Bei mobilen Geräten wie Laptops oder Tablets sowie bei Gaming-PCs sollte man auf das Display achten. Es macht einen großen Unterschied, ob TN-, IPS-, TFT- oder VA-Technik genutzt wird. Die Unterschiede zeigen wir euch hier auf GIGA.

Vielleicht habt ihr schon gehört, dass man TN-Displays meiden und IPS-Displays kaufen sollte. Unsere Tabelle zeigt euch die wichtigsten Unterschiede:

Bildqualität Bildaufbau Stromverbrauch Preis
TN Am schlechtesten schnell gering günstig
TFT mittel schnell mittel mittel
IPS/VA Am besten mäßig bis schnell hoch teuer
  • TN-, TFT-, IPS- und VA-Displays gehören zur Gruppe der LCD-Displays. Daher sieht man oft auch Bezeichnungen wie „TFT-LCD“ oder „TN-LCD“.
  • LED ist eine Form der Hintergrundbeleuchtung dieser LCD-Displays. Jeder LED-Bildschirm ist auch ein LCD-Bildschirm.
  • TN-, TFT-, IPS und VA-Displays unterscheiden sich darin, wie sie die Farben darstellen.
  • Wer die beste Bildqualität wünscht, sollte IPS- oder VA-Bildschirme kaufen.
  • Wer diese für PC-Spiele oder Ähnliches braucht, sollte zudem auf eine schnelle Reaktionszeit der IPS-/VA-Bildschirme achten.
  • TN-Panels sollten heute nicht mehr in Laptops oder Monitoren gekauft werden, da die Bildqualität und die Blickwinkelstabilität sehr schlecht sind.

TN vs. IPS vs. TFT – Display-Unterschiede

Vergleich: Links ein TN-Display, rechts ein IPS-Display. Bild: GIGA / Robert Schanze
Vergleich: Links ein TN-Display, rechts ein IPS-Display. Bild: GIGA / Robert Schanze

Im Bild seht ihr die Unterschiede der Bilddarstellung von TN- und IPS-Displays. Im folgenden erklären wir alle bekannten Display-Begriffe wie LCD, TN, TFT und IPS.

LCD – Der Oberbegriff

Die Abkürzung LCD steht für „Liquid Crystal Display“, zu Deutsch: „Flüssigkristall-Display“.

  • LCD-Displays sind aus flüssigen Kristallen aufgebaut, die sich durch elektrische Impulse ausrichten.
  • Wegen ihrer unterschiedlichen Lichtdurchlässigkeit und mit Farbfiltern erzeugen sie dabei die benötigten Farben.
  • Sie benötigen zusätzlich eine Hintergrundbeleuchtung. Früher waren das Leuchtstoffröhren, heute nutzt man LEDs.
  • LCDs nutzen eine Aktiv- oder Passivmatrix. Aktiv: Hinter jedem Pixel steckt ein eigener Transistor (Halbleiter). Passiv: Steuerelektronik am Display-Rand steuert die einzelnen Pixel zeilen- und spaltenweise an. Letztere ist träger im Bildaufbau, aber auch sparsamer bei Strom.
LCD vs. LED: Jeder LED-Fernseher ist auch ein LCD-Fernseher. Aus Marketing-Gründen wird aber das Wort „LED-Fernseher“ benutzt.

TN – Passivmatrix-Variante von LCD

Die Abkürzung TN steht für „Twistet Nematic“, und nutzt die sogenannte „nematische Drehzelle“.

  • TN ist eine Unterkategorie von LCD.
  • TNs sind eine Passivmatrix-Variante von LCDs.
  • Sie verbrauchen wenig Strom und haben schnelle Reaktionszeiten.
  • Allerdings sind sind die Blickwinkelstabilität und die Farb- und Konrtastdarstellung sehr schlecht.
TN vs. LCD: Jedes TN ist auch ein LCD.

TFT – Aktivmatrix-Variante von LCD

Die Abkürzung TFT bedeutet „Thin Film Transistor“, zu Deutsch: „Dünnes-Film-Halbleiterbaulement“.

  • TFT ist eine Unterkategorie von LCD.
  • TFTs sind eine Aktivmatrix-Variante von LCDs.
  • Sie verbrauchen damit etwas mehr Strom als die Passivmatix-Variante, bauen das Bild aber schneller auf.
TFT vs. LCD: Jedes TFT ist auch ein LCD.

IPS – Aktivmatrix-Variante von LCD

Die Abkürzung IPS bedeutet „In-Plane-Switching“, zu Deutsch: „Innerhalb-Ebenen-wechselnd“.

  • IPS ist eine Unterkategorie von LCD.
  • IPS sind eine Aktivmatrix-Variante von LCD.
  • Elektrische Signale richten die Flüssigkeitskristalle parallel zur Panel-Oberfläche aus.
  • Dadurch sind IPS-Displays in Bezug auf Helligkeit deutlich blickwinkelstabiler als beispielsweise TN-Displays.
  • Die Technologien S-IPS und Dual-Domain-IPS haben auch die Farbdarstellung blickwinkelstabiler gemacht.
  • Erste IPS-Displays waren träge im Bildaufbau, aktuelle Displays können mit der Schnelligkeit von TN-Panels mithalten.
  • IPS-Panel haben einen höheren Stromverbrauch und sind daher selten in Laptops verbaut.
IPS vs. LCD: Jedes IPS ist auch ein LCD.

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VA – Aktivmatrix-Variante von LCD

Die Abkürzung VA bedeutet „Vertical Allignment“, zu Deutsch: „Vertikale Ausrichtung“.

  • VA-Displays ist ebenfalls eine Unterkategorie von LCD, die eine Aktivmatrix nutzen.
  • Weiterentwickelte Flüssigkeitskristalle liegen zunächst vertikal, wenn keine elektrische Spannung anliegt.
  • Dadurch können sie ein tiefes Schwarz anzeigen, wodurch hoher Kontrast erreicht wird.
  • Unterkategorien sind MVA (Multi-Domain-VA), PVA (Patterned VA) und ASV (Advances Super View).
  • Diese erreichen eine noch größere Blickwinkelstabilität und mehr Kontrast, durch geschickte Einteilung der Zellen des Panels.
  • Auch VA-Displays werden wegen ihres hohen Stromverbrauchs selten in Laptops oder Notebooks eingesetzt.
VA vs. LCD: Jedes VA ist auch ein LCD.

Wo werden IPS- bzw. VA-Displays verbaut?

Meistens findet ihr solche Displays nur in teureren Laptops oder Premium-Laptop-Reihen. Beim Hersteller Lenovo ist das beispielsweise die „Thinkpad X-Serie“. Allerdings lassen sich viele ältere Lenovo-Thinkpads wie das T440p nachträglich mit einem IPS-Display ausstatten.

Ich selbst habe in mein Thinkpad T440p auch ein IPS-Display verbaut, weil das vorherige TN-Panel die Farben einfach grauenhaft anzeigte. Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare unterhalb dieses Artikels.