Was ist ein Browser und welchen soll ich wählen?

Marco Kratzenberg
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OK, wer das liest, weiß zumindest schon einmal, wie man einen Browser bedient. Doch was ist ein Browser – technisch gesehen? Gibt es da große Unterschiede und welcher ist der Beste?

Die letzte Frage ist vielleicht am schwersten zu beantworten. Denn wie so häufig geht es hier in erster Linie um die persönlichen Bedürfnisse, die Anforderungen, Vorlieben und Gewohnheiten. Das es gewisse Standards einzuhalten gilt, müssen die Browser zumindest in Grundzügen alle dasselbe leisten können. Aber obwohl z.B. der Microsoft Internet Explorer fester Bestandteil von Windows ist, musste er seine Spitzenposition schon lange abgeben. Derzeitiger Marktführer ist Firefox, gefolgt von Googles Browser Chrome. Was die meisten Benutzer gerade an diesen beiden Browsern schätzen, ist deren Ausbaufähigkeit durch Addons.

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Firefox Video

Was ist ein Browser und wie arbeitet er?

Die Programmiersprache, mit der Webseiten hergestellt werden, entspricht bestimmten Standards. Die muss ein Browser einhalten, um die angesteuerten Seiten richtig anzeigen zu können. Richtig bedeutet in diesem Fall, dass sie so erscheinen müssen, wie der Webdesigner sie geplant hat. Also kann man eigentlich sagen, dass ein Browser ein Programm ist, das bestimmte Codes interpretieren und in sichtbare Darstellungen umsetzen kann. Ein einfaches Beispiel: Der Befehl bgcolor=”#FFFFFF” bedeutet, dass die Webseite einen weißen Hintergrund haben soll. bgcolor=”#000000″ stellt ihn schwarz dar. Das und über 200 andere Farbwerte muss ein Browser richtig interpretieren. Ebenso die Schriftart, Schriftgrößen, Linkfarben und die Anordnung der verschiedenen Elemente. Wie ein solcher “Quelltext” aussieht, kann man sich live angucken. In Firefox z.B. würde man nun in dieser Seite mit der rechten Maustaste klickt und dann im Kontextmenü “Seitenquelltext anzeigen” wählt, öffnet sich ein neues Fenster und darin sieht man den Programmcode, mit dem diese Seite erstellt wird.

Man kann einen Browser also mit einem TV-Gerät vergleichen: An einem Ende kommt ein Datenstrom an, und am Bildschirm wird daraus ein Bild gemacht. Mit verschiedenen Zusätzen und Erweiterungen können die Fähigkeiten des Kernprogramms noch vergrößert werden. Das Flash-Plugin zeigt Animationen an, andere Erweiterung befähigen den Browser, bestimmte Filmformate zu zeigen oder mit einem Navigationssystem zu kommunizieren. Aber die “Kernkompetenzen”, das was den Browser ausmacht, liegen in der Anzeige von Webseiten mit Bildern und Links.

Ketzerische Frage: Welcher Browser ist also am besten?

Weitere Themen: Google Chrome, Opera, Safari, Internet Explorer, Mozilla Firefox, ShowIP, Mozilla Foundation

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