Unfassbar viel Geld: So viel will Samsung in neue Technologien stecken

Stefan Bubeck

Samsung holt das Portemonnaie aus der Tasche – und zwar das große! In den nächsten drei Jahren will Südkoreas Technik-Gigant schwindelerregend große Milliardenbeträge in neue Technologien investieren. Was genau hat Samsung vor und was hat das mit dem Galaxy S9 zu tun?

Unfassbar viel Geld: So viel will Samsung in neue Technologien stecken
Bildquelle: Samsung.

Samsungs Führungsspitze hat verkündet, dass der Konzern in den kommenden drei Jahren insgesamt 138 Milliarden Euro investieren wird. Die Gelder sollen in aufstrebende Wirtschaftsbereiche fließen. Davon wandern stattliche 20 Milliarden Euro vor allem in den Zuständigkeitsbereich von Samsung Electronics – dem Konzernteil, der unter anderem für die Android-Smartphones der Galaxy-Reihe oder Speicherchips bekannt ist.

Samsung: 138 Milliarden Euro für den Aufschwung in der Heimat

Als konkrete Zukunftsthemen genannt wurden Künstliche Intelligenz (AI), Roboterfahrzeuge (autonomes Fahren), die nächste Mobilfunkgeneration 5G, Biopharmaka und Internet der Dinge (IoT). Samsung kündigte auch eine Reihe von Initiativen an, um eine „führende Kraft beim Aufbau und der Belebung des Ökosystems innovativer Unternehmen für die digitale Wirtschaft zu werden.“ Kurz: Samsung will noch stärker in vielversprechende Start-Ups investieren.

Samsungs milliardenschwerer Griff in den Geldtopf ist für Branchenkenner keine große Überraschung. Der südkoreanische Konzern gilt als eines der forschungsstärksten Unternehmen der Welt, wie etwa diese Statistik der Forschungs- und Entwicklungsausgaben in den Jahren 2016/2017 zeigt. Hier hängt Samsung unter anderem Rivalen wie Huawei oder Apple klar ab:

Die gewaltigen Ausgaben dienen nicht nur Samsung selbst, sondern sollen auch die Wirtschaft Südkoreas stärken. Diese ist – anders als Deutschland mit seinen vielen mittelständischen Betrieben – stark von der Performance großer Konzerne wie Samsung, Hyundai oder LG abhängig. Allein bei Samsung Electronics arbeiten weltweit über 300.000 Menschen, davon über 90.000 in Südkorea. Im Rahmen der Investitionen sollen 40.000 neue Jobs geschaffen werden, Samsung spricht gar von indirekt 700.000 Arbeitsplätzen in den angeschlossenen Industrien.

Zukunftspläne bei Samsung: Auf Smartphones ist kein Verlass?

Vielleicht nicht der entscheidende, aber sicherlich ein gewichtiger Faktor für die Strategie der nächsten Jahre ist der stagnierende Smartphone-Bereich. Wie mittlerweile Samsung selbst zugibt, ist das Galaxy S9 nicht gerade ein Verkaufsschlager, obwohl es ein sehr gutes Gerät ist. Hier die besten Tricks zum aktuellen Flaggschiff:

Samsung Galaxy S9 Tricks.

Die Märkte für künstliche Intelligenz, Anwendungen mit Spracherkennung und autonomes Fahren – sie alle werden in den kommenden Jahren gewaltig wachsen. Vom bereits „ausgewachsenen“ Smartphone-Sektor ist das nicht zu erwarten – zumindest nicht ohne den Hoffnungsträger 5G. Es ist also strategisch klug, dass Samsung sich in anderen Bereichen stärker positioniert und entsprechende Investitionen vornimmt. Da keimt bei uns die Hoffnung auf, dass der digitale Assistent Bixby zeitnah Fortschritte macht und dann Google Assistant oder Amazon Alexa das Wasser reichen kann.

Quellen: Samsung, Reuters, Statista

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* gesponsorter Link