Das MacBook Air und ich - 6 Wochen später

Peter Hryciuk 12

Vor sechs Wochen habe ich es getan: Nach über 20 Jahren mit Windows-Geräten bin ich zu einem MacBook Air (2018) gewechselt. In regelmäßigen Abständen möchte ich euch informieren, was in der letzten Zeit so passiert ist und wie es mir mittlerweile mit dem MacBook und macOS geht.

MacBook Air (2018): Apple hat schon ein neues Modell vorgestellt

Zunächst einmal hat Apple kürzlich ein MacBook Air (2019) vorgestellt. Das hat mich nicht wirklich überrascht, lag es doch im Zeitplan. Die Änderungen sind minimal. Ein etwas besseres Display, sonst eigentlich keine Verbesserungen, die ich bräuchte. Hätte es einen stärkeren Prozessor und mehr Speicher im Grundmodell gegeben, wäre das etwas anderes. Kein Grund zur Trauer also, zumal ich für mein MacBook Air (2018) nur habe.

MacBook Air (2018): Was mich stört

  • Akkulaufzeit: Da bin ich tatsächlich etwas enttäuscht. Ich war kürzlich mit dem Motorrad zwei Wochen auf Tour in den Alpen und habe das MacBook dort erstmals ohne Netzteil wirklich intensiv genutzt. Apple verspricht eine Laufzeit von einem Tag. Bei einer Helligkeit von etwa 70 Prozent bin ich bei normaler Nutzung auf etwa 5-6 Stunden gekommen. Das find ich persönlich eher mager. Bei voller Auslastung, beim Rendern eines Videos, waren noch 2 Stunden drin. Ist natürlich nicht für diesen Einsatzzweck konzipiert, zum Surfen im Netz und Streaming aber eigentlich schon. Da hab ich mir etwas mehr erwartet. So eine Laufzeit schaffen Windows-Notebooks auch.
  • Performance: Auch wenn Apple es geschickt verschleiert, wusste ich natürlich, dass im MacBook Air (2018) ein Y-Prozessor von Intel steckt, der nicht die gleiche Leistung besitzt wie ein normaler Intel Core i5 Quad-Core-Prozessor. Trotzdem kommt der Mac bei mir ziemlich oft an sein Leistungslimit. Beispielsweise, wenn ich zwei Browser mit einigen Tabs nutze, Tweeten offen habe und über Slack einen Videoanruf starte. Dann darf man eigentlich nichts mehr machen. Oft ist auch eine leichte Verzögerung beim Kopieren oder Klicken mit der Maus spürbar. Ein Leistungswunder ist das Air trotz macOS also nicht.
  • Speicher: Ich muss mich in meiner täglichen Arbeit doch etwas mehr umstellen, als ich dachte – trotz externer 1-TB-SSD. Die 128 GB interner Speicher werden oft zum Problem, wenn ich mit größeren Dateien arbeite. Außerdem muss ich alle NTFS-Datenträger neu formatieren, damit ich vom Mac darauf zugreifen kann. Beim nächsten Mal greife ich mindestens zur Version mit 256 GB. Mich wundert ohnehin, wieso Apple so knauserig mit dem Speicher ist. Aber das Unternehmen verbaut ja auch noch Festplatten in den manchen iMacs.
  • Anschlüsse: Zwei USB-C-Anschlüsse sind tatsächlich etwas mager. Ich hab mittlerweile , der „Power Delivery“ unterstützt. Man verstopft trotzdem immer einen USB-C-Port mit dem Netzteil und hat somit nur einen weiteren zur Verfügung. Immerhin hab ich durch den Adapter mehrere USB-A-Anschlüsse, SD-Slots und einen HDMI-Port zur Verfügung.
  • macOS: Das Betriebssystem macOS von Apple ist eigentlich ganz intuitiv zu benutzen. Oft sind es aber Kleinigkeiten, die mich nerven. Wenn ich z.B. auf die Uhr mit Datum klicke, öffnet sich nicht ein Kalender. Das nutze ich unter Windows 10 sehr oft. Oder wenn ich eine externe Maus bei der Desktop-Nutzung anschließe, muss ich die Scrollrichtung immer wieder manuell ändern, da sie nicht dem entspricht, wie ich über das Touchpad wische. Auch die Arbeit mit Fenstern ist nicht so gut wie unter Windows 10.

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MacBook Air (2018): Was ich mag

  • Gewicht und Maße: Das MacBook Air hat seinen Namen wirklich verdient. Es ist leicht, dünn und trotzdem sehr hochwertig und stabil gebaut. Im Gegensatz zu den Notebooks, die ich bisher genutzt habe, und die oft auf 2 kg kamen, ist das Air ein Leichtgewicht und lässt sich ohne Probleme überall hin mitnehmen.
  • Touchpad: Im MacBook Air (2018) ist das bisher beste Touchpad verbaut, das ich je in einem Notebook genutzt habe. Die Präzision und Bedienung sind perfekt. Selbst die Gesten nutze ich gerne. Windows-Geräte unterstützten auch Gesten, die Benutzung ist aber nicht so intuitiv. Ich habe auf meiner Reise auch die Maus zuhause gelassen. Normalerweise nehme ich immer eine mit. Hier ist sie überflüssig.
  • Lautsprecher: Ich bin wirklich positiv überrascht, wie gut die Lautsprecher des MacBook Air klingen. Das erwartet man gar nicht bei diesem dünnen Gehäuse. Es fehlt zwar etwas an Bass, der Klang ist aber ziemlich gut.
  • Konnektivität: Bei jedem Windows-Laptop, das ich hatte, hatte ich immer Probleme mit dem WLAN oder Bluetooth. Beim MacBook Air ist das nicht der Fall. WLAN und Bluetooth arbeiten perfekt und schnell. Ich habe gefühlt sogar eine bessere Verbindung. Zu Abbrüchen kommt es im Grunde nie.

Nützliches Zubehör für das MacBook Air:

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MacBook Air (2018): Hab ich den Kauf bereut?

Bisher noch nicht. Das MacBook Air (2018) arbeitet zuverlässig. Nur einmal kam ich in einen Modus, wo ich das Passwort zurücksetzen konnte. Ich weiß nicht genau, wie ich da gelandet bin. Ansonsten find ich es toll, dass ich das Air zugeklappt als Desktop nutzen kann. Ich würde mir nur etwas mehr Leistung und Speicher wünschen, da ich es aktuell als meinen Hauptrechner verwende. Mein Dell-Notebook hat sich nach der ersten Reparatur nämlich wieder verabschiedet und musste erneut eingeschickt werden. Ich hoffe, dass solche Probleme beim MacBook nicht auftauchen.

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Beim nächsten Mal würde ich aber wohl zum MacBook Pro tendieren, das kürzlich auch ein nettes Upgrade erhalten hat. Dort ist ein deutlich stärkerer Prozessor drin. Mittlerweile bin ich mir zudem sicher, dass ich auch ohne Windows-Laptop als Hauptgerät mit macOS auskommen könnte. Den Drang, weitere Produkte von Apple zu kaufen (bis auf die Smartwatch), habe ich aber nicht.

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