Apple AirPods: Alles Wissenswerte zu den kabellosen Kopfhörern

Sebastian Trepesch 7

Mit den AirPods wollte Apple den kabellosen Kopfhörer neu erfinden. In unserer Übersicht klären wir, was die AirPods so besonders macht, ob sie sich für die Praxis eignen und was man im Alltag wissen sollte.

Zwei einzelne Ohrstöpsel ohne irgendein Kabel, verpackt in einem Ladeböxchen – das sind die AirPods von Apple. Über Bluetooth verbinden sie sich mit dem iPhone oder einem anderen Musikspieler. Dieses Konzept ist nicht unbedingt das erste dieser Art, und doch präsentierte Apple eine technologische Neuheit. Ein Herzstück davon ist der Chip W1, der besonders energieeffizient arbeitet.

Apple AirPods im Test.

Apple AirPods: Klang, Test, Preis

Die technologischen Bemühungen machten sich unserem Test der Apple AirPods sehr positiv bemerkbar – die Hörer zeichneten sich im Vergleich zu aktuellen Konkurrenten durch eine deutlich längere Laufzeit aus, die Verbindung war zudem zuverlässiger.
Im Klang liegen sie auf dem Niveau der EarPods, die dem iPhone beiliegen. Genaueres siehe in unserem Test.

Auch interessant: Test von In-Ear-Kopfhörern mit Bluetooth

Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 179 Euro. Im Handel sind sie nur vereinzelt günstiger zu bekommen.

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Apple AirPods: Alles Wichtige und noch mehr

Was ist das Besondere an den Hörern?
Die Form, das komplett kabellose Design (es gibt noch nicht viele derartige Modelle) und vor allem: die Kommunikation mit iOS. Zum Koppeln reicht es, das Böxchen neben dem iPhone zu öffnen, und die Verbindung kann bestätigt werden. Über iCloud wird das Pairing auf andere Geräte mit der selben Apple ID (Apple Watch, iPad) übertragen. Außerdem gibt es auf dem iPhone detaillierte Auskünfte über den Akkustand.
Für einen komfortablen Betrieb sind die Kopfhörer mit zwei Mikrofonen, zwei optischen Sensoren, Bewegungs- und Stimmbeschleunigungsmesser ausgestattet.

Mit welchen Smartphones sind die AirPods kompatibel?
Alle Funktionen werden ab iPhone 5, iPad mini 2, iPad Air 1, iPod touch 6. Generation sowie mit der Apple Watch und Mac (jeweils mit aktuellem Betriebssystem) unterstützt. Die AirPods lassen sich aber auch als klassische Bluetooth-Kopfhörer einsetzen – mit dem Mac, Android-Smartphone oder andere Spieler. Siehe auch Apple AirPods mit Android-Geräten verbinden, so gehts.

Bieten die AirPods aptX?
Nein, bei der Bluetooth-Verbindung setzt Apple auf AAC – die iOS-Geräte beherrschen nämlich AAC statt aptX. Für andere Musikplayer wird vermutlich auf SBC zurückgegriffen.

Gibt es eine Fernbedienung?
Jein. Nimmt man einen Hörer aus dem Ohr, pausiert die Musik. Beim Einsetzen wird sie wieder gestartet. Ein Doppeltipp aktiviert den Sprachassistenten Siri – hierüber können die Befehle Lauter, Leiser, Nächster Titel etc. eingesprochen werden.

Können die AirPods als Headset benutzt werden?
Ja, sie haben hierfür Mikrofone in den Stummeln. Die Sprachqualität ist gut, wenngleich nicht ganz so wie die des iPhones. Allerdings: EQ und Geräuschunterdrückung sind sehr stark auf Sprache über Telefon optimiert. Schon für Sprachnotizen ist das iPhone-Mikrofon zweckmäßiger, für andere Tonaufnahmen erst recht.

Kann mit einem einzelnen Hörer telefoniert werden?
Ja, die AirPods können auch einzeln verwendet werden. Das iPhone zeigt anschließend sogar die unterschiedlichen Akkuladestände an.

