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EDV-Kenntnisse im Lebenslauf: Bedeutung und Beispiele

© IMAGO / Steinach

EDV-Kenntnisse werden inzwischen bei den verschiedensten Berufen vorausgesetzt. Dementsprechend findet man die Angabe als Anforderung bei zahlreichen Stellenausschreibungen. Einige Bewerber wissen allerdings vielleicht nicht so recht, was sich dahinter genau verbirgt und wie man seine Kenntnisse korrekt angibt. Wir erklären euch im Ratgeber anhand von Beispielen, was die EDV-Kenntnisse im Lebenslauf wirklich bedeuten.

 
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EDV ist eine Abkürzung und steht für „Elektronische Datenverarbeitung“. Die Bezeichnung ist schon alt und wurde früher für die Verwaltung und Bedienung von elektronischen Datenbanken und Computersystemen verwendet. Heute wird stattdessen sehr oft Begriffe wie „IT-Kenntnisse“, „PC-Kenntnisse“ oder „Erfahrung im Umgang mit Computern“ verwendet. Das ist natürlich ein sehr weites Feld und umfasst zahlreiche Fähigkeiten, von grundlegenden Kenntnissen in Word und Excel bis zur Bedienung von komplizierter Spezialsoftware. Was sollte man mitbringen, wenn „EDV-Kenntnisse“ in einer Stellenausschreibung gefordert werden?

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Was sind EDV-Kenntnisse im Lebenslauf?

Das Feld der „elektronischen Datenverarbeitung“ ist sehr weit gefasst. EDV-Kenntnisse sind Fähigkeiten im Umgang mit bestimmten Computerprogrammen und Software. Dazu zählen unter anderem (+ Beispiele):

  • Büroanwendungen wie das Microsoft-Office-Paket (Word, Excel, PowerPoint etc.)
  • Tabellenkalkulation (Excel)
  • Textverarbeitungsprogramme (Word)
  • Statistikprogramme (SPSS)
  • Bildbearbeitungs- und Grafikprogramme (Adobe Photoshop)
  • Programmiersprachen (Java)
  • Social-Media-Kenntnisse (Instagram)
  • Content-Management-Systeme (Wordpress)
  • Datenbanken (SQL)
  • Betriebssysteme (Linux)
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Welche PC- oder EDV-Kenntnisse genau von euch erwartet werden, hängt von der jeweiligen ausgeschriebenen Position ab. In der Buchhaltung könnt ihr zum Beispiel glänzen, wenn ihr tiefe Kenntnisse in der Tabellenkalkulation mit Programmen wie Excel habt. Social-Media-Skills in Facebook, Twitter und Co. bringen euch hier hingegen nicht weiter. In vielen Fällen steht in der Ausschreibung konkret, in welchen Bereichen ihr euch auskennen sollt. Gebt also in eurer Bewerbung nicht bloß so etwas an wie „EDV-Kenntnisse: Sehr gut“, sondern geht auf konkrete Felder ein.

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In zahlreichen Unternehmen, gerade im Online-Business oder bei Stellenausschreibungen für Entwickler oder Programmierer wird  überhaupt nicht mehr von EDV-Kenntnissen gesprochen, da das viel zu allgemein wäre. Stattdessen findet ihr in der Jobbeschreibung meistens detailliert aufgelistet, was ihr beherrschen solltet, zum Beispiel welche Programmiersprache, welche Tools oder welche Content-Management-Systeme. So kann zum Beispiel anstelle von „EDV“ auch nach „SAP“-Kenntnissen gefragt werden.

Tipp: Mit den Programmen des Office-Pakets von Microsoft seid ihr in jedem Fall für eine Vielzahl von Jobs gut gerüstet:

So gebt ihr EDV- und PC-Kenntnisse im Lebenslauf an

Im Lebenslauf sollte für den Personalchef schnell erkennbar sein, über welche konkreten EDV-Kenntnisse ihr genau verfügt. Dadurch wird deutlich, was ihr zu bieten habt und ihr habt einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern.

