Zuerst wenden wir den Filter Versetzen auf das Original der Mauer an: Filter > Verzerrungsfilter > Versetzen. Wer es mit der Beta von CS6 versuchen möchte, findet den Filter an der folgenden Stelle: Filter > Distort > Displace.

Im Dialog Versetzen treffen wir nun folgende Eingaben:

  • Bei Horizontal und bei Vertikal skalieren geben wir an, wie stark die Verzerrung sein soll. Beide Werte müssen gleich sein (am besten ein paar Werte testen; je nach Motiv und Bildgröße sind unterschiedliche Werte geeignet).
  • Bei Verschiebungsmatrix müssen wir nichts beachten, wenn beide Bilder die gleiche Größe haben. Andernfalls wählen wir die Einstellung Auf Auswahlgröße skalieren.
  • Bei Undefinierte Bereiche soll die Option Durch verschobenen Teil ersetzen aktiviert sein; bei der Einstellung Kantenpixel wiederholen würden streifige Ränder entstehen.

Als Verschiebungsmatrix wählen wir nun die Graustufen-Datei des Portraits – und schon nimmt die Wand die Formen des Gesichts an. Wir speichern dieses Mauer-Bild als Arbeitsdatei für die späteren Arbeitsschritte ab.

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22 Bilder, bei denen du nicht glauben wirst, dass kein Photoshop im Spiel war

Die zweite Matrix

Mit der verformten Mauer bauen wir nun die zweite Matrix. Wir speichern also eine Kopie des Bilds in Graustufen im .psd-Format ab ...

... und wenden diese neue Matrix per Filter Versetzen auf das Original des Portraits an: Um die Wirkung des Filters an bestimmten Bildbereichen etwas abmildern zu können, wählen wir zuvor Filter > Für Smartfilter konvertieren. Der Filter verändert so nicht direkt die Bilddaten und arbeitet somit non-destruktiv. Im Bedienfeld Ebenen kann nun mit Grauwerten in die weiße Maske (bedeutet nichts maskiert) gemalt werden, um die Wirkung des Versetzens stellenweise zu beeinflussen.

Im Beispiel wurden so die Augen, die Nase und der Mund wieder etwas „natürlicher“ gestaltet:

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