Watchever steht angeblich kurz vor Verkauf

Martin Malischek 7

Der VoD-Dienst Watchever steht angeblich kurz vor dem Verkauf. Das scheint nicht unwahrscheinlich in Bezug auf den kommenden Netflix-Start sowie die hohen Verluste, die Watchever einfährt.

Watchever steht angeblich kurz vor Verkauf

Trotz der großen Beliebtheit steht es im Moment wohl nicht gut um den Videostreaming-Dienst Watchever. Entgegen der 7 bis 10 Millionen Stunden an gesehenem Material im Dezember (Angabe des Watchever-Geschäftsführers), stehen 66 Millionen Euro Ausgaben für Werbung und Betrieb des Dienstes im letzten Jahr. Die Ausgaben wurden von nur 12 Millionen Euro Umsatz „aufgefangen“.

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Im ersten Quartal dieses Jahres sieht es nicht besser aus: 21 Millionen Euro Verlust hatte Watchever in diesem Zeitraum zu verbuchen. Aufgrund des bald kommenden Deutschlandangebots von Netflix soll der Medienkonzern Viviendi, der hinter Watchever steckt, die Notbremse ziehen und das Portal zum Verkauf anbieten wollen.

Dies meldet die französische Finanz-Zeitschrift „Leo Échos“.  Ein Verkauf oder eine Schließung des Dienstes scheint nicht unwahrscheinlich, bereits Ende Mai wurde ein solches Gerücht bei der App „Secret“ anonym in den Umlauf gebracht.

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Wie wahrscheinlich ist ein Watchever-Verkauf?

 

Den Gerüchten entgegen stehen ziemlich optimistische Aussagen von Vivendi und dem Watchever-Chef Stefan Schulz, die noch vor Kurzem getätigt wurden. Beide drückten sich sehr zuversichtlich aus, was die Zukunft des Videoportals Watchever angeht. Zu diesem Zeitpunkt war die Konkurrenz in Deutschland allerdings noch nicht so groß, wie jetzt.

Wie bereits erwähnt birgt der kommende Netflix-Start in Deutschland erhebliche Konkurrenz und auch Amazon mit dem Prime-Angebot könnte eine Rolle spielen. Zwar sind die Kosten für das Prime-Angebot des Versandhändlers und die für Watchever in etwa gleich und das Angebot von Watchever etwas größer, jedoch bekommen Amazon-Kunden mit Premium-Konten zusätzliche Services angeboten. Hierzu gehört eine schnellere Lieferung und ein umfangreicher Musikkatalog (bis jetzt nur in den USA.).

Was an den Gerüchten dran ist und wie wahrscheinlich ein Verkauf tatsächlich ist, wissen wohl also nur die Betreiber selbst. Die Fakten, welche für einen bevorstehenden Verkauf sprechen, überwiegen jedoch. Andererseits ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Startup den jeweiligen Investoren nicht kurz-, sondern eher langfristig Gewinne einbringt.

via mobilegeeks & netzwertig

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