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So funktioniert Vinted / Kleiderkreisel

Bei Vinted (früher Kleiderkreisel) könnt ihr alte Kleidung zu Geld machen oder günstige Mödeschnäppchen finden. (© Priscilla Du Preez / Unsplash)
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Als „Kleiderkreisel“ bekannt geworden, bietet euch die Plattform mittlerweile unter dem Namen „Vinted“ die Möglichkeit, Second-Hand-Kleidung anzubieten oder zu kaufen. Wir erklären euch, wie das funktioniert und worauf ihr achten müsst.

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Registrierung bei Vinted

  • Die Registrierung bei Kleiderkreisel war noch einfach, bei Vinted ist sie etwas komplizierter. Die Erstregistrierung funktioniert nämlich via E-Mail-Adresse und Passwort.
  • Dann bekommt ihr eine E-Mail mit einem Kontroll-Link, um das Konto zu verifizieren.
  • Doch anschließend verlangt Vinted unbedingt eine weitere Überprüfung über euer Handy oder Telefon – ob ihr das wollt oder nicht.
  • Entweder bekommt ihr eine SMS oder einen Sprachanruf (bei einer Festnetznummer), in dem euch der vierstellige Code mitgeteilt wird, der dann für 5 Minuten gültig ist.

Diese zweite Verifizierung dient als Sicherheitsmaßnahme im Sinne einer Zwei-Faktor-Authentifizierung: Sobald auf eurem Konto seltsame Aktivitäten auffallen, wird es gesperrt und ihr bekommt an die angegebene Telefonnummer einen neuen Sicherheitscode.

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Außer mit eurer E-Mail-Adresse könnt ihr euch dort auch noch mit eurem Apple- oder Google-Konto anmelden. Die Anmeldung mit dem Facebook-Konto ist derzeit (August 2022) deaktiviert.

Falls ihr das Angebot nicht mehr nutzt, könnt ihr jederzeit selbst euren Vinted-Account löschen.

Tipps für den Kauf bei Vinted

Wie schon vorher beim Kleiderkreisel, handelt es sich bei Vinted um ein Angebot für Privatkäufe. In der Regel werden die hier angebotenen Artikel also von Privatpersonen verkauft. Auch wenn dabei trotzdem gesetzliche Regelungen gelten, schränkt das die üblichen Garantien und Gewährleistungen stark ein.

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Hier gilt also ein Grundsatz, den ihr bei jedem Online-Handel befolgen solltet: Anstatt erst hinterher zu googeln, informiert euch vorher über den Anbieter!

  • Über jedem angebotenen Artikel findet ihr einen Link zum Verkäuferprofil und dort die bisherigen Bewertungen.
  • Lasst euch nicht von der Zahl der Bewertungen oder 5 Sternen blenden. Die sind bei sehr aktiven Verkäufern schnell erreicht und die Problemfälle gehen oft in der Menge unter.
  • Werden immer dieselben Probleme genannt (Artikel kommen nicht an, Verkäufer reagiert nicht, Ware mangelhaft), dann lasst die Finger davon.

Natürlich kann es bei einer großen Zahl von Artikel mal zu Problemen mit der Post kommen und ihr solltet nicht erwarten, dass die Verkäufer rund um die Uhr auf eure E-Mail warten, aber eine Häufung solcher Meldungen bedeutet meist echte Probleme, denen ihr mit etwas Vorarbeit aus dem Weg gehen könnt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es bei Vinted viele Betrüger gibt.

Manche Verkäufer bieten PayPal als Bezahlmöglichkeit an und ihr habt dadurch den bewährten PayPal-Käuferschutz. Überhaupt könnt ihr die Gebühren bei Vinted umgehen, indem ihr den Verkäufer über eine Privatnachricht kontaktiert. Allerdings habt ihr dann keinerlei Käuferschutz, selbst wenn das Paket nie ankommt.

Ihr solltet auch euren „gesunden Menschenverstand“ nutzen: Wenn das aktuelle Angebot einer „privaten“ Verkäuferin 60 Sonnenbrillen umfasst, die teilweise sogar mehrfach vorhanden sind, verstößt sie mit Sicherheit gegen mehrere Regeln und möglicherweise auch Gesetze.

Bei Vinted heißt es eindeutig: „Sie können unsere Seite nicht nutzen, wenn Sie ein kommerzieller Verkäufer sind.“

Mit so einem Angebot handelt es sich um einen kommerziellen Handel, der sicher auch das Finanzamt interessieren würde.

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Welche Probleme kann es beim Kauf oder Verkauf geben?

Das Hauptproblem solcher Handelsplattformen ist eigentlich überall ähnlich:

Die Betreiber des Internet- und App-Angebotes sind nicht die Verkäufer.

Wenn etwas schiefgeht, Kleidung nicht passt, defekt ist oder von der Beschreibung abweicht, müsst ihr euch an den Verkäufer wenden. Der Betreiber ist dafür nicht zuständig und in diesem Fall sitzt er in Litauen.

Der Kleiderkreisel, aka Vinted, berechnet euch bei jedem Kauf einen „Käuferschutz“, der pro Artikel 70 Cent plus 5 Prozent des Artikelpreises kostet. Bei einer Hose für 10 Euro sind das zum Beispiel 1,20 Euro zusätzlich.

Der hilft euch aber nur, wenn:

  • der Artikel nicht ankommt,
  • er beim Versand stark beschädigt wurde oder
  • stark von der Beschreibung abweicht.

Hinzu kommt, dass ihr das innerhalb von 2 Tagen melden und die Kosten des Rücksendung selbst übernehmen müsst.

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