Das japanische Unternehmen Sharp plant den nächsten großen Schritt in Sachen Display-Technologie: Durch die Fusion von LCD und Touchsensoren sollen die Displays von morgen viel dünner werden. Dadurch könnten theoretisch noch schlankere Smartphones ermöglicht oder mehr Platz für andere Komponenten – wie zum Beispiel den Akku – gelassen werden.

 
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Während Akkulaufzeiten, Kameraperformance und andere Aspekte von Smartphones noch durchaus verbesserungswürdig sind, ist die Darstellungsqualität aktueller Smartphones sehr ordentlich –  zumindest in Szenarien ohne direkte Sonneneinstrahlung. Dennoch wird natürlich weiterhin an neuen Display-Technologien gearbeitet, um andere Aspekte wie zum Beispiel die Energieeffizienz zu optimieren. Neben LG und Samsung entwickelt auch Sharp immer wieder neue Displaytechnologien. Aktuell hat das japanische Unternehmen mit der Massenfertigung von Bildschirmen begonnen, die dank einer neuen Konstruktion viel schlanker als herkömmliche Displayelemente sein sollen.

Sharp: In-Cell-Touch-Displays werden möglicherweise für Apple produziert

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Im ungefähren Vergleich: Links ein herkömmliches Display, rechts Sharps neue In-Cell-Touch-Technologie

In-Cell-Type-Touch nennt sich die Technologie, bei der die LCD-Einheit direkt mit den für die Toucheingabe benötigten Sensoren versehen wird. Normalerweise wird der Digitizer separat aufgetragen und verbraucht dadurch zusätzlichen Platz. Schon seit längerem versuchen Ingenieure der Smartphone-Hersteller an dieser Stelle Einsparungen vorzunehmen: Unter anderem hat die One-Glass Solution (OGS), bei der die zweite Glasscheibe für die Touchsensoren gegen ein anderes, dünneres Material ausgetauscht wird, hier bereits einige Fortschritte ermöglicht. Wie Sharp die Touchsensoren genau in den Schaltkreisen des LCD verbauen wird, ist nicht bekannt. Durch die Verwendung von Low Temperature Polysilicon (LTPS) anstelle von amorphem Silizium (a-Si) soll jedoch auch der Energiebedarf durch eine höhere Lichtdurchlässigkeit und eine damit verbundene Reduzierung der benötigten Hintergrundbeleuchtung erzielt werden.

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Nicht nur in Smartphones, sondern auch in Laptops und Tablets sollen die neuartigen Displays künftig ihren Platz finden. Dort kommt allerdings anstelle von LTPS Indium-Gallium-Zink-Oxid (IGZO) zum Einsatz. Möglicherweise werden die Displays im Auftrag von Apple für das kommende iPhone 6S oder ein neues iPad angefertigt. Tatsächlich war es nämlich das Unternehmen aus Cupertino, das im August vergangenen Jahres ein entsprechendes Patent für die In-Cell-Technologie erhalten hat. Da Sharp in der Vergangenheit stets einer der Lieferanten für Apples Displays gewesen ist erscheint es naheliegend, dass die neue In-Cell-Technologie zuerst in einem Apple-Gerät verbaut wird.

Quelle: Sharp via Techcrunch, Android Authority, Golem; Hinweis: Das Artikelbild zeigt das Sharp Aquos Pad.

 

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