  • Besonders tiefe Kenntnisse, die auch noch gut zur ausgeschriebenen Stelle passen, solltet ihr nicht nur im Lebenslauf erwähnen, sondern auch im Motivationsschreiben ansprechen.
  • Im tabellarischen Lebenslauf sollten eure EDV-Kenntnisse eine eigene Rubrik erhalten, um sie besser von den anderen Skills abzugrenzen.
  • Die Kenntnisse und Erfahrungen unterteilt ihr in Gruppen, zum Beispiel in „Betriebssysteme“, „Programmiersprachen“, „Büroanwendungen“, „Datenbanken“ oder „Grafikbearbeitung“. Damit wird die Bewerbung übersichtlicher und Personal-Chefs können anhand der Struktur erkennen, was sie mit euch erwarten können.
  • Um klar zu machen, dass ihr genau der richtige Kandidat seid, solltet ihr zuerst die Kenntnisse angeben, die auch vom Arbeitgeber in der Stellenanzeige gesucht werden. Dabei gebt ihr an, ob ihr Grundkenntnisse habt, fortgeschritten seid oder einen Bereich sogar hervorragend beherrscht.
  • Lasst Kenntnisse weg, die gar nichts mit der Stelle zu tun haben. So bläht ihr den Lebenslauf nicht unnötig auf. Auch Personal-Chefs haben nur eine begrenzte Zeit und Aufmerksamkeitsspanne. Wie so oft, gilt auch bei Bewerbungen meist „weniger ist mehr“. Konzentriert euch auf die Stärken, die für die Stelle wichtig sind.
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Wichtig: Gebt nur solche Qualifikationen an, die ihr auch tatsächlich besitzt. Ihr wollt ganz bestimmt nicht in die Lage geraten, eine Präsentation für den Chef erstellen zu müssen, nur um dann zuzugeben, dass eure PowerPoint-Kenntnisse dann doch nicht so toll sind. Daher gilt: Seid ehrlich. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr müsst unbedingt etwas angeben, habt aber nur sehr wenig Ahnung von dem Bereich, schreibt zumindest Grundkenntnisse in die Bewerbung. Spätestens an einem Probearbeitstag oder im Berufsalltag wird es herauskommen, wenn ihr nicht ehrlich seid. So entsteht sowohl für euch als auch für den Arbeitgeber eine unangenehme und langfristig belastende Situation.
  • Bei der Einstufung eurer Kenntnisse solltet ihr ebenfalls ehrlich sein. Wenn ihr zum Beispiel mit dem Programm Microsoft Access komplette Datenbanken inklusive Abfragen und Makros erstellt habt, könnt ihr von „Expertenwissen“ reden. Habt ihr hingegen nur Eingaben in einer bereits vorhandenen Datenbank gemacht, entspricht das Grundkenntnissen in dem Bereich.
  • Bedenkt, dass euer eigenes Urteil nicht alles ist. Sofern ihr EDV-Fortbildungen, Zertifikate und andere Bestätigungen vorweisen könnt, solltet ihr diese unbedingt immer erwähnen und auch beifügen.
  • Je nach den Anforderungen der neuen Stelle, könnt ihr bei der Bewerbung noch genauere Angaben zu den geforderten Kenntnissen machen. Anstatt nur von Photoshop-Kenntnissen zu sprechen, könnt ihr beispielsweise angeben, dass ihr mit Photoshop bereits seit fünf Jahren arbeitet und euch dabei auch mit Retusche und Masken gut auskennt, weil ihr damit täglich zu tun hattet.
  • Idealerweise fügt ihr eurer Bewerbung Arbeitsproben hinzu. Gebt ihr zum Beispiel gute Webmaster-Skills an, zeigt euren Blog oder eure erstellte Webseite. Grafikkenntnisse dürfen mit Beispiel-Dateien untermauert werden.
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