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Wie lange hält der Akku der AirPods?
Im Case ist ein Akku verbaut – steckt man die Hörer in die Box, werden sie aufgeladen. Apple gibt eine Gesamtlaufzeit von „mehr als 24 Stunden“ an, für die Hörer alleine „bis zu fünf Stunden“. Im Test betrug der Akkustand in den Hörern nach 3 Stunden Musikhören noch 50 Prozent. Spezifikationen: 1,52 Wattstunden besitzt der Akku im Case, der in den Hörern 93 Milliwattstunden.

Gibt es ein Akkuproblem mit den AirPods?
Einzelne Nutzer berichten von rund 6 Prozent Verlust des Cases in nur einer Stunde. Ein Reset der AirPods soll Abhilfe schaffen. Der normale Standby-Verbrauch bei geparkten Kopfhörern liegt unseren Messungen zufolge bei rund sieben Prozent in zwölf Stunden. Nach längerer Nichtnutzung das Case also besser erst eine viertel, halbe Stunde laden – das reicht für ein paar Stunden Musikhören.

Wann zeigt das iPhone den Akkuladestand an?
Mindestens ein Hörer muss sich im Ladecase befinden (das Böxchen selbst hat gar kein Bluetooth). Zudem muss der Bildschirm des iPhones angeschaltet sein (Sperrbildschirm reicht aus). Öffnet man dann den Deckel neben dem iPhone, erscheint dank NFC das Infokästchen.
Während des Hörens findet man den Akkustand im Kontrollzentrum von iOS:

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Warum haben die AirPods so eine ungewöhnliche Form?
Apple hat die Form mit den EarPods eingeführt – hunderte Ohren hat Apple laut eigenen Angaben hierfür vermessen, um eine möglichst hohe Passform zu schaffen. Die Hörer schließen die Ohren nicht ab (wie klassische In-Ear-Kopfhörer), bieten aber trotzdem einen gesund vollen Klang mit gutem Bass.

Braucht man ein Strap für die AirPods oder sitzen sie beim Sport fest?
Passen die Hörer – was bei den meisten, aber nicht allen iPhone-Besitzern der Fall ist–, benötigt man kein . Im Gegenteil: Steckt man ein Band an, fallen sie sogar leichter heraus. Sie sitzen gut genug, um Läufe zu absolvieren – und sogar Kopfstände, siehe Video oben.

Sind die AirPods wasserdicht?
Offiziell nicht. Laut Nutzertests sollen die Hörer aber einiges verkraften, unter anderem einen Waschgang.

Sind die AirPods laut genug?
Ja, im Vergleich mit den Klinke-AirPods (per Adapter am iPhone 7) sind sie sogar etwas lauter.

Was ist im Lieferumfang?
Die AirPods, das Case sowie ein Lightning-auf-USB-Kabel – hierüber wird die Ladebox an einem Standard-USB-Netzteil oder Port am Computer aufgeladen. Außerdem ist eine kurze Anleitung enthalten.

Sitzen die Hörer gut im Ladecase?
Ja, der Deckel schnappt gut zu, und auch geöffnet rutschen sie nicht heraus. Zum Herausnehmen greift man sie am besten seitlich an. Übrigens: Der rechte Hörer passt nur in die rechte, der linke nur in die linke Aussparung. Aus dem Ohr also am besten gleich ins Case setzen. Dadurch schont man zudem den Akku.

Was kann ich tun, wenn ein Ohrstöpsel verlorengegangen ist?
Apple bietet die Möglichkeit, einen einzelnen Hörer für 75 Euro pro Stück nachzukaufen. Der selbe Preis gilt für das Ladecase. Also: Besser  gar nicht erst verlieren.
Im näheren Umkreis hilft vielleicht noch Lautstärke aufdrehen oder eine App wie  zu nutzen, die die Signalstärke von Bluetooth-Zubehör anzeigt – siehe auch Apple AirPods verloren? Tipps zum Finden.

Kann man die AirPods reparieren?
Nein, lediglich ein Akkutausch ist möglich. Er kostet 75 Euro, innerhalb der Garantiezeit 55 Euro (jeweils plus Versandkosten).

Hat man Bock auf die AirPods?
Eine sehr persönliche Frage. In Sachen Audioqualität besitzt der Autor dieser Zeilen durchaus bessere In-Ear-Kopfhörer. Und trotzdem verwendet er aktuell lieber die AirPods, ob zu Fuß oder im öffentlichen Nahverkehr. Nur im Büro kommen Over-Ear-Hörer auf den Kopf.

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