Samsung Galaxy Buds im Test: Weniger ist mehr – hier ist der Beweis

Stefan Bubeck 2

Samsung ist längst ein erfahrener Player im Audio-Bereich: Mit den neuen Galaxy Buds zeigen die Südkoreaner, dass sie das Thema True-Wireless-Earbuds verstanden haben und sich in keinster Weise hinter Apple und deren populären AirPods verstecken brauchen. Wir sagen euch, welche Erfahrungen wir mit den Galaxy Buds gemacht haben und für welche Nutzer sich die Bluetooth-Kopfhörer besonders eignen.

Samsung Galaxy Buds im Test: Weniger ist mehr – hier ist der Beweis
Bildquelle: GIGA.

Samsung Galaxy Buds: Unser Testurteil

Sie haben keine Sportfunktionen, sie sind „nur“ gegen Tropfwasser geschützt (IPX2), ihr Design ist eher zurückhaltend statt aufregend – trotzdem haben uns die Samsung Galaxy Buds voll überzeugt, denn weniger ist in dem Fall tatsächlich mehr.

Sie sind ein paar Gramm leichter und etwas kleiner als die Vorgänger Gear IconX (2018) und das hat doch große Auswirkungen. Die Samsung Galaxy Buds () lassen sich bequem den ganzen Tag tragen – das kann man selbst von guten Alternativen wie den Jabra Elite Active 65t oder den Zolo Liberty+ nicht unbedingt sagen. Wohl aber von Apples AirPods, mit denen die Samsung Galaxy Buds in gewisser Weise geistig verwandt sind: Kompakt, ausdauernd und alltagstauglicher Klang – diese Eigenschaften reichen aus, um in Anbetracht der Vielzahl drahtloser In-Ears als Empfehlung hervorzustechen.

Als „netter Bonus“ lassen sich beide Modelle spielend leicht per Bluetooth mit den Smartphones der eigenen Marke verbinden. Beispiel: Die Galaxy Buds im Case neben ein Galaxy S8 legen und das Case aufklappen. „Es wurde ein neues Gerät erkannt“. Auf „Verbinden“ tippen. Fertig. Hier im Video zu sehen, auch mit anderen Smartphones im Vergleich:

TECH.tipp Galaxy Buds.

Wie nützlich die Wireless-Charging-Funktion der Galaxy Buds ist, kommt sehr auf den Nutzer an – uns hat’s durchaus gefallen. Dass man das Case sogar auf ein Galaxy S10 (oder S10 Plus oder Fold) legen kann und es so Energie vom Handy nachtankt, ist dann noch ein innovatives i-Tüpfelchen. Abgerundet wird das Galaxy-Buds-Erlebnis durch die Samsung-App „Galaxy Wearable“, mit der sich etwa die Touch-Funktionen konfigurieren lassen.

Alles in allem: Samsung hat sich bei der Entwicklung der Galaxy Buds einige gute Gedanken gemacht. Dabei ist ein durchweg sympathisches Zubehörprodukt entstanden, das man gerne täglich nutzt. Für jeden Android-Smartphone-Nutzer wärmstens zu empfehlen, für Besitzer der neuen Samsung-Galaxy-S10-Modelle fast schon ein Pflicht-Accessoire.

Samsung Galaxy Buds: Testwertung

  • Klang: 80 Prozent
  • Tragekomfort: 90 Prozent
  • Hardware, Design & Funktionen: 80 Prozent
  • Akku: 85 Prozent

Gesamt: 83 Prozent (der Klang bildet 50 Prozent der Gesamtnote)

Samsung Galaxy Buds: Das hat uns gefallen

  • Kompaktes Design: Das gilt sowohl für die Earbuds als auch für das Case. Letzteres ist zwar noch deutlich größer als das der Apple AirPods, aber trotzdem absolut Hosentaschen-tauglich.
  • Hoher Tragekomfort: Andere Earbuds drücken irgendwo oder geben dem Träger das Gefühl, er habe seine Ohren „zugestopft“. Dagegen sind die Galaxy Buds verhältnismäßig zurückhaltend und stören kaum.
  • Klarer Klang: Neutraler Sound mit kühler Note. Nicht die erste Wahl für Bass-Fetischisten, aber durchaus für jede Musikrichtung geeignet.
  • Gute Ausdauer: Bis zu 6 Stunden halten die Galaxy Buds mit einer Ladung durch (wir haben bei niedriger Lautstärke sogar 7 geschafft) – das ist nicht nur in Anbetracht der kompakten Bauweise ein Top-Wert.
  • Bedienung: Zuverlässige und konfigurierbare Touchpads an beiden Gehäusen. Um die Funktionen zu ändern (z.B. Lautstärkeregelung mit langem Tastendruck statt Bixby) benötigt man die Android-App „Samsung Galaxy Wearable“.

Samsung Galaxy Buds: Das fanden wir nicht so gut

  • Klang zuweilen leblos: Obwohl der Sound keine echten Mängel hat – er ist doch etwas schlank und nüchtern abgestimmt. Die doppelt so teuren Sennheiser Momentum True Wireless (Test bald hier auf GIGA) klingen voller, satter, bringen mehr Details hervor. Auch die druckvollen Bose SoundSport Free holen mehr Stimmung aus der Musik heraus. Da ist also noch (audiophile) Luft nach oben, selbst der Equalizer in der Samsung-Wearable-App kann hier keine deutliche Verbesserung bewirken.
  • Ausdauer: Im Case stecken nur ca. 7 Stunden Zusatz-Energie. Da bieten manche Konkurrenten mehr.
  • Die Lade-Funktion „Wireless PowerShare“, bei der man das Galaxy-Buds-Case auf die Rückseite eines kompatiblen Galaxy-Smartphones legt, ist zwar nett, aber nur bedingt praxistauglich. Der Grund: Auf der glatten Keramikoberfläche des S10-Plus-Rückens findet das Case nicht den geringsten Halt. Während einer Zugfahrt auf dem Tisch Aufladen ist nicht zu empfehlen, dabei könnte das Case ganz leicht weg gleiten.
  • Die Wearable-App benötigt zwingend die Android-Berechtigungen Standort, Speicher, Telefon und Kontakte. Ein Überspringen (einzelner Punkte) bei der Einrichtung ist nicht möglich.

Gut zu wissen

  • Zwei Mikrofone pro Earbud sollen bei Telefonaten die optimale Gesprächsqualität sicherstellen. Uns ist hierbei aber nichts Besonderes aufgefallen – man wird zwar vom Gesprächspartner gut verstanden, aber ein technisches Wunder ist hier nicht am Werk.
  • Für iPhone-Nutzer sind die Samsung Galaxy Buds zwar grundlegend nutzbar, aber nicht ganz so interessant: Man muss unter iOS auf das einfache Pairing sowie auf die App „Galaxy Wearable“ verzichten, welche sowohl Konfigurationsmöglichkeiten (Klang, Bedienung) als auch Firmware-Updates bereitstellt. Dann doch lieber die AirPods.
  • Die . Passt super zu Bananen einem gelben Ferrari, falls man einen hat.

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