Samsung: Millioneninvestition in Displaysparte von Sharp

Lukas Funk 3

Samsung hat eine Investition in Millionenhöhe in den japanischen Display-Hersteller Sharp getätigt. Mit umgerechnet knapp 86 Millionen Euro sicherte man sich Zugang zur Display-Fertigung, an dergerüchteweise auch der große Samsung-Konkurrent und Kunde Apple interessiert ist.

Samsung: Millioneninvestition in Displaysparte von Sharp

Samsungs Spezialität waren bislang die knalligen, kontrastreichen AMOLED-Displays, welche wohl maßgeblich zum Erfolg der Spitzenmodelle der Galaxy S-Reihe beitrugen. Setzten sich in den vergangenen Monaten eher die konkurrierenden LCD-Anzeigen mit Full-HD-Auflösung durch, so möchte Samsung auch zukünftig neue Maßstäbe setzen. Wohl deshalb kaufte man sich nun mit umgerechnet 86 Millionen Euro beim japanischen Display-Hersteller Sharp ein, was 3 Prozent Anteilen entspricht.

Der offiziellen Stellungnahme ist zu entnehmen, dass die Kooperation vor allem in verbesserten LC-Displays resultieren soll, welche Samsung schon jetzt von Sharp bezieht und vor allem in seinen Fernsehern, Laptops und Tablets verwendet. Weiteres Interesse dürfte aber auch der IGZO (Indium-Gallium-Zink-Oxid) genannten Display-Technologie gelten, welche Sharp im Rahmen der CES einem breiten Publikum vorstellte. Diese ist vom Funktionsprinzip her den in E-Readern verwendeten E-Ink-Displays ähnlich. So wird der Display-Inhalt bei IGZO-Display nur neu gezeichnet, wenn er sich ändert, dabei sollen Pixeldichte und Reaktionsgeschwindigkeit aber auf einem höheren Niveau als bei herkömmlichen LC-basierten Displays sein. Die resultierende Energieeffizienz könnte in Zukunft eine wichtige Rolle auf dem Mobilfunkmarkt spielen. Wir hatten uns ein Sharp-Tablet mit IGZO-Display auf der CES kurz angeschaut:

Gerüchten zufolge ist auch Apple, gleichermaßen Kunde und Konkurrent von Samsung, an der IGZO-Technologie interessiert; diese könnte im kommenden iPhone Verwendung finden. Erst kürzlich verlagerte Cupertino den Schwerpunkt seiner Display-Bestellungen von Samsung auf Sharp.

Es bleibt abzuwarten, wie der Einkauf die wechselseitigen Beziehungen der drei Unternehmen beeinflusst. Sharp möchte seinerseits das Geld nutzen, um die Entwicklung von Smartphone- und TV-Bildschirmen voranzutreiben.

Quellen: Digitimes, Sharp [via Mobile Geeks]

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