samsung bietet das Galaxy Book 12 in zwei Versionen an. Einmal mit Windows 10 Home und einmal mit Windows 10 Pro. Wo die Unterschiede liegen, haben wir in einem ausführlichen Artikel erklärt. Getestet haben wir das Topmodell mit Windows 10 Pro. Das Betriebssystem an sich läuft insgesamt sehr stabil und schnell. Es können alle Programme installiert werden, die man von seinem PC kennt. Doch Samsung hat auch zusätzliche Software installiert.

Software für den S Pen

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Wie unter Android: Zusätzliche S-Pen-Funktionen für den Stylus

Wie bei den Android-Tablets und -Smartphones von Samsung, die mit einem S Pen ausgeliefert werden, hat das Galaxy Book 12 unter Windows 10 ebenfalls Software-Funktionen spendiert bekommen. Um diese aufrufen zu können, muss man sich im Empfangsbereich zwischen Stylus und Digitizer bewegen – also den Stylus etwa einen Zentimeter über dem Display halten. Wird der kleine Punkt auf dem Display angezeigt, kann man den Knopf auf dem S Pen drücken und so das Menü aufrufen.

Darüber lassen sich folgende Funktionen direkt starten:

  • Notiz erstellen: Das Programm „Samsung Notes“ wird gestartet. Darin lassen sich Notizen und Zeichnungen anfertigen. Es stehen verschiedene Stifte und Farben zur Verfügung.
  • Alle Notizen anzeigen: Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, wird dort die Sammlung der zuletzt angelegten Notizen angezeigt.
  • Smart Select: Bereiche auf dem Bildschirm können als Rechteck oder Oval ausgeschnitten werden. Hier versteckt sich auch die GIF-Funktion, mit der man Animationen aufnehmen kann. Ist insgesamt ganz lustig, funktioniert aber nicht immer und lässt das Tablet zu oft abstürzen.
  • Screenshot-Notiz: Es wird ein Screenshot des aktuell sichtbaren Bildschirms gemacht. Danach lassen sich mit dem S Pen Notizen erstellen.
  • Show Windows: Der Inhalt des Tablets kann an einen anderen Bildschirm übertragen werden.

Während solche Funktionen bei Android-Geräten oft fehlen, bietet Windows 10 vom Werk aus bereits alles an Software-Features. OneNote kann Notizen aufnehmen, Screenshots können direkt beschriftet und in Microsoft Edge kann der S Pen ebenfalls für handschriftliche Eingaben genutzt werden. Über das Info-Center kann auch ein externer Bildschirm angesteuert werden. Nur die GIF-Funktion gibt es vom Werk aus nicht – und genau diese funktioniert leider nur mäßig.

Samsung Galaxy Book 12: Book Einstellungen

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Spezielle Einstellungen für das Samsung Galaxy Book 12

Ganz praktisch ist hingegen das Programm „Book Einstellungen“. Dort können die Einstellungen getroffen werden, welche die Eigenschaften des Galaxy Book 12 betreffen, die Windows 10 nicht von Werk aus anspricht. Dazu gehören das Super-AMOLED-Display und die Darstellungsmöglichkeiten.

Der Akkulaufzeit-Extender hört sich auf den ersten Blick nach einer Option an, mit der man die Laufzeit des Galaxy Book 12 verlängern könnte. Doch es dient in erster Linie dazu, den Akku zu schonen und langlebiger zu machen. Die Aufladekapazität wird nämlich auf 85 Prozent beschränkt, der Akku beim vollen Aufladen also nicht so stark belastet und kann damit länger halten. Dadurch verkürzt sich aber vermutlich auch die Laufzeit. Wer länger etwas von seinem Windows-Tablet haben möchte, sollte diese Funktion aktivieren. Ein Akkutausch dürfte nämlich kaum möglich sein.

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Damit der Akku auch nach Jahren noch hält

Bitter: Das Benutzerhandbuch ist gar nicht auf dem Book 12 hinterlegt, sondern führt nur zu einer Webseite. Das hätte durchaus auch auf dem internen Speicher hinterlegt werden können.

Ansonsten bekommt man pures Windows 10, das auch nicht unnötig mit vielen Programmen und Apps zugekleistert wurde. Updates gibt es direkt von Microsoft, wodurch man die nächsten Jahre auf dem neuesten Stand bleibt.

Test-Fazit zum Samsung Galaxy Book 12

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Es gibt immer noch Verbesserungspotenzial

Das Ergebnis nach dem Test des Samsung Galaxy Book 12 fällt zwiegespalten aus. Zu den positiven Aspekten gehört in erster Linie das Display. Das Super-AMOLED-Panel ist einfach hervorragend. Der Digitizer arbeitet absolut präzise und die Nutzung des S Pen macht Spaß. Die Performance passt, der Lüfter ist nicht zu aufdringlich und auch die Laufzeit kann überzeugen. LTE sorgt für viel Freiheit, ohne dass man an ein WLAN oder Smartphone gebunden ist. Windows 10 ist vielseitig und für jeden Zweck einsetzbar.

Doch es gibt auch negative Punkte, die man bei einem so hohen Preis nicht ausblenden kann. Besonders negativ aufgefallen ist der Geruch des Tastatur-Covers. Immer, wenn man das Tablet aufklappt, kommt dieser chemische Geruch durch. Das darf bei einem so hochpreisigen Produkt nicht sein. Samsung hat zudem auf Thunderbolt 3 verzichtet, obwohl gleich zwei USB-Typ-C-Anschlüsse vorhanden sind. Die SSD gehört nicht zu den schnellsten Modellen auf dem Markt und es fehlt ein Kickstand, der im Tablet integriert ist. Hier sollte sich Samsung nicht am iPad orientieren, sondern an Microsoft mit dem Surface Pro.

Wer mit den hier aufgezählten Nachteilen leben kann, der bekommt mit dem Samsung Galaxy Book 12 ein hervorragendes Windows-10-Tablet, das ohne Probleme ein Notebook ersetzen kann.

ProKontra
  • Super-AMOLED-Display
  • Geruch der Tastatur
  • Akkulaufzeit
  • Kein biometrischer Sensor
  • Leistung
  • Kein Thunderbolt 3
  • LTE
  • Preis
  • Zubehör im Lieferumfang
 
  • S Pen
  • Lautsprecher
  • Tastatur

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Bewertung: Samsung Galaxy Book 12

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 4/5
  • Display: 5/5
  • Kameras: 3/5
  • Software: 4/5
  • Performance: 4/5
  • Video und Audio: 4/5
  • Konnektivität und Speicher: 4/5
  • Akku und Alltag: 4/5

Gesamt: 80 %

Surface Pro 4: Die Alternative zum Samsung Galaxy Book 12

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Wer auf LTE verzichten kann, sollte zum Surface Pro 4 greifen. Die Preise für das Microsoft-Tablet sind mittlerweile extrem stark gefallen, sodass man teilweise ein Bundle aus Tablet, Tastatur und weiterem Zubehör für unter 700 Euro bekommt.

Das Surface Pro 4 ist zwar nicht mehr auf dem allerneuesten Stand, der Preisunterschied ist aber so groß, dass man mit einem etwas älteren Prozessor leben kann, da man sonst kaum Kompromisse eingehen muss. Praktisch ist hier beispielsweise der Kickstand, der auf der Rückseite des Tablets integriert ist, sowie die Gesichtserkennung für Windows Hello. Es ist und bleibt damit eines der besten Windows-10-Tablets auf dem Markt.

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