Diese Woche kam es ans Tageslicht: Apple plant fürs MacBook innerhalb von macOS Catalina einen „Pro Mode“, der bei Bedarf den Rechner beschleunigt. Was aber, wenn genau der umgekehrte Fall noch viel nützlicher erscheint? Lasst mich den Gedanken in der aktuellen Wochenend-Kolumne erläutern.

Der „Pro Mode“ ermöglicht in Zukunft das volle Leistungspotential des Macs auszunutzen, allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit. Die sinkt dann natürlich, wer aber tatsächlich kurzzeitig so viel Leistung benötigt, der bekommt die Option. Und was ist mit einem „Low Power Mode“? Den gibt’s als Stromsparmodus bereits seit iOS 9 im iPhone, nicht aber derart beim Mac. Dabei wäre der auch beim MacBook recht nützlich, wie Entwickler Marco Arment ausführt und plädiert.

An Apple: Echter Stromsparmodus fürs MacBook gewünscht

Anschaulich demonstriert er das Potential mit der Software „Turbo Boost Switcher Pro“. Die deaktiviert nämlich auf Wunsch schon jetzt den Turbo-Boost bei Intel-Prozessoren und konnte Arment zufolge die Laufzeit seines 16-Zoll-MacBooks um 30 bis 50 Prozent steigern – recht beeindruckend. Wichtig zu wissen: Für Arment und seine täglichen Aufgaben war der Mac dann noch immer schnell genug. Allerdings wird die App in naher Zukunft ihren Dienst quittieren, denn Turbo Boost Switcher Pro basiert auf einer Legacy-Kernel-Erweiterung, die in zukünftigen macOS-Versionen wahrscheinlich nicht mehr unterstützt wird. Ergo: Der Ruf nach einem direkt von Apple implementierten „Low Power Mode“ für den Mac wird noch lauter.

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Ich schließe mich dem an, denn die Vorteile eines solchen „Stromsparmodus“, der auf Wunsch zuschaltbar ist, gehen über die jetzigen Systemeinstellungen des reinen Batteriebetriebs in macOS deutlich hinaus. Letztlich bietet die Leistungsreduktion des Prozessors zahlreiche Vorteile:

  • Die Temperatur sinkt, die Lüfter können noch langsamer drehen und sind dann kaum noch hörbar – ein Segen für kreative Arbeiter, die Stille zur Konzentration benötigen. Für mich als Vielschreiber bei GIGA wunderbar.
  • Natürlich entwickelt sich dadurch auch weniger Hitze, die nach außen abgegeben wird. Da kann man das MacBook im Sommer auch mal wieder gefahrlos auf den blanken Schoß legen und muss nicht mit Verbrennungen rechnen.
  • Und natürlich das wichtigste Argument: Das MacBook hält wesentlich länger ohne Strom „nachzutanken“ durch. Auf Dauer könnte dieser Punkt vor allem auch älteren MacBooks zugute kommen, deren Kapazität mit den Jahren ständig abnimmt.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Für die Zukunft: 3 Betriebsarten fürs MacBook

Für die Zukunft wünsche ich mir dann letztlich drei Betriebsmodi für mein MacBook. Der „Low Power Mode“, wenn ich unterwegs mal mehr Laufzeit benötige und für abendliche Stunden in meinen Schoß auf der Couch, den Standardmodus, der zwischen Leistung und Akkuverbrauch eine optimale Balance hält und der „Pro Mode“, wenn eine App mal ganz viel Leistung benötigt und man Wartezeiten vermeiden möchte. Letzteren würde ich als „Schreiber“ aber wahrscheinlich eher selten verwenden. Im Gegensatz zu einem effektiven Stromsparmodus.

Also Apple, mach das MacBook ruhig mal langsamer.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.