Bei Smartphones und anderen Geräten mit „Touch“-Eingabe kann man das „haptische Feedback“ aktivieren. Was steckt hinter dieser Funktion, wofür ist haptisches Feedback gut und kann man das deaktivieren?

 
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Haptisches Feedback gibt es bei den meisten Android-Smartphones, beim iPhone, aber auch bei Gaming-Controllern, etwa der PS5.

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Was bedeutet „haptisch“?

Der Begriff „Haptik“ kommt aus dem Griechischen. Er bedeutet „fühlbar“ oder „zum Berühren geeignet“. Mit „haptisch“ ist der Tastsinn gemeint. Prinzipiell bieten also erst einmal alle Gegenstände oder Flüssigkeiten eine haptische Wahrnehmung. Sie fühlen sich auf eine bestimmte Art und Weise an. Auch ein Smartphone oder ein Laptop hat eine ganz bestimmte Haptik.

Die Objekteigenschaften, die bei der Haptik eine Rolle spielen, sind:

  • Größe
  • Kontur
  • Oberflächentextur
  • Nachgiebigkeit
  • Temperatur
  • Wärmeleitfähigkeit

Bei technischen Geräten versteht man unter einem „haptischen Feedback“ auch die „Force Feedback“-Funktion. Es gibt also eine fühlbare Rückmeldung des Geräts bei bestimmten Aktionen oder Eingaben. Bei Smartphones ist das vor allem bei Tastatureingaben der Fall. Im Games-Bereich reagiert der Controller auf Kollisionen, Stürze, Schüsse oder andere Aktionen im Spielverlauf.

Haptisches Feedback einschalten oder deaktivieren (Android & iOS)

Bei vielen Smartphones ist das haptische Feedback bereits automatisch aktiviert. Im Grunde bedeutet es lediglich, dass das Smartphone zur Bestätigung von Eingaben vibriert. Das Handy wackelt dann etwas, wenn man etwas schreibt. Man bekommt so eine Rückmeldung, dass die Eingabe erfolgreich war. „Haptisch“ ist es deswegen, da man die Vibration mit dem Finger oder der Hand spürt. Falls euch das stört, könnt ihr das haptische Feedback am Handy ausschalten. Bei Android geht das so:

  1. Steuert die allgemeine Einstellungen-App an.
  2. Ruft den Abschnitt „Haptik und Töne“ auf.
  3. Deaktiviert die Einstellung „Vibrieren bei Berührung“.
  4. Daneben könnt ihr auch die Vibrationsstärke per Regler einstellen.

Der Weg zur Option kann sich je nach Android-Gerät und -Version unterscheiden. Falls ihr die Option nicht findet, nutzt die Suchfunktion in den Einstellungen und schaut nach „Haptik“ oder „Vibration“.

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Mit iOS 16 führt Apple die Vibration auch bei iPhones ein. An anderer Stelle erklären wir, wie ihr die haptische Tastatur am iPhone ein- und ausschaltet.

Haptisches Feedback bei der PlayStation 5

Auch der PS5-Controller hat eine Feedback-Funktion, die auf bestimmte Aktionen und Situationen im Spiel reagiert. Falls euch das stört, schaltet ihr die Funktion so aus:

  1. Drückt auf die PlayStation-Taste auf dem Dualshock-Controller.
  2. Steuert den „Zubehör“-Bereich in den Einstellungen an.
  3. Wählt die Controller-Optionen aus.
  4. Hier könnt ihr die Vibration komplett ausschalten oder schwächer stellen.
  5. Im „Trigger“-Bereich könnt ihr die Vibrationen für die Schultertasten aktivieren und deaktivieren.

Das haptische Feedback ist vor allem bei der Texteingabe von Vorteil. Dadurch wird dem Nutzer mitgeteilt, dass seine Eingabe erfolgreich war. Bei richtigen Hardware-Tastaturen erhält man durch den Tastendruck ein Feedback und kann gut einschätzen, ob man die Taste richtig gedrückt hat oder nicht. Bei Software-Tastaturen wäre dies nicht ohne haptisches Feedback möglich. Die Stärke des Feedbacks ist dabei generell nicht so stark wie bei einem Klingeln des Telefons. Allerdings lässt sich dies oft einstellen. So kann man die Länge der Vibration an die eigenen Vorlieben anpassen. Haptisches Feedback ist also ein wichtiges Mittel, um dem Nutzer die Bedienung eines technischen Gerätes zu erleichtern und bietet vor allem seheingeschränkten Nutzern eine Möglichkeit, Eingaben besser zu erkennen.